Montag, 9. Dezember 2024

9.12.2024: Bye, Bye Elterntaxi: Warum die Hildener Grundschulen jetzt nachhaltiger sind als unser Netflix-Verhalten

Ah, das morgendliche Ritual vor deutschen Schulen: gestresste Eltern, hupende Autos und ein Verkehrschaos, das einem Black-Friday-Sale bei Aldi gleicht. Willkommen in Hilden, wo sich morgens das Elterntaxi-Spektakel abspielt – oder besser gesagt: abspielte. Denn dank der Aktion „Bye, bye Elterntaxi“ und einem großzügigen Sponsor winken den Hildener Grundschulen jetzt ruhigere Straßen und nachhaltige Preise.

Die Stadt Hilden hatte vor zwei Jahren eine brillante Idee: Lasst uns die Kinder einfach laufen! Nicht, weil es ein Fitnessprogramm für die Kleinen sein sollte (obwohl das sicher ein netter Nebeneffekt ist), sondern weil die Eltern mit ihren SUVs so ziemlich alles blockieren, was nicht vier Räder hat. Doch dieses Jahr stand das Projekt vor dem Aus. Grund: Haushaltsdefizit. Ja, richtig, es ist wie in jedem guten Drama – das Geld fehlt.

Ökoworld, ein Hildener Unternehmen, dachte sich: „Warum den Kindern nicht etwas Gutes tun und dabei gleich die Umwelt retten?“ Das klingt ungefähr so heldenhaft wie ein Marvel-Film, nur ohne den Cape-Zwang. Dank ihrer Unterstützung läuft die Aktion jetzt wieder – und das sogar in der dunklen Jahreszeit. Schließlich ist das genau die Zeit, in der Regen, Dunkelheit und kalte Nasen dafür sorgen, dass alle Eltern insgeheim zu Allwetterchauffeuren mutieren.

Doch jetzt gibt es Anreize, die selbst die Kinder überzeugen: Hoodies, T-Shirts und Fahrradklingeln! Natürlich alles fair und nachhaltig produziert – man will ja keine ironische Doppelmoral riskieren. Die Gewinnerklassen dürfen sich also nicht nur über coole Kleidung freuen, sondern auch über den moralischen Sieg über die Elterntaxis. Und als Trostpflaster für alle gibt es Reflektorbänder – ein sicherer Schulweg ist schließlich für alle wichtig, auch für die kleinen Langschläfer, die es ohne Elterntaxi gerade noch so zum Unterricht schaffen.

Warum das Ganze? Laut Bürgermeister Claus Pommer glauben viele Eltern, ihre Kinder seien sicherer, wenn sie direkt vor den Schuleingang kutschiert werden. Spoiler: Genau das ist das Problem. Die Autos vor den Schulen sind gefährlicher als ein Mathetest ohne Taschenrechner. Deshalb setzt die Stadt auf Alternativen – wie Füße und Roller. Ja, die Kinder lernen dabei sogar Verkehrsregeln. Und nein, es gibt keine Bonuspunkte fürs „schnellste Elterntaxi in der 30er-Zone“.

Die Quintessenz? Weniger Stress, weniger Staus, weniger Lärm – und vielleicht ein bisschen mehr Bewegung für alle. Hilden zeigt, wie’s geht: nachhaltige Erziehung mit einem Schuss Wettbewerbsgeist und einer Prise Gemeinsinn. Also, liebe Eltern: Lasst die Autos stehen, schnappt euch ein Reflektorband und genießt die frische Luft. Wer weiß, vielleicht rettet ihr damit nicht nur den Schulweg, sondern auch eure Nerven.

Samstag, 7. Dezember 2024

7.12.2024: Smartparking in Hilden: Zwischen Münzen und Apps – ein modernes Parkdrama

„Ich habe so viele Apps auf meinem Handy, langsam reicht’s mir.“ – Dieser Satz, ausgesprochen von einer genervten Parkenden in Hilden, könnte das Mantra einer ganzen Generation von Smartphone-Besitzern sein. Und doch: In der Itterstadt ist die Zeit der klimpernden Münzen bald Geschichte. Mit stoischer Entschlossenheit schiebt sich Hilden in Richtung Zukunft – bargeldlos, versteht sich. Doch ob diese Zukunft alle Autofahrer so begeistert wie die Ordnungsdezernentin Mona Wolke-Ertel?

Ein kurzer Blick auf den Parkplatz an der Robert-Gies-Straße reicht aus, um zu erkennen: Die Revolution der Parkgebührenzahlung hat bislang kaum Fuß gefasst. Statt einer Smartphone-Parade dominieren hier klassische Bargeldbewegungen. Einzig ein technisch versierter Herr wagt sich mit seinem Handy vor, allerdings nicht, um eine Park-App zu nutzen, sondern um seine Gebühren direkt per Online-Banking zu begleichen – man ist ja flexibel.

Seit dem 18. November können Parkende in Hilden ihre Gebühren per App begleichen. Namen wie EasyPark, Yellowbrick, oder PayByPhone mögen technisch ambitioniert klingen, doch der klassische Münzeinwurf bleibt der Publikumsliebling. Warum? „Ich parke viel zu selten, als dass ich eine App brauche“, heißt es. Oder: „Ich will meine Kontoauszüge nicht nach 20-Cent-Beträgen durchforsten.“ Das klingt nicht nur nachvollziehbar, sondern auch irgendwie charmant.

Doch die Stadt Hilden sieht die Sache pragmatischer. Um Kosten zu sparen, wird es bald keine Bargeldbezahlfunktion mehr geben. Münzfreunde müssen sich wohl oder übel zwischen EC-Karte, Kreditkarte, Online-Banking oder einer Park-App entscheiden. Während die Stadt von sekundengenauer Abrechnung und der Freiheit, die Parkzeit vom Café aus zu verlängern, schwärmt, haben viele Hildener nur eine Sorge: „Noch eine App? Bloß nicht!“

Der Einstieg in die Welt der Park-Apps ist allerdings nicht ganz ohne. Erst registrieren, dann Kennzeichen angeben, Zahlungsoptionen hinterlegen, und all das in einer Welt, in der Betrüger mit gefälschten QR-Codes und Phishing-Mails lauern. Aber keine Sorge, wer ein Knöllchen trotz App-Nutzung kassiert, kann sich an den Betreiber wenden. Die Bürokratie lässt grüßen.

Ob Münze, Karte oder App – eines ist klar: Parken in Hilden wird nie wieder das Gleiche sein. Die Frage bleibt nur, ob die Bürger am Ende über das digitale Parkparadies jubeln oder mit nostalgischer Wehmut dem klimpernden Münzsound hinterhertrauern. Hilden jedenfalls hat die Richtung vorgegeben. Und während die Apps auf ihren großen Durchbruch warten, bleibt den Münzliebhabern noch ein bisschen Zeit – aber nur ein bisschen.

Freitag, 6. Dezember 2024

6.12.2024: 800 Jahre Reformationskirche: Hilden feiert – mit Escape Room und rosa Wänden

Wenn Wände sprechen könnten, dann bräuchte die Reformationskirche in Hilden wahrscheinlich erst mal ein Mikrofon, um ihre 800 Jahre voller Geschichten in die Welt zu posaunen. Seit 1225 steht dieses Bauwerk am Markt und hat mehr erlebt als jede langjährige Kneipe: Morde, Umbauten und – überraschenderweise – eine Zeit, in der es in rosa Putz gehüllt war. Ja, rosa. Das Mittelalter hatte offenbar auch so seine Designer-Aussetzer. Aber keine Sorge, der Putz ist weg, und die Kirche zeigt sich jetzt wieder in ihrer „Back-to-the-Roots“-Bruchsteinoptik, was für das Jubiläum auch irgendwie besser passt.

Apropos Jubiläum: Ein normales „Wir stellen ein paar Stühle raus und singen ein Liedchen“-Fest wäre natürlich zu langweilig gewesen. Stattdessen hat sich die Gemeinde richtig ins Zeug gelegt und eine Party organisiert, die jeden Dorffest-Planer vor Neid erblassen lässt. Ganze 50 Veranstaltungen stehen auf dem Programm. Es gibt Führungen, Filme, Kunst, Konzerte – und, Trommelwirbel, einen Escape Room. Ja, genau: Ein Escape Room in der Kirche. Weil wer schon 800 Jahre überlebt hat, sich ja wohl nicht vor ein paar verschlossenen Türen fürchtet. Die Teilnehmer müssen ein Geheimnis lüften, um sich zu befreien – man darf gespannt sein, ob es um mittelalterliche Intrigen oder doch nur um das Versteck des rosa Putzes geht.

Aber das ist längst nicht alles. Ein interaktives Konzert mit Pianist Dieter Falk? Check. Ein Bibel-Theater, bei dem Schüler Geschichten im neuen Gewand erzählen? Check. Eine Begegnung zwischen Christentum und Islam mit einem Professor für islamische Philosophie? Check. Diese Kirche nimmt ihre Rolle als gesellschaftlicher Mittelpunkt ernst und zeigt, dass ein Bauwerk nicht nur steinalt, sondern auch steinalt und cool sein kann.

Und dann wären da noch die versteckten Details, die sonst niemand sieht: verborgene Plätze, Architektur, die romanische Rundbögen mit gotischen Spitzbögen mixt – und natürlich die Tatsache, dass der Turm, den wir heute bewundern, erst 1695 gebaut wurde, nachdem der ursprüngliche einfach mal eingestürzt ist. Aber hey, wer wird denn nach 800 Jahren so kleinlich sein? Schließlich sind die besten Geschichten die, die ein paar Ecken und Kanten haben – oder in diesem Fall rosa Putz und einen Mord als Startschuss.

Hilden kann jedenfalls stolz sein auf diese Diva aus Stein. Und wer Lust hat, die Reformationskirche von einer ganz neuen Seite kennenzulernen, sollte sich das Jubiläumsjahr nicht entgehen lassen. Herzlichen Glückwunsch, alte Dame, und auf die nächsten 800 Jahre – bitte ohne weiteren rosa Anstrich!



Mittwoch, 4. Dezember 2024

4.12.2024: Hilden und der große Solar-Showdown: Wenn Politik auf Sonnenschein trifft

Willkommen in Hilden, dem kleinen, aber feinen Epizentrum einer hitzigen Debatte, die das Potenzial hat, mehr Energie freizusetzen als der geplante Solarpark selbst. Zwei schnuckelige Grundstücke am Karnap sollen zur Heimat einer riesigen Freiflächen-Photovoltaik-Anlage werden – ein Projekt, das so viele Meinungen hervorruft wie ein Buffet ohne Nachtisch. Was könnte da schon schiefgehen? Spoiler: Eine Menge.

Die erste Hürde wurde im Wirtschafts- und Wohnungsbauförderungsausschuss denkbar knapp übersprungen. Mit acht zu sieben Stimmen wurde beschlossen: „Ja, die Stadtwerke dürfen sich die Flächen genauer anschauen.“ Aber ob das Projekt damit durch ist? Nicht mal ansatzweise. Der Stadtrat muss Mitte Dezember endgültig entscheiden, und bis dahin wird noch fleißig gestritten, diskutiert und – natürlich – Unterschriften gesammelt. Denn wo wäre der Spaß, wenn alle einfach zustimmen würden?

Die Fronten sind klar. Auf der einen Seite stehen die Befürworter, die sich die Zukunft mit strahlender Sonne und grüner Energie vorstellen. 11,1 Megawatt-Peak – das ist genug Strom, um mehr als 3500 Haushalte zu versorgen. Ein echtes Highlight für eine Stadt, die bis 2035 klimaneutral sein will. Die Gegner hingegen befürchten, dass ausgerechnet die letzten freien Grünflächen Hildens jetzt unter einer Armada von Solarmodulen verschwinden könnten. Sie haben Unterschriften gesammelt, Petitionen gestartet und Infostände organisiert – ein Landwirt mittendrin, der um seine Pachtflächen kämpft, als wäre es die letzte Ernte seines Lebens.

Natürlich gibt es Vorgaben. Nicht mehr als 60 Prozent der Fläche sollen mit Modulen bedeckt sein. Der Rest wird hübsch gemacht mit Blühstreifen, Hecken und Sicherheitsabständen, die großzügige fünf Meter betragen. Klingt fast wie ein romantisches Naturparadies – wenn man die riesigen Solarflächen im Hintergrund ignoriert. Doch viele Hildener sehen das Projekt eher als einen Sonnenbrand für die Natur, der selbst mit der besten Sonnencreme nicht zu heilen ist.

Die Debatte erinnert mittlerweile an eine Soap-Opera. Die SPD erklärt, dass man ohne Solarenergie nicht klimaneutral wird, die Grünen wollen die Planung erst mal abwarten, und die FDP findet den Ansatz grundsätzlich falsch – warum fängt man nicht mit einer Machbarkeitsstudie an? Die Bürgeraktion warnt vor zu viel Opfern für die Energiewende und plädiert für mehr Solaranlagen auf Dächern. Klingt vernünftig, wenn man bedenkt, dass die Hildener Skyline nicht gerade mit Wolkenkratzern gespickt ist.

Und was sagen die Stadtwerke? „Das Areal ist ideal!“ Dank vorhandener Versorgungsleitungen wären die Anschlusskosten niedrig. Optimismus pur. Ob der Stadtrat das genauso sieht, bleibt abzuwarten. Vielleicht gibt’s ja ein Weihnachtswunder und alle einigen sich. Aber bis dahin wird die Diskussion weitergehen, als stünden die letzten fünf Meter Freifläche auf dem Spiel.

Egal, wie es ausgeht, eines ist sicher: Dieser Solarpark hat Hilden bereits jetzt mehr elektrisiert als jede Steckdose der Stadt. Und falls er tatsächlich gebaut wird, gibt es vielleicht bald eine neue Touristenattraktion. Schließlich sieht man nicht jeden Tag eine Anlage, die theoretisch 1100 durchschnittliche PV-Anlagen ersetzt. Na dann, Hilden – möge die Sonne mit dir sein!

Dienstag, 3. Dezember 2024

3.12.2024: Kunst to go: Warum Hilden jetzt wie ein Museumsbesuch mit WLAN ist

Stell dir vor, du schlenderst durch Hilden, genießt die frische Luft (okay, vielleicht mit einem Hauch von Autoabgasen) und plötzlich steht sie vor dir: die „Eilige Einkäuferin“. Was geht in ihr vor? Warum diese Eile? Geht es um den Schlussverkauf oder hat sie einfach nur vergessen, dass die Parkzeit gleich abläuft? Gute Nachrichten: Du musst dir darüber nicht länger den Kopf zerbrechen, denn ab sofort verrät dir ein QR-Code alles, was du wissen willst. Willkommen im digitalen Kunst-Zeitalter!

Ja, Hilden hat aufgerüstet. Dank einer finanziellen Starthilfe vom Landschaftsverband Rheinland (LVR) und einer Prise Tech-Savvy kannst du jetzt mit deinem Handy die Geheimnisse der Kunstwerke und Denkmäler lüften. Einfach scannen, lesen und schlauer werden – ganz ohne peinliche Momente, in denen du laut spekulierst, ob der „Gerber“ auf der Mühlenstraße ein Lederhändler war oder einfach nur jemand, der gern in seltsamer Pose rumsteht.

Die Plattform KuLaDig.de listet inzwischen rund 50 Kunstwerke und Baudenkmäler in Hilden – von der Bronzeplastik über Brunnen bis zu Sandsteinstelen (ja, das ist Kunst, keine Baustelle). Und das Beste: Die Infos sind nicht nur nützlich, sondern auch spannend. Okay, vielleicht nicht ganz so spannend wie ein Netflix-Drama, aber hey, man kann nicht alles haben.

Das Konzept „Kunst im Vorbeigehen“ ist simpel, genial und perfekt für alle, die gern multitasken. Stell dir vor, du gehst zum Bäcker, scannst unterwegs ein Kunstwerk und kommst nach Hause mit frischen Brötchen und einer Anekdote über Hildens Stadtgeschichte. Dein Frühstücksgespräch hat noch nie so intellektuell geklungen. „Wusstest du, dass die ‚Sandsteinstelen‘ den Marktplatz unserer Partnerstadt darstellen?“ Zack, kultureller Pro-Tipp!

Dank der unermüdlichen Arbeit von Ute und Rainer Holz sowie Barbara A. Lenartowicz-Senguel kannst du dich jetzt nicht nur als Hilden-Kenner, sondern auch als Kunst-Connaisseur fühlen. Und ganz ehrlich: Wann hattest du das letzte Mal die Chance, beiläufig mit Insiderwissen über einen Pinguinbrunnen zu glänzen? Genau.

Also, schnapp dir dein Smartphone, flaniere durch die Stadt und lass dich überraschen, was Hilden alles zu bieten hat. Und denk daran: Wenn du das nächste Mal an der „Eiligen Einkäuferin“ vorbeiläufst, bist du derjenige, der ganz entspannt ist – denn du weißt jetzt, worum es geht. Kunst genießen war noch nie so einfach. Oder, wie die „Eilige Einkäuferin“ sagen würde: „QR-Code scannen, Leute, ich habe keine Zeit!“

Montag, 2. Dezember 2024

2.12.2024: Türchen öffnen und Gutes tun: Wie der Lions-Adventskalender in Hilden und Haan die Weihnachtszeit rettet

Es gibt zwei Sorten Menschen in der Vorweihnachtszeit: Die einen rennen panisch durch die Stadt, um Geschenke zu besorgen, die anderen sitzen gemütlich auf dem Sofa und öffnen ihre Adventskalendertürchen. Zugegeben, die zweite Gruppe hat es besser. Und wenn Sie sich jetzt denken, „Warum sollte ich mich zwischen Glühwein und Geschenke-Kaufstress für einen Adventskalender entscheiden?“, dann haben die Lions Clubs in Hilden und Haan die perfekte Antwort: Weil es nicht nur um Schokolade geht, sondern um Gewinne und den guten Zweck. Klingt wie Weihnachten, oder?

Die Lions-Adventskalender sind nicht nur hübsch anzusehen, sondern auch eine kleine Wundertüte: Hinter jedem Türchen verstecken sich Gewinne, von Sachpreisen bis zu barem Geld. In Hilden gibt es Preise im Wert von über 21.000 Euro, in Haan immerhin 270 Überraschungen, die darauf warten, einen Besitzer glücklich zu machen. Und weil es in der Vorweihnachtszeit um Gerechtigkeit geht – schließlich soll jeder seine Chance bekommen – landen die Gewinnnummern unter notarieller Aufsicht in der Lostrommel. Fairer als beim Wichteln mit der Familie!

Doch das Beste kommt noch: Während Sie hoffen, dass Ihre Kalendernummer gezogen wird, machen Sie bereits etwas Gutes. Der Erlös des Hildener Kalenders fließt in den Ausbau eines Kinderheims, das im kommenden Jahr erweitert wird – weil Weihnachten schließlich auch für die Kleinsten leuchten soll. In Haan wird der Gewinn auf mehrere Projekte verteilt, darunter eine neue Cageball-Anlage. Keine Ahnung, was Cageball ist? Egal, Hauptsache die Kids lieben es!

Wer jetzt denkt, „Klingt super, aber ich habe keinen Kalender mehr bekommen!“, dem sei gesagt: Kein Grund zur Panik! In Hilden gibt’s Restexemplare auf dem Weihnachtsmarkt vor dem Bürgerhaus – Glühwein inklusive. In Haan wartet der Kalender an Orten wie der Bergischen Apotheke oder bei Friseur Sergio. Also los, schnappen Sie sich ein Exemplar, bevor die anderen schneller sind!

Ach ja, falls Sie die Gewinnzahlen suchen: Die Rheinische Post hat alles im Griff. Täglich werden die Nummern online veröffentlicht (außer am Wochenende, denn auch Notare brauchen Pause), und samstags gibt’s den Überblick in der Zeitung. Damit bleibt die Spannung bis zum letzten Türchen erhalten – ganz ohne Stress.

Also, liebe Weihnachtsfans, machen Sie mit: Ein bisschen Glück für sich, ein großes Geschenk für andere und jede Menge Weihnachtsstimmung obendrauf. Die Lions-Adventskalender beweisen, dass Vorfreude und Wohltätigkeit bestens zusammenpassen. Türchen auf und Daumen drücken!

Sonntag, 1. Dezember 2024

1.12.2024: Hildener Weihnachtszauber: Glühwein, Grünkohl und eine Prise Vereinsleben

Es ist diese Zeit des Jahres, in der Hilden nicht nur von Lichterketten, sondern auch von einer unvergleichlichen Wärme erfüllt ist – nein, nicht vom Glühwein, sondern vom weihnachtlichen Gemeinschaftsgeist. Der Weihnachtsmarkt in Hilden ist nämlich kein schnöder Kommerz-Hotspot, sondern ein echtes Herzensprojekt der Bürger. Hier zeigt sich: In Hilden schlägt das Herz des Weihnachtszaubers in den Vereinen.

Schon Tage vor der Eröffnung wuseln Ehrenamtliche wie Weihnachtswichtel durch die Innenstadt. Buden werden gezimmert, ein Baum wird geschmückt, und das Bürgermeisterbüro verwandelt sich in eine Schaltzentrale für Glühweintaktiken und Bühnenprogramme. Und siehe da: Pünktlich zum Start am Freitag strömten die Menschen auf die Mittelstraße. Bei kühlem, aber sonnigem Wetter hieß es dann endlich: „Auf geht’s in den Budenzauber!“

Mit 76 Ständen, darunter 35 Vereinen und sechs Schulen, kann sich Hilden sehen lassen. Besonders charmant: Die Feuerwehr Hilden, die nicht nur Löschzüge, sondern auch Grünkohl und Glühwein an den Start bringt. „Das hält die Truppe zusammen“, sagt Kamerad Giuseppe Stricagnoli und beweist, dass Teamspirit und Grünkohl eine unschlagbare Kombi sind. Ein paar Meter weiter sammeln Zehntklässler der Wilhelmine-Fliedner-Schule fleißig für ihre Abschlussfeier. Currywurst und selbst gebackene Kekse sollen die Kasse füllen – schließlich wartet in Solingen ein DJ darauf, die Bude zu rocken.

Am Alten Markt gab Bürgermeister Claus Pommer derweil den Startschuss. Mit einem Augenzwinkern und viel Weihnachtsflair bedankte er sich bei den Vereinen, die aus dem Weihnachtsmarkt etwas ganz Besonderes machen. Kurz darauf ging es musikalisch mit „Soulful Christmas“ weiter – und der Name war Programm.

Kulinarisch lässt der Weihnachtsmarkt keine Wünsche offen. Ob klassische Reibekuchen mit Apfelmus, argentinische Empanadas oder philippinische Spezialitäten – hier wird nicht nur der Gaumen, sondern auch der Bauch weihnachtlich beschenkt. Und natürlich dürfen auch die süßen Sünden nicht fehlen: Von Churros über gebrannte Mandeln bis hin zu Crêpes wird alles geboten, was den Zuckerhaushalt in den Himmel schnellen lässt.

Apropos Glühwein: Der fließt in Hilden in Strömen. Für drei Euro (mit Schuss ein Euro extra) kommt man hier schon in den Genuss von heißer Vorfreude im Becher. Ein Highlight ist der slowenische Glühwein – welcher Gewürz-Zauber sich darin versteckt, bleibt ein streng gehütetes Geheimnis. Aber sind wir ehrlich: Geheimnisse schmecken immer ein bisschen besser.

Das Wetter verspricht auch am Wochenende perfekt zu bleiben – knackig kalt, aber sonnig. Und während man so über den Markt schlendert, den Klängen eines Saxophons lauscht und vielleicht noch einen zweiten (oder dritten) Glühwein genießt, wird eines klar: Der Hildener Weihnachtsmarkt ist nicht einfach nur ein Markt. Er ist ein Fest, eine Begegnungsstätte und ein Stück Heimat.

Also, liebe Hildener, packt euch warm ein, lasst die Alltagssorgen zu Hause, und taucht ein in den Weihnachtszauber. Denn wie sagt man so schön? Weihnachten ist das Fest der Liebe – und in Hilden spürt man diese Liebe in jeder weihnachtlich geschmückten Ecke.