Freitag, 15. Mai 2026

15.5.2026: Grundsteuer in Hilden: Wenn alle zuständig sind, aber keiner den Kassenbon haben will

In Hilden geht es mal wieder um die Grundsteuer. Das ist dieses Thema, bei dem viele Menschen schon beim ersten Satz innerlich aussteigen, aber spätestens beim Steuerbescheid wieder hellwach werden. Denn Grundsteuer klingt zwar nach Verwaltung, Hebesatz und kommunaler Finanzmechanik, fühlt sich am Ende aber sehr praktisch an: im Portemonnaie.

Ludger Reffgen, Fraktionsvorsitzender der BA/Piraten im Hildener Stadtrat, sieht sich nun durch den Deutschen Städtetag bestätigt. Der fordert in der verfahrenen Lage Unterstützung vom Land. Und Reffgen sagt sinngemäß: Genau das habe man doch kommen sehen. Hilden und andere Städte hätten sich bei der Festsetzung der Grundsteuer mit differenzierten Hebesätzen für Wohnen und Nichtwohnen auf Empfehlungen des Landes eingelassen. Dann gab es vor Gericht eine Schlappe. Und jetzt stehe die Kommune da wie jemand, der nach Navi gefahren ist, im Feldweg steckt und vom Navi hört: „Bitte wenden, wenn möglich.“

Die Sache ist deshalb so heikel, weil die Grundsteuer jeden betrifft. Eigentümer zahlen sie direkt, Mieter meistens indirekt über die Nebenkosten. Sie ist also keine abstrakte Rechenübung für Menschen mit Aktentasche und Tabellenliebe, sondern eine dieser Abgaben, die am Ende erstaunlich zuverlässig ihren Weg in fast jeden Haushalt findet. Man kann sie ignorieren wie den Stapel Papier auf dem Küchentisch, aber irgendwann liegt sie ganz oben.

Reffgen findet, das Land dürfe sich nun nicht einfach aus der Verantwortung schleichen. Das Bild ist hübsch: Das Land, wie es mit hochgezogenem Kragen, Sonnenbrille und unauffälligem Schritt Richtung Ausgang geht, während die Städte mit den Steuerbescheiden in der Hand zurückbleiben. „War was?“ fragt das Land möglicherweise noch, während im Rathaus jemand hektisch nach der juristisch haltbaren Lösung sucht.

Besonders ärgert Reffgen offenbar, dass der Hildener Stadtrat sich nicht einmal darauf verständigen konnte, den Bürgermeister damit zu beauftragen, dem Finanzminister die Erwartungshaltung der Stadt klarzumachen. Das klingt nach einem Satz, der in seiner ganzen kommunalpolitischen Schönheit nur in deutschen Rathäusern entstehen kann. Übersetzt heißt es ungefähr: Man hätte gemeinsam sagen können, dass Düsseldorf sich bitte bewegen soll. Stattdessen bewegte sich wohl vor allem die parteipolitische Grundsortierung.

Und genau da wird es typisch lokalpolitisch. Denn wenn es kompliziert wird, entdecken alle Seiten plötzlich sehr sorgfältig, was aus ihrer jeweiligen Perspektive „sachlich geboten“ ist. Die einen wollen Druck aufs Land machen, die anderen sind vorsichtig, wieder andere prüfen, vertagen oder schauen so ernst, dass man fast glaubt, irgendwo müsse gleich ein Flipchart erscheinen. Währenddessen fragen sich Bürgerinnen und Bürger, ob am Ende wieder sie diejenigen sind, die für das politische Durcheinander zahlen. Spoiler: Diese Sorge ist im Zusammenhang mit Steuern selten völlig aus der Luft gegriffen.

Dabei wäre es durchaus verständlich, wenn die Stadt beim Land anklopft. Wenn Kommunen einer Empfehlung folgen und anschließend juristisch im Regen stehen, darf man schon erwarten, dass der Schirm nicht plötzlich „leider nicht zuständig“ sagt. Natürlich ist Verwaltung selten so einfach wie ein kaputter Wasserkocher mit Garantiebeleg. Aber wer politische Leitplanken aufstellt, sollte nachher nicht überrascht tun, wenn jemand gegen eine davon gefahren ist.

Die Grundsteuer bleibt damit ein Thema, das niemand besonders liebt, aber alle betrifft. In Hilden steht nun die Frage im Raum, wer die Verantwortung übernimmt, wer Druck macht und wer am Ende nur bedauernd nickt. Reffgen jedenfalls will das Land nicht aus der Nummer entlassen. Und man kann ihm zumindest in einem Punkt schwer widersprechen: Schulterzucken ist keine Finanzpolitik. Es ist höchstens Gymnastik für Menschen, die keine Rechnung bezahlen möchten.

Donnerstag, 14. Mai 2026

14.5.2026: Hildens Fahrradboxen: Graue Container mit großem Sicherheitsbedürfnis

In Hilden stehen sie herum wie kleine Garagen für Zweiräder, nur ohne Rasenteppich und ohne Gartenzwerg: die Fahrradboxen an den beiden S-Bahnhöfen. Insgesamt 181 Stück hat die Stadt dort aufgestellt, damit Pendlerinnen und Pendler ihr Rad nicht einfach dem Schicksal, dem Wetter oder besonders kreativen Gelegenheitsdieben überlassen müssen. Man könnte auch sagen: Hilden bietet betreutes Wohnen fürs Fahrrad.

Im Jahr 2025 waren 90 dieser 181 Boxen belegt. Das klingt zunächst nach einer sehr ordentlichen Zahl, bis man merkt: Das ist knapp die Hälfte. Also stehen ungefähr genauso viele Boxen leer, wie belegt sind. Hilden hat damit nicht nur Fahrradboxen, sondern auch stille Reservekapazitäten für eine mögliche Zweirad-Invasion. Sollte also eines Tages halb Düsseldorf beschließen, mit dem Rad nach Hilden zu kommen und von dort die S-Bahn zu nehmen: Wir wären vorbereitet.

Besonders beliebt ist offenbar der S-Bahnhof Hilden Süd. Dort stehen 113 Boxen, also der Löwenanteil der grauen Mini-Bunker. Im Jahr 2025 waren davon 68 belegt, was einer Auslastung von 60 Prozent entspricht. In diesem Jahr sind es bisher 60 Boxen, also 53 Prozent. Das ist zwar etwas weniger, aber immer noch deutlich mehr Betrieb als an manchem Montagmorgen im heimischen Kopf. Am S-Bahnhof Hilden selbst sieht es dagegen gemütlicher aus. Dort gibt es 67 Fahrradboxen, 2025 waren davon 22 belegt. Eine Auslastung von 32 Prozent. In diesem Jahr sind es immerhin 30 belegte Boxen, also 45 Prozent. Der Bahnhof Hilden holt also auf. Langsam, aber entschlossen. So wie jemand, der sein Fahrrad aus dem Keller trägt und dabei feststellt, dass beide Reifen platt sind.

Preislich ist das Angebot durchaus charmant. Eine Fahrradbox kostet 40 Euro im Jahr oder 3,50 Euro im Monat. Das ist weniger als viele Menschen inzwischen für einen Kaffee bezahlen, wenn sie aus Versehen „Hafermilch“, „extra Shot“ und „irgendwas mit Karamell“ sagen. Dazu kommt einmalig eine Kaution von 50 Euro. Dafür bekommt das Fahrrad ein eigenes kleines Zuhause am Bahnhof. Sicher, trocken und vermutlich mit mehr Privatsphäre als manche Großstadtwohnung.

Die Idee dahinter ist natürlich sinnvoll: Wer mit dem Rad zum Bahnhof fährt und dann mit der S-Bahn weiterpendelt, möchte sein Fahrrad am Abend möglichst vollständig wiederfinden. Also mit Sattel, Rädern und dem guten Gefühl, dass der Tag wenigstens in dieser Hinsicht keine Überraschung bereithält. Fahrradboxen sind da die bodenständige Antwort auf die große Frage moderner Mobilität: Wie komme ich umweltfreundlich zur Bahn, ohne mein Rad anschließend in mehreren Einzelteilen bei Kleinanzeigen wiederzuerkennen?

Dass die Auslastung zwischen den beiden Bahnhöfen so unterschiedlich ist, zeigt: Auch Fahrradboxen haben offenbar Lage, Lage, Lage. Hilden Süd scheint für viele Radpendler der attraktivere Standort zu sein. Vielleicht liegt es an den Wegen, vielleicht an den Gewohnheiten, vielleicht auch daran, dass manche Menschen zu ihrem Bahnhof eine Beziehung pflegen wie andere zu ihrem Lieblingsbäcker. Man geht eben dahin, wo man sich auskennt. Und wo das Rad nachts nicht frieren muss.

Wer nun Lust bekommen hat, seinem Fahrrad ein eigenes abschließbares Appartement zu gönnen, kann sich an das Bürgerbüro der Stadt Hilden wenden. Dort wartet vermutlich kein Makler mit Exposé und Grundriss, aber immerhin eine praktische Lösung für alle, die ihr Rad sicher unterbringen möchten. Und seien wir ehrlich: Für 40 Euro im Jahr findet man in Hilden sonst kaum noch etwas mit Tür, Dach und Bahnhofsnähe.

Mittwoch, 13. Mai 2026

13.5.2026: Hilden spielt Schach, rettet Brötchen und nebenbei die Demokratie

Es gibt Tage, da möchte man eigentlich nur kurz zum Friseur. Ein bisschen Spitzen schneiden, vielleicht einmal fragen, ob „nur die Seiten“ wirklich noch als Frisur durchgeht, und dann wieder nach Hause. Und dann steht man plötzlich mitten in Hilden auf einem Aktionstag des Ehrenamts, das Kind baut beim Imkerstand ein Holzhäuschen, schießt beim Schützenverein, spielt zwanzig Minuten hochkonzentriert Schach und kommt mit einem Aktionspass voller Stempel zurück. So schnell kann aus „Wir gehen mal eben Haare schneiden“ ein kommunalpolitisch wertvoller Familienausflug werden.

Adrian, zehn Jahre alt, war eines dieser Kinder, die an solchen Tagen beweisen, dass Neugier in Hilden offenbar nicht ausgestorben ist. Beim Schachverein 1922 Hilden setzte er sich ans Brett und spielte gegen Christine Woodford, die seit drei Jahren als Trainerin dabei ist. Nach der Partie bekam er nicht etwa ein trockenes „Gut gemacht“, sondern ein Lob mit pädagogischer Eleganz: Er habe richtig toll gespielt und hätte sicher gewonnen, wenn er alle Grundregeln gekannt hätte. Das ist ungefähr die charmanteste Art, jemandem zu sagen: „Du warst super, aber der Turm zieht leider nicht wie ein besonders entschlossener Staubsauger.“

Adrian nahm es sportlich. Schach gefiel ihm, besonders die Strategie. Dass er bereits Schlagzeug spielt und Fußball macht, zeigt allerdings: Sein Terminkalender ist vermutlich voller als der mancher Erwachsener, die schon überfordert sind, wenn Müllabfuhr und Zahnarzt in dieselbe Woche fallen. Vater Michael zeigte sich offen dafür, die neue Freizeitaktivität irgendwie unterzubringen. Man kennt das: Montag Fußball, Mittwoch Schlagzeug, Freitag Schach, Samstag Turnier, Sonntag Eltern in stabiler Seitenlage.

Beim Hildener Schachverein gibt es rund 100 Mitglieder, allerdings noch immer zu wenige Mädchen. Das bedauerten Peter Krause, der seit 1969 als Trainer und Pressewart aktiv ist, und Cordula Hinrichs, Mannschaftsführerin im Verein. Dabei ist Schach eigentlich ideal: Alter und Geschlecht sind egal, Hauptsache, man kann sich konzentrieren und verwechselt den König nicht mit einer besonders eitlen Dame. Ab sechs Jahren könne man anfangen, vorher seien Kinder oft noch zu verspielt. Wobei man fairerweise sagen muss: Auch Erwachsene sind gelegentlich verspielt, nur nennen sie es dann „Taktikbesprechung“ oder „Ich habe den Zug genau so geplant“.

Gleich nebenan wurde nicht nur geistige Nahrung geboten, sondern auch echte. Beim Foodsharing-Stand durfte sich jeder bedienen: Obst, Gemüse, Backwaren, Süßigkeiten. Also im Grunde das Paradies, nur ohne Schlange an der Supermarktkasse und ohne die eine Person, die beim Bezahlen erst nach der Kundenkarte sucht, als hätte sie sie zuletzt 2007 in einer Berghütte gesehen. Die Initiative macht deutlich, dass Lebensmittel nicht automatisch Müll sind, nur weil ein Mindesthaltbarkeitsdatum beleidigt abgelaufen ist. Vieles ist noch genießbar, landet aber trotzdem in der Tonne. Foodsharing Hilden will genau das verhindern.

Hinter dem Rathaus steht normalerweise ein Fahrrad mit Boxen, in die noch gute Lebensmittel gelegt und aus denen handelsübliche Mengen mitgenommen werden können. Und wichtig: Das Angebot richtet sich nicht nur an Bedürftige, sondern an alle, die Essen retten möchten. Miriam Wildermann erklärte, dass Foodsharing eng mit der Tafel zusammenarbeitet und nur Lebensmittel rettet, für die dort kein Bedarf besteht. Niemandem wird etwas weggenommen. Das ist eine wichtige Botschaft, gerade in Zeiten, in denen manche schon beim letzten Laugenbrötchen im Bäckerkorb gesellschaftliche Verteilungskämpfe wittern.

Rund 22 Betriebe in Hilden und weitere in der Region machen bereits mit, darunter Bäckereien und Supermärkte. Sie geben Waren ab, die zu viel bestellt wurden, kurz vor oder schon nach dem Mindesthaltbarkeitsdatum stehen oder aus dem Sortiment verschwinden, weil die nächste Angebotswelle anrollt. Man könnte sagen: Foodsharing ist die zweite Chance für Brote, Bananen und Müsliriegel. Und manchmal auch für Menschen, die beim Anblick kostenloser Backwaren plötzlich sehr demütig werden.

Doch der Aktionstag hatte nicht nur Schachzüge und gerettete Teilchen zu bieten, sondern auch klare Haltung. Die „Omas gegen Rechts“ waren ebenfalls vertreten. Seit acht Jahren setzen sie sich für Demokratie und Menschenrechte ein. Susanne Leupold-Zekorn berichtete von einer überparteilichen Gruppe mit etwa 25 Aktiven, darunter auch einige Männer. Jeden zweiten Montag im Monat wird beraten, geplant und vermutlich auch gelegentlich sehr entschieden festgestellt, dass Demokratie kein Selbstläufer ist, sondern eher wie ein Schrebergarten: Wenn man sich nicht kümmert, wächst irgendwann etwas, das man ganz sicher nicht gepflanzt hat.

Die „Omas gegen Rechts“ demonstrieren regelmäßig, unter anderem vor dem Landtag in Düsseldorf. Sie zeigen, dass politisches Engagement keine Altersgrenze kennt und dass man mit Erfahrung, Ausdauer und klarer Kante ziemlich viel bewegen kann. Wer beim Wort „Oma“ nur an Häkeldeckchen denkt, hat offensichtlich noch nie erlebt, wie entschlossen Menschen sein können, die schon mehrere Jahrzehnte Familienfeiern, Behördenformulare und Diskussionen über Kartoffelsalat überstanden haben.

Am Ende zeigte der Aktionstag vor allem eines: Ehrenamt in Hilden ist kein verstaubtes Vereinsheim mit lauwarmem Filterkaffee, sondern bunt, lebendig und erstaunlich vielseitig. Da wird gedacht, gebaut, gerettet, diskutiert, gestempelt und gelobt. Kinder entdecken neue Hobbys, Erwachsene neue Initiativen und Lebensmittel neue Hoffnung. Und irgendwo zwischen Schachbrett, Foodsharing-Kiste und Demokratieschild merkt man: Eine Stadt funktioniert nicht nur durch Verwaltung, Straßenlaternen und pünktliche Müllabfuhr. Sie funktioniert durch Menschen, die sagen: „Ich mach da mit.“

Das Problem bleibt natürlich: Ehrenamt braucht Leute. Nicht nur die, die schon immer da sind und vermutlich selbst dann noch den Stand aufbauen würden, wenn ihnen ein Orkan quer über den Ellenbogen pustet. Es braucht neue Gesichter, neue Hände, neue Ideen. Mädchen im Schachverein, Foodsaver mit Fahrradtaschen, Demokratiefreunde mit wetterfester Jacke und Menschen, die beim Satz „Da müsste mal jemand…“ nicht sofort verschwinden, sondern vielleicht fragen: „Wann geht’s los?“

Hilden hat an diesem Tag gezeigt, dass Engagement nicht trocken sein muss. Es kann strategisch sein wie Schach, nachhaltig wie Foodsharing und unbequem wichtig wie eine Demo gegen Rechts. Und manchmal beginnt es eben ganz harmlos mit einem Friseurbesuch. Man geht los, um die Haare schneiden zu lassen, und kommt zurück mit einem gebastelten Häuschen, zwei Stempeln, neuen Ideen und der Erkenntnis: Diese Stadt hat mehr Ehrenamt, als man zwischen Pony und Dauerwelle erwartet hätte.

Dienstag, 12. Mai 2026

12.5.2026: Neues Wohngebiet in Hilden: Wenn 90 Wohnungen auf 35 sehr entschlossene Nachbarn treffen

In Hilden wird geplant, diskutiert und offenbar auch schon innerlich sehr kräftig mit dem Kopf geschüttelt. Die Stadt möchte am östlichen Rand des Zentrums ein neues Wohngebiet ermöglichen – doch bei der Bürger-Informationsveranstaltung zum Bebauungsplan „165 A“ im Hildener Bürgersaal zeigte sich schnell: Zwischen städtebaulichem Konzept und nachbarschaftlicher Begeisterung liegt ungefähr so viel Platz wie zwischen zwei Autos in einer viel zu engen Parklücke.

Gut 35 Grundstücksbesitzer, Mieter und Anwohner waren gekommen, um sich anzuhören, was die Stadt im Bereich Walder Straße und Kirchhofstraße vorhat. Dort, wo heute unter anderem ein Garagenhof, eine Autowerkstatt und ein altes, eingezäuntes Gebäude der Wohnungsbaugesellschaft Hilden stehen, könnten nach den Vorstellungen der Stadt künftig fünf Mehrfamilienhäuser, vier Doppelhäuser und drei Einzelhäuser entstehen. Insgesamt hält Hilden 70 bis 90 Wohneinheiten für möglich. Das klingt nach dringend benötigtem Wohnraum, nach Nachverdichtung im Innenbereich und nach der schönen Vorstellung, dass man die Fußgängerzone tatsächlich zu Fuß erreichen kann. Es klingt aber für manche Anwohner offenbar auch nach: Hilfe, wo soll ich dann parken?

Die Stimmung im Saal war entsprechend wenig „Willkommen im neuen Quartier“ und eher „Bitte treten Sie langsam vom Bebauungsplan zurück“. Technischer Beigeordneter Peter Stuhlträger hatte wohl schon geahnt, dass die Veranstaltung kein gemütlicher Städtebau-Kaffeeklatsch wird. Doch die Wucht der Ablehnung dürfte selbst erfahrene Planungsmenschen daran erinnert haben, dass PowerPoint-Folien zwar vieles können, aber keine Parkplatzsorgen wegzaubern.

Einer der größten Kritikpunkte war genau das: die Parkplatznot. Viele Anwohner sehen schon heute kaum noch Platz für ihre Autos. Wenn dann auch noch der vorhandene Garagenhof verschwindet und gleichzeitig neue Bewohnerinnen und Bewohner einziehen, wird aus Sicht der Kritiker aus dem Wohngebiet schnell ein Suchgebiet. Ein Anwohner fragte sinngemäß, ob man demnächst einen Kilometer entfernt von der eigenen Haustür parken müsse. Die Antwort der Stadt, 300 Meter seien durchaus zumutbar, dürfte im Saal vermutlich nicht zu spontanen Dankesbekundungen geführt haben. In Hilden ist 300 Meter schließlich nicht nur eine Strecke, sondern je nach Einkaufstasche, Regenlage und Laune eine kleine Expedition.

Auch der Inhaber der dort ansässigen Autowerkstatt machte deutlich, dass er seine Zukunft nicht unbedingt in einem Umzugskarton sieht. „Ich will hier nicht weg“, lautete seine klare Botschaft. Und manchmal ist Stadtplanung eben auch genau das: ein großes Konzept trifft auf einen Menschen, der sagt, dass sein Betrieb kein verschiebbarer Legostein ist.

Dabei ist das Vorhaben noch lange nicht spruchreif. Einen Investor gibt es nicht, eigene Grundstücke besitzt die Stadt im Plangebiet ebenfalls nicht. Nur einige wenige Flächen gehören der Wohnungsbaugesellschaft Hilden. Damit tatsächlich gebaut werden kann, braucht es also die Zustimmung oder Verkaufsbereitschaft der heutigen Eigentümer. Und die scheint derzeit ungefähr so ausgeprägt zu sein wie die Lust, samstags freiwillig ins Bürgerbüro zu gehen, wenn man auch auf dem Sofa liegen könnte.

Trotzdem möchte die Stadt mit dem Bebauungsplan einen Rahmen schaffen. Peter Stuhlträger erklärte, der Plan sei ein Angebot – nicht unbedingt für morgen, sondern vielleicht auch für die Kinder oder Enkel der heutigen Eigentümer, falls diese in zehn oder 20 Jahren doch verkaufen wollen. Das klingt ein bisschen nach Stadtplanung mit Langzeitgedächtnis: Heute wird gestritten, übermorgen wird geprüft, und irgendwann entscheidet vielleicht jemand, dass der alte Garagenhof nun doch ein Wohnhaus werden darf.

Zwischendurch stand sogar das Wort Enteignung im Raum, das bei Bürgerveranstaltungen ungefähr dieselbe beruhigende Wirkung hat wie „technischer Defekt“ kurz vor dem Abflug. Planungsamtsleiter Martin Barnat erklärte jedoch, er könne sich an kein vergleichbares Projekt erinnern, bei dem tatsächlich jemand enteignet worden sei. Das dürfte zumindest etwas Druck aus dem Kessel genommen haben, auch wenn der Satz „Lassen Sie die Leute doch in Frieden“ aus dem Publikum wohl ziemlich gut zusammenfasst, wie groß die Skepsis weiterhin ist.

Geplant ist die Erschließung des möglichen neuen Wohngebiets über eine Planstraße von der Walder Straße aus sowie eine neue Stichstraße an der Kirchhofstraße. Vorgesehen sind außerdem 97 Pkw-Stellplätze, die meisten oberirdisch, einige in einer Tiefgarage. Ob diese Zahl die Parkplatzseele der Nachbarschaft beruhigt, darf allerdings bezweifelt werden. Denn wer schon heute das Gefühl hat, jeden Abend an einer urbanen Version von „Reise nach Jerusalem“ teilzunehmen, wird bei zusätzlichen Wohnungen vermutlich nicht spontan in Jubel ausbrechen.

Noch können Bürgerinnen und Bürger ihre Meinung einbringen. Die Unterlagen sind seit dem 7. Mai online unter hilden.de/bplan165A einsehbar. Nach der Informationsveranstaltung besteht 14 Tage lang die Möglichkeit, Stellungnahmen und Anregungen einzureichen, entweder per E-Mail an [planung@hilden.de](mailto:planung@hilden.de) oder per Brief an das Planungs- und Vermessungsamt der Stadt Hilden, Am Rathaus 1, 40721 Hilden, mit dem Stichwort BP165A. Danach werden die Eingaben geprüft und gegebenenfalls in die Planung aufgenommen. Anschließend folgt eine weitere öffentliche Auslegung. Wer also dachte, ein Bebauungsplan sei eine schnelle Sache, lernt hier: In der Stadtplanung ist selbst „demnächst“ ein dehnbarer Begriff.

Bis der Stadtrat am Ende tatsächlich über den Plan entscheidet, dürften laut Planungsamt mindestens zweieinhalb Jahre vergehen. Es bleibt also genug Zeit für weitere Diskussionen, neue Stellungnahmen, alte Sorgen, frische Argumente und vermutlich noch einige Gespräche darüber, ob 300 Meter Fußweg wirklich zumutbar sind. Sicher ist nur: In Hilden wird nicht einfach gebaut. In Hilden wird vorher gründlich gerungen, gerechnet, protestiert und geplant. Und manchmal reicht schon die Aussicht auf 90 neue Wohnungen, damit ein Garagenhof plötzlich zum emotionalen Mittelpunkt der Stadtentwicklung wird.

Montag, 11. Mai 2026

11.5.2026: Hilden holt die Kunst aus dem Versteck: Wenn Buddha, Hirsch und goldener Hase Ausgang bekommen

In Hilden passiert gerade etwas, das man sonst eher aus Familienkellern kennt: Dinge, die lange irgendwo schlummerten, werden endlich wieder ans Licht geholt. Nur geht es diesmal nicht um alte Campingstühle, Weihnachtsdeko von 1998 oder das mysteriöse Kabel, von dem niemand mehr weiß, wozu es gehört. Nein, die Stadt Hilden zeigt verborgene Schätze aus ihrer eigenen Kunstsammlung – und die können sich deutlich besser sehen lassen als ein Karton mit der Aufschrift „Vielleicht noch wichtig“.

Unter dem Titel „Kunst für alle – rausgeholt“ präsentiert die Städtische Galerie im Bürgerhaus eine Auswahl aus dem städtischen Kunstbesitz. Und gleich vorweg: Es handelt sich nicht um vergessene Staubfänger, die man beim Aufräumen hinter dem Kopierer gefunden hat. Vielmehr möchte die Ausstellung zeigen, wie vielfältig das künstlerische Schaffen in Hilden und darüber hinaus ist. Die Stadt besitzt nämlich mehrere Hundert Werke: Gemälde, Zeichnungen, Grafiken, Fotografien und sogar einige Skulpturen. Kurz gesagt: Hilden hat mehr Kunst im Haus, als manche Menschen Tassen im Küchenschrank – und das will etwas heißen.

Kuratorin Sandra Abend, im Hildener Kulturamt für Bildende Kunst zuständig, hat für die Ausstellung Werke ausgewählt, die sie besonders inspirierend fand. Dabei geht es nicht nur darum, Bilder an die Wand zu hängen und dann ehrfürchtig davor zu stehen, während man versucht, klug zu gucken. Die Arbeiten werden in einen spannenden Zusammenhang gesetzt und erzählen etwas über die Kunstgeschichte der Stadt, über Künstlerinnen und Künstler, die Hilden geprägt haben, und über die Frage, was eigentlich alles in einer kommunalen Sammlung stecken kann.

Und da steckt einiges drin. Zur Ausstellung lädt symbolisch ein freundlicher grüner Buddha des japanischen Künstlers Tetsuya Ishida ein, der 1998 in Hilden ausgestellt hat. Wer also bislang dachte, Buddha sei vor allem für innere Ruhe zuständig, lernt hier: Er kann auch sehr höflich zur Kunstbetrachtung bitten. Ebenfalls mit von der Partie ist ein Hirsch von Günter Kuschmann, der sonst im Büro von Bürgermeister Claus Pommer seine Magie verbreitet. Ein erleuchteter Hirsch im Bürgermeisterbüro – das klingt fast so, als würde er still darüber wachen, dass in Sitzungen niemand den Überblick verliert.

Die Sammlung ist über viele Jahre gewachsen, früher auch durch Ankäufe, später durch Schenkungen und Nachlässe. Angesichts der aktuellen Finanzlage der Stadt ist für neue Kunstkäufe allerdings kaum noch Spielraum. Umso erfreulicher ist es, dass der Düsseldorfer Fotokünstler Stephan Kaluza der Hildener Sammlung in diesem Jahr drei Fotografien aus seinem Rheinprojekt „Von der Quelle bis zur Mündung“ zur Verfügung gestellt hat. Das ist nicht nur großzügig, sondern passt auch gut ins Rheinland: Wenn schon kein Geldfluss, dann wenigstens Rheinfluss.

In der Ausstellung begegnet man bekannten Namen wie Otto Piene, K.O. Götz, Hans-Joachim Uthke oder Albert Engstfeld. Aber auch Künstlerinnen und Künstler mit enger Verbindung zur Hildener Kunstszene sind vertreten, darunter Karin Dörre, Dominik Hebestreit, Mehrdad Rashidi, Werner Reuber oder Christiane Strzyzewski-Stals. Hildens Kunstgeschichte wurde dabei nicht nur von Einzelpersonen geprägt, sondern auch von Künstlervereinen wie Art-Ig und H6 sowie vom Austausch mit Prager Künstlern. Man merkt: In Hilden wurde nicht nur gesammelt, sondern offenbar auch fleißig vernetzt, geschaffen und ausgestellt.

Besonders charmant klingt auch der goldene Hase von Ottmar Hörl, der zugleich an Albrecht Dürer und Joseph Beuys erinnert. Ein goldener Hase mit kunsthistorischem Doppelauftrag – das muss man erst einmal hinbekommen. Und dann wäre da noch Charles Wilp, dessen „Werbebild“ von Mel Ramos inspiriert ist. Im Treppenaufgang des alten Rathauses wartet außerdem „Spacy Lucy“ auf neugierige Blicke. Schon der Name klingt so, als könne man beim Vorbeigehen kurz vergessen, dass man eigentlich nur einen Verwaltungsflur entlangläuft.

Neben den ausgestellten Werken gibt es auch einen interaktiven Teil, der auf Kunst im öffentlichen Raum in Hilden aufmerksam macht. Denn Kunst steht nicht nur in Galerien, hängt nicht nur in Büros und schlummert nicht nur in Depots. Manchmal begegnet sie einem draußen, mitten in der Stadt, ganz ohne Eintrittskarte und ohne dass jemand flüstert: „Bitte nicht anfassen.“

Die Idee zu „Kunst für alle“ geht auf eine Anregung der Bürgeraktion zurück, die bereits vor einigen Jahren im Kulturausschuss aufgegriffen wurde. Ziel war es, Werke aus der stadteigenen Sammlung einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Nun ist es so weit: Die häufig in Depots aufbewahrten Arbeiten dürfen raus, und die Hildenerinnen und Hildener dürfen sehen, was ihre Stadt da eigentlich alles besitzt.

Die Ausstellung wurde am Donnerstag, 7. Mai, in der Städtischen Galerie im Bürgerhaus eröffnet. Zu sehen ist sie bis zum 13. Juni, und zwar dienstags, mittwochs und freitags von 16 bis 18 Uhr, donnerstags von 16 bis 19 Uhr sowie samstags von 11 bis 15 Uhr. Montags, sonntags und an Feiertagen bleibt die Galerie geschlossen – auch Kunst braucht schließlich mal Pause.

„Kunst für alle – rausgeholt“ ist damit eine schöne Gelegenheit, Hilden einmal von seiner künstlerischen Seite kennenzulernen. Und wer weiß: Vielleicht schaut man danach auch auf städtische Flure, Wandbilder und Skulpturen mit anderen Augen. Denn manchmal liegen die Schätze gar nicht weit weg. Man muss sie nur aus dem Depot holen. Oder im Fall des Hirsches: kurz aus dem Bürgermeisterbüro entlassen.

Sonntag, 10. Mai 2026

10.5.2026: Reisepass abgelaufen? Hilden empfiehlt den großen Urlaubs-Check, bevor der Koffer schon beleidigt im Flur steht

Die Sommerferien in NRW nähern sich mit großen Schritten, und während viele Hildenerinnen und Hildener gedanklich schon am Strand liegen, im Hotelbuffet-Rhythmus leben oder überlegen, ob fünf Paar Schuhe wirklich zu viel für eine Woche Urlaub sind, meldet sich das Hildener Bürgerbüro mit einem eher bodenständigen, aber sehr wichtigen Hinweis: Bitte einmal den Reisepass prüfen. Ja, genau den. Den, der irgendwo zwischen alten Flugtickets, Impfpass, Bedienungsanleitungen und der mysteriösen Schublade „Sonstiges“ liegt.

Am 20. Juli starten die Sommerferien in NRW und damit auch die Hauptreisezeit. Wer dann am Flughafen oder an der Grenze feststellen muss, dass der Reisepass seit Monaten abgelaufen ist, erlebt zwar ebenfalls ein Abenteuer – nur vermutlich nicht das, das im Reiseprospekt versprochen wurde. Statt Meeresrauschen gibt es dann Diskussionen am Schalter, statt Sonnenuntergang vielleicht den Heimweg mit schlechter Laune. Deshalb rät das Hildener Bürgerbüro, die Gültigkeit von Reisepässen und Ausweisen rechtzeitig zu kontrollieren.

Der Grund ist einfach: Ausweise und Reisepässe werden von der Bundesdruckerei in Berlin produziert. Nach dem Antrag im Bürgerbüro muss deshalb mit einer Produktions- und Lieferzeit von rund vier bis sechs Wochen gerechnet werden. Das ist ungefähr die Zeitspanne, in der man noch schnell Sonnencreme kauft, den Koffer entstaubt, die Nachbarn zum Blumengießen überredet und dreimal vergisst, wo die Reiseunterlagen liegen. Wer also erst kurz vor Abflug merkt, dass das Dokument abgelaufen ist, braucht gute Nerven – und im Zweifel sehr überzeugende Nachweise, denn vorläufige Reisepässe werden nur im nachgewiesenen Eilfall ausgestellt.

Zusätzlich gilt: Reisepass ist nicht gleich Reisepass, zumindest nicht aus Sicht mancher Reiseziele. Je nach Land müssen Dokumente noch eine bestimmte Zeit über den Aufenthalt hinaus gültig sein. Wer also denkt „Der Pass läuft doch erst kurz nach dem Urlaub ab, das passt schon“, könnte je nach Ziel unangenehm überrascht werden. Die zuständige Beigeordnete für den Bürgerservice, Mona Wolke-Ertel, verweist deshalb auf die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes. Dort lassen sich die Einreisebestimmungen des jeweiligen Ziellandes nachlesen – weniger romantisch als Urlaubsfotos, aber deutlich hilfreicher vor dem Abflug.

Das Bürgerbüro Hilden bietet nach eigenen Angaben ausreichend Termine an. Gebucht werden können Termine für den laufenden Tag oder bis zu vier Wochen im Voraus. Das aktuelle Terminangebot ist online unter hilden.de/terminvergabe abrufbar. Wer also noch verreisen möchte, sollte nicht erst dann nach dem Pass suchen, wenn der Koffer schon zugeht und die Zahnbürste wie immer noch fehlt.

Kurz gesagt: Bevor in Hilden die große Ferienfreude ausbricht, lohnt sich ein kleiner Blick auf die Reisedokumente. Das dauert meist weniger lang als die Entscheidung, ob man am ersten Urlaubstag wirklich schon um 6 Uhr morgens eine Liege reservieren möchte. Und es kann verhindern, dass der schönste Ort der Reise am Ende nicht Mallorca, Italien oder Griechenland heißt, sondern „Schalter 4 im Terminal mit wachsender Nervosität“.

Samstag, 9. Mai 2026

9.5.2026: Café Fresko eröffnet in Hilden-Nord: Dolce Vita zwischen Obstsalat, Gelato und Kaffeeduft

Der Hildener Norden hat Zuwachs bekommen – und zwar einen ziemlich süßen. An der Johann-Sebastian-Bach-Straße 3 hat das Café Fresko eröffnet und bringt genau das ins Viertel, was man an manchen Tagen dringend braucht: italienisches Flair, guten Kaffee und genügend Versuchungen, um jeden noch so tapferen Vorsatz freundlich zum Schmelzen zu bringen.

Schon beim Blick auf das Angebot wird klar: Hier wird nicht einfach nur „ein Kaffee getrunken“. Nein, hier wird genossen, kombiniert, gelöffelt, geschlürft und vermutlich auch ein bisschen geseufzt. Das Café Fresko verbindet traditionelle italienische Backkunst mit einem modernen Café-Ambiente und lädt dazu ein, dem Alltag für einen Moment die Tür vor der Nase zuzuschlagen. Draußen wartet der Terminkalender, drinnen warten Gebäck, Kuchen, Desserts und Gelato. Eine schwierige Entscheidung ist das nicht.

Besonders spannend sind die individuell kombinierbaren Obstsalate. Obstsalat klingt zunächst vernünftig, fast sportlich, beinahe nach „Ich tue heute etwas für mich“. Doch im Café Fresko darf das Ganze mit Lotus-Creme, Nutella oder knusprigem Crunch verfeinert werden. Damit wird aus der gesunden Schüssel ganz schnell ein kleines Dessert mit Alibi-Apfel. Und seien wir ehrlich: Genau diese Art von Kompromiss lieben wir doch.

Auch Eisfreunde dürfen sich freuen, denn im Café Fresko gibt es original italienisches Gelato. Dazu kommen kreative Desserts, Waffeln und Crêpes, die zusammen vermutlich dafür sorgen, dass man nur kurz auf einen Kaffee vorbeischauen wollte und plötzlich mit einem Löffel in der Hand das Leben neu bewertet. Dolce Vita funktioniert eben auch in Hilden-Nord – man braucht dafür nicht zwingend eine Vespa, eine Sonnenbrille und Meerblick, obwohl das natürlich nie schadet.

Die Getränkekarte zeigt ebenfalls, dass Kaffee hier nicht einfach Kaffee ist. Neben Klassikern wie Espresso, Cappuccino und verschiedenen Kaffeespezialitäten gibt es auch modernere Kreationen wie Spanische Latte, Karamell Macchiato, Erdbeer Latte, Mokka Latte oder Matcha Latte. Wer seinen Kaffee lieber kalt genießt, findet viele Varianten auch als erfrischende Eiscafé-Version. Das ist besonders praktisch für alle, die im Sommer so tun möchten, als sei Koffein ein Erfrischungsgetränk.

Und weil ein guter Treffpunkt nicht nur von Kaffee und Kuchen lebt – obwohl das schon ein ziemlich überzeugendes Fundament wäre – gibt es außerdem Milchshakes, Eistees in Sorten wie Pfirsich, Blaubeere, Zitrone, Erdbeere und Mango, alkoholfreie Cocktails sowie fruchtige Säfte. Damit ist das Café Fresko nicht nur ein Ort für Espresso-Fans mit Italien-Sehnsucht, sondern auch für Familien, Freundesrunden und alle, die sich gerne einmal quer durch eine Getränkekarte probieren.

Mit seiner Neueröffnung bringt das Café Fresko ein Stück Italien in den Hildener Norden und bereichert die lokale Gastronomieszene um eine Adresse, an der süße Spezialitäten, hochwertige Kaffees und entspannte Genussmomente zusammenkommen. Kurz gesagt: Wer in Hilden-Nord künftig behauptet, es gebe keinen schönen Ort für eine kleine kulinarische Auszeit, hat vermutlich einfach noch nicht an der Johann-Sebastian-Bach-Straße 3 vorbeigeschaut.