Es gibt Städte, die haben eine Skyline aus Wolkenkratzern, Glasfassaden und Größenwahn. Und dann gibt es Hilden. Hilden hat die „Eilige Einkäuferin“, die Reformationskirche, eine Eiche und das Bürgerhaus – und das ist ehrlich gesagt sehr viel sympathischer. Während andere Orte sich mit protzigen Panoramen schmücken, setzt Hilden auf das, was wirklich zählt: Menschen, Bäume und Gebäude, die nicht so tun, als wären sie Manhattan. Genau diese Silhouette soll jetzt zum Markenzeichen der Stadt werden. Nicht etwa als Riesenplakat am Flughafen, sondern ganz bodenständig auf Taschen, Weingläsern, Coffee-to-go-Bechern und Schürzen. Das ist nicht weniger als der große Aufstieg der Lokalidentität in den Geschenkartikelbereich.
Offenbar kam die kleine Testauflage auf dem Weihnachtsmarkt 2025 gut an. Und wer wollte es den Menschen verdenken? Endlich kann man seine Heimatverbundenheit nicht nur im Herzen tragen, sondern auch unter dem Arm, in der Küche oder beim gemütlichen Weißweinabend. Die Vorstellung, dass jemand künftig mit einer Hilden-Tasche durch die Gegend läuft, aus einem Hilden-Becher trinkt und beim Kochen eine Hilden-Schürze trägt, hat etwas wunderbar Konsequentes. Es fehlt eigentlich nur noch Hildener Bettwäsche, damit man vollständig eingebettet in die kommunale Markenstrategie aufwachen kann.
Besonders schön ist, was diese Skyline überhaupt zeigt. Keine überambitionierte Designerfantasie, kein abstraktes Liniengewirr, das aussieht wie der Herzschlag eines überforderten Grafikbüros, sondern ganz typische Motive aus der Innenstadt. Schlicht, markant, klar gezeichnet. So klar, dass man fast hört, wie irgendwo im Rathaus erleichtert festgestellt wurde: Endlich mal ein Motiv, das nicht erst in einem achtseitigen Konzeptpapier erklärt werden muss. Eine Hildenerin hat der Stadt gleich drei Entwürfe angeboten, und zwar für einen mittleren dreistelligen Betrag. Das klingt nach einer der angenehmsten Verhandlungen der Kommunalgeschichte: keine Millionen, keine Großagentur, kein internationaler Wettbewerb – einfach jemand aus Hilden mit einer Idee und einem Preis, bei dem noch niemand sofort in Ohnmacht fällt.
Allerdings zeigte sich auch hier wieder: Geschmack ist politisch. Während die Skyline gut ankam, fielen zwei andere Motive bei der Politik eher durch. Da war zum einen ein Kreis mit den Buchstaben HLDN, im Uhrzeigersinn verteilt, auf grünem Grund. Das klingt ein bisschen nach Stadtmarketing trifft Brettspielverpackung. Das andere Motiv war ein Umriss des Stadtgebiets mit eingezeichnetem Namen, Nordrhein-Westfalen und dem Zusatz „Est. 985“. Ein Entwurf also, der ein wenig wirkt, als wolle Hilden gleichzeitig Modelabel, Indie-Brauerei und mittelgroße Verwaltungsstadt sein. Offenbar war das der Politik dann doch eine Spur zu experimentell. Man möchte Wiedererkennung, aber bitte nicht so viel, dass am Ende jemand fragt, ob HLDN eine neue Elektropop-Band ist.
Deshalb sollen nun die Bürger beteiligt werden, was in Deutschland fast immer bedeutet, dass es jetzt offiziell wird. Wenn die Politik unsicher ist, ob etwas richtig gut oder nur halbwegs okay ist, ruft sie gern die Bürgerschaft auf den Plan. Das hat Charme, denn wer könnte besser entscheiden, welches Motiv Hilden repräsentiert, als Menschen, die dort leben, einkaufen, parken, meckern und auf dem Weihnachtsmarkt Glühwein trinken? Gleichzeitig steckt darin die Hoffnung, dass Identifikation nicht einfach von oben verordnet wird, sondern sich entwickelt. Oder, weniger poetisch gesagt: Wenn die Leute beim Motiv mitreden dürfen, kaufen sie später vielleicht auch eher die Tasche.
Auch die Preise für die Produkte stehen schon fest, und sie bewegen sich in einer Zone, die man wohl als „kommunal vernünftig mit leichtem Souvenirflair“ bezeichnen könnte. Die Kochschürze für 7,50 Euro, der Kaffeebecher für 7 Euro, das Weinglas für 5 Euro und die Tasche für 6,50 Euro. Das ist alles so kalkuliert, dass man weder einen Luxuskauf noch einen Ramschartikel vermutet. Es ist das Preisniveau eines Angebots, bei dem man im Vorbeigehen denkt: Ach komm, eine Hilden-Tasse kann man schon mal mitnehmen. Und genau darin liegt vermutlich die eigentliche Genialität. Niemand plant monatelang die Anschaffung eines Skyline-Weinglases. Aber viele Menschen kaufen so etwas spontan, lächeln kurz und stellen es daheim ins Regal, wo es dann zwischen Fernweh und Altglas auf seine große Stunde wartet.
Ein kleiner Wermutstropfen bleibt: Die Nutzung der Skyline ist bislang nur für fünf Jahre vereinbart. Das bedeutet, dass selbst ein Stadtmotiv heute offenbar nicht einfach für die Ewigkeit gedacht ist, sondern zunächst mit einer Art kultureller Probezeit leben muss. Immerhin gibt es schon Gespräche über eine langfristige Nutzung, sogar eine mündliche Zusage für eine unbefristete Zukunft. Das klingt beruhigend, denn nichts wäre trauriger, als wenn die Hildener Skyline nach fünf Jahren wieder aus dem Stadtbild verschwände und irgendwo zwischen Vertragslaufzeit und Nutzungsrecht ihr Dasein fristen müsste. Eine Skyline, die es auf Taschen und Weingläser geschafft hat, sollte schließlich nicht an Bürokratie scheitern.
So betrachtet macht Hilden gerade etwas sehr Modernes und zugleich sehr Rührendes: Die Stadt versucht, aus sich selbst eine kleine Marke zu machen, ohne sich dabei lächerlich zu überhöhen. Kein „urban pulse“, kein „city vibes only“, kein angestrengtes Image-Gerede mit englischen Schlagworten, sondern eine Eiche, eine Kirche, ein Bürgerhaus und eine eilige Einkäuferin. Das ist vielleicht keine Weltstadtästhetik, aber es ist unverkennbar Hilden. Und womöglich ist genau das die beste Werbung: eine Stadt, die weiß, dass sie keine spektakuläre Skyline braucht, solange sie eine hat, die man gern auf eine Tasche druckt.
Hildener Geschichten
Donnerstag, 23. April 2026
23.4.2026: Hilden zum Mitnehmen
Mittwoch, 22. April 2026
22.4.2026: Hilden spart nicht, Hilden schmückt sich lieber
Es gibt kommunalpolitische Debatten, bei denen man sofort merkt: Hier geht es um die großen Fragen des Lebens. Frieden, Freiheit, Fernwärme – und natürlich den Weihnachtsmarkt. In Hilden hat sich der Stadtrat jetzt mit einer besonders festlichen Form der Haushaltsdisziplin beschäftigt: der Idee, beim Stadtmarketing zu sparen. Die SPD dachte offenbar, man könne bei der Stadtwerbung vielleicht hier und da ein paar Euro finden, die nicht sofort mit Lichterketten, Bühnenprogramm oder Glühweinromantik verknotet sind. Der Rat sah das anders und lehnte den Antrag recht deutlich ab. Man könnte auch sagen: Der Sparvorschlag wurde so gründlich wegdekoriert wie ein Tannenbaum am ersten Advent.
Bürgermeister Claus Pommer machte klar, dass Stadtmarketing in Hilden kein luxuriöser Nebenbei-Spaß ist, sondern eher eine Art emotionales Zuschussgeschäft mit Lämpchen. Besonders Bürgerfestival, Weihnachtsmarkt und Stadtschmuck seien die dicken Brocken im Etat. Und kostendeckend sei das alles sowieso nicht. Das ist im Grunde auch beruhigend, denn niemand möchte in einer Welt leben, in der ein Bürgerfestival plötzlich mit der Effizienz eines Logistikzentrums organisiert wird. Ein Fest, das Gewinn macht, klingt ohnehin eher nach Flughafen-Gebühr als nach guter Laune.
Besonders charmant wird die Sache beim Blick auf die Zahlen. Der Weihnachtsmarkt kostet 45.000 Euro, bringt aber nur 25.000 Euro ein. Anders gesagt: Jeder Schluck festliche Stimmung wird mit kommunaler Hingabe mitfinanziert. Das Bürgerfestival schlägt mit 27.000 Euro zu Buche und spielt gerade mal 5700 Euro ein – ein Verhältnis, bei dem jeder Kassenwart kurz stumm gegen die Wand schaut. Und dann noch Stadtschmuck und Winterlicht für 43.500 Euro. Allein dieser Posten klingt schon so, als hätte sich die Stadt gesagt: Wenn wir schon sparen müssen, dann bitte nicht am Funkeln. Insgesamt kostete das Stadtmarketing 2025 also 161.100 Euro, während nur 56.700 Euro hereinkamen. Betriebswirtschaftlich ist das schwierig, atmosphärisch aber offenbar ein Volltreffer.
Die eigentliche Pointe an der Debatte ist ja, dass alle irgendwie recht haben. Die SPD schaut auf die Zahlen und denkt: Vielleicht sollten wir nicht jeden Euro in Girlanden verwandeln. Der Bürgermeister schaut auf die Realität und sagt sinngemäß: Versucht mal heute ein öffentliches Event zu organisieren, ohne dass Sicherheitsauflagen, Logistik und Organisation aus jedem Bratwurststand eine halbe Verwaltungsreform machen. Und die Grünen erinnern daran, dass eine Stadt eben nicht nur aus Asphalt, Aktenordnern und Parkscheiben besteht, sondern auch aus sogenannten weichen Standortfaktoren. Ein herrlicher Begriff übrigens, der klingt, als könne man ihn mit zwei Kissen und einem Lavendeltee lösen. Gemeint ist aber: Menschen und Unternehmen ziehen lieber dorthin, wo es nicht nur Steuern und Satzungen gibt, sondern auch Licht, Leben und gelegentlich einen Weihnachtsmarkt mit Reibekuchen.
Besonders schön war der nostalgische Einwurf aus der FDP, dass es früher mal einen ehrenamtlich organisierten Weihnachtsmarkt gab, in den „nicht eine Mark der Stadt geflossen ist“. Das ist der Moment, in dem sich ganz Deutschland kollektiv nach einer Zeit zurücksehnt, in der Märkte offenbar einfach aus ein paar Holzbüdchen, einem Verlängerungskabel und dem guten Willen von Onkel Dieter bestanden. Der Bürgermeister konterte jedoch trocken, dass es damals eben ganz andere Sicherheitsauflagen gegeben habe. Übersetzt heißt das: Früher reichte es, wenn jemand einen Schal umhatte und „passt schon“ sagte. Heute braucht man vermutlich für den Aufbau eines Tannenbaums einen Lageplan, ein Sicherheitskonzept und drei unterschriebene Zuständigkeiten.
So bleibt am Ende der Eindruck, dass Hilden vorerst nicht den Rotstift, sondern eher die Lichterkette in der Hand behält. Die Stadt zahlt drauf, ja, aber offenbar mit Überzeugung. Denn zwischen nüchterner Haushaltslogik und kommunaler Lebensfreude gewinnt in diesem Fall die Erkenntnis, dass ein Ort ohne Feste, ohne Schmuck und ohne ein bisschen geförderte Gemütlichkeit zwar günstiger wäre – aber eben auch deutlich trostloser. Und ganz ehrlich: Wenn schon Subventionsgeschäft, dann doch bitte eines mit Weihnachtsmarkt, Winterlicht und Bürgerfestival. Es gibt schlechtere Arten, Geld auszugeben, als für eine Stadt, die nicht nur funktioniert, sondern sich auch mal hübsch macht.
Dienstag, 21. April 2026
21.4.2026: Das große Abitur-Mysterium von Hilden: Warum die einen 90 Prüflinge haben und die anderen nur betreten gucken
Es gibt Jahre, in denen an Schulen alles seinen gewohnten Gang geht: Prüfungsstress, nervöse Blicke, literweise Kaffee auf Lehrerseite und bei Schülerinnen und Schülern die plötzliche Erkenntnis, dass man vielleicht doch früher hätte anfangen sollen zu lernen. Und dann gibt es 2026. Das Jahr, in dem das Abitur in NRW ein bisschen aussieht wie eine Veranstaltung, zu der deutlich weniger Gäste gekommen sind als erwartet. Nicht, weil niemand Lust hatte, sondern weil das Schulsystem beschlossen hat, einmal die Zeitlinie umzubauen. Das Ergebnis: der sogenannte „weiße Jahrgang“. Ein Begriff, der klingt, als handele es sich um eine seltene Weinsorte oder eine besonders ruhige Karnevalssession, tatsächlich aber einfach meint, dass wegen der Rückumstellung von G8 auf G9 viele potenzielle Abiturienten noch ein Jahr länger in der Schule bleiben dürfen – oder müssen, je nach persönlicher Begeisterung für Oberstufenmathematik.
NRW-weit wird der Effekt ziemlich deutlich. Während 2025 noch rund 70.000 Schülerinnen und Schüler ihr Abitur abgelegt haben, sind es 2026 nur rund 30.000. Das ist nicht einfach ein kleiner Rückgang, das ist eine Zahlendifferenz, bei der selbst Statistikmuffel kurz die Stirn runzeln. Im gesamten Kreis Mettmann sind es laut Bezirksregierung Düsseldorf 935 Prüflinge. Man kann also sagen: Das Abitur findet statt, aber eher in einer Art exklusiver Sonderedition.
Auch in Hilden zeigt sich dieser merkwürdige Ausnahmezustand sehr anschaulich. Denn dort gibt es Schulen mit Abiturienten – und Schulen mit exakt null. Null! Das ist die Art von Zahl, die in einem Schulkontext sonst höchstens dann auftaucht, wenn jemand seine Hausaufgaben besonders konsequent ignoriert hat. Am Helmholtz-Gymnasium Hilden gibt es in diesem Jahr tatsächlich gar keine Prüflinge. Kein Prüfungsfieber, kein hektisches Rascheln mit Karteikarten, kein kollektives „Hätten wir doch bloß mehr gemacht“. Einfach nichts. Vermutlich eine sehr seltsame Ruhe für eine Schule, die sonst um diese Jahreszeit mit besonders konzentriertem Zukunftsflattern rechnen darf.
An anderen Schulen in Hilden sieht das dagegen ganz anders aus. Dort wird durchaus geprüft, geschrieben, gezittert und vermutlich auch darüber diskutiert, warum ausgerechnet jetzt Spanisch, Griechisch und Portugiesisch den Auftakt machen. Während also ein Gymnasium 2026 quasi ein abiturfreies Wellnessjahr erlebt, laufen andernorts die Prüfungen ganz regulär. Das ist ungefähr so, als würde in einer Straße die Hälfte der Häuser Weihnachten feiern und die andere Hälfte feststellen, dass der Kalender dieses Jahr einfach ausgesetzt wurde.
Der Grund dafür ist natürlich kein lokales Rätsel und auch kein besonders experimentierfreudiger Stundenplan, sondern die landesweite Umstellung zurück zu G9. Nach Jahren des Turbo-Abiturs mit acht Gymnasialjahren hat NRW beschlossen, Schülerinnen und Schülern wieder ein Jahr mehr Zeit bis zum Abschluss zu geben. Pädagogisch sicher sinnvoll, organisatorisch aber in diesem Übergang ein kleines Kuriositätenkabinett. Denn irgendwo zwischen alter und neuer Regelung entsteht eben dieser „weiße Jahrgang“, der nicht komplett leer ist, aber doch so ausgedünnt, dass ganze Schulen plötzlich ohne Abiturientinnen und Abiturienten dastehen.
Für die Betroffenen hat das vermutlich zwei sehr unterschiedliche Seiten. Auf der einen Seite weniger Gewusel, weniger Chaos, weniger Prüfungspanik in den Fluren. Auf der anderen Seite fehlt natürlich auch ein bisschen von diesem besonderen Endspurtgefühl, wenn ein Jahrgang sich kollektiv durch die letzten Wochen kämpft und dabei zwischen Zukunftsplänen, Lernzetteln und leichtem Schlafmangel pendelt. Ein Gymnasium ohne Abiturjahrgang ist schließlich ein bisschen wie ein Freibad ohne Pommesgeruch: funktioniert irgendwie, fühlt sich aber seltsam an.
So wird 2026 in Hilden zu einem Schuljahr, das in Erinnerung bleiben dürfte – nicht wegen besonders vieler Prüflinge, sondern gerade wegen der auffälligen Lücken. Während am einen Ort die Abiturphase ganz normal anrollt, herrscht am anderen eine fast gespenstische Abschlussstille. Der „weiße Jahrgang“ ist damit weniger ein pädagogischer Fachbegriff als vielmehr ein Beweis dafür, dass Bildungspolitik manchmal sehr praktische, sehr sichtbare und manchmal auch ziemlich skurrile Folgen hat. Und irgendwo in Hilden sitzt nun vermutlich ein Lehrer in einem ungewöhnlich ruhigen Lehrerzimmer und denkt: Schön, dass heute keine Abiklausur ansteht. Fast schon unheimlich schön.
Montag, 20. April 2026
20.4.2026: Drei Tage Frühling, Wein und Einkaufslaune: Hilden macht den Mai lieber direkt gemütlich
Es gibt Städte, die begrüßen den Mai mit einem Maibaum. Hilden hingegen denkt sich offenbar: Nett, aber warum nicht gleich ein ganzes Wochenende daraus machen, inklusive Frühlingsmarkt, Weindorf, Live-Musik und verkaufsoffenem Sonntag? Das ist keine einfache Terminankündigung mehr, das ist die organisierte Kampfansage an jede Couch, jede Ausrede und jeden Menschen, der am langen Wochenende eigentlich „nur mal kurz raus“ wollte und sich plötzlich zwischen Blumenständen, Flammkuchen und einem zweiten Glas Riesling wiederfindet.
Los geht das Ganze schon am Freitag, dem 1. Mai, wenn die Innenstadt in den Modus „Frühling, aber bitte mit Programm“ schaltet. Bis einschließlich Sonntag läuft der Frühlingsmarkt täglich von 11 bis 18 Uhr und bringt genau das auf die Mittelstraße, was man sich unter einem gelungenen Bummel so vorstellt: dekorative Waren, Blumen, Pflanzen und Kunsthandwerk. Mit anderen Worten: all die Dinge, bei denen man zunächst sagt „Ich schaue nur“ und zehn Minuten später sehr überzeugt erklärt, warum man unbedingt noch eine handgefertigte Dekofigur oder einen besonders ambitionierten Lavendel für den Balkon brauchte.
Parallel dazu wird auf dem Ellen-Wiederhold-Platz das Hildener Weindorf aufgebaut, was schon rein sprachlich viel freundlicher klingt als „öffentliche Gelegenheit, tagsüber sehr gute Laune zu entwickeln“. Unter dem Motto „Genuss trifft Gemütlichkeit“ dürfen Gäste ausgewählte Weine probieren, dazu kulinarische Angebote genießen und sich ganz offiziell in geselliger Atmosphäre dem Frühling hingeben. Das Weindorf läuft ebenfalls von Freitag bis Sonntag, wobei man den Zeiten anmerkt, dass hier Profis am Werk waren: Freitag von 12 bis 22 Uhr, Samstag von 15 bis 22 Uhr und Sonntag von 12 bis 20 Uhr. Also exakt lang genug, um erst entspannt hinzugehen, dann kurz zu bleiben und schließlich überrascht festzustellen, dass es längst Abend geworden ist und man inzwischen eine sehr klare Meinung zu trockenen Weißweinen aus unterschiedlichen Anbaugebieten entwickelt hat.
Für das passende Fundament sorgen Speisen von Flammkuchen bis Crêpes, was kulinarisch ungefähr die Spannweite zwischen „Ich gönne mir was Herzhaftes“ und „Ach komm, etwas Süßes geht noch“ abdeckt. Dazu gibt es Live-Musik, also genau den Soundtrack, den man braucht, um mit einem Glas in der Hand so zu nicken, als würde man diese entspannte Lebensart seit Jahren professionell betreiben. Man muss dafür nicht einmal Weinexperte sein. Es reicht völlig, gelegentlich „fruchtig“, „angenehm“ oder „hat was“ zu sagen, und schon ist man mittendrin.
Der Höhepunkt für alle, die ihr Frühlingsgefühl gern mit Konsum verbinden, folgt am Sonntag, 3. Mai. Dann öffnen die Hildener Geschäfte von 13 bis 18 Uhr ihre Türen zum ersten verkaufsoffenen Sonntag des Jahres. Das ist die perfekte Gelegenheit für all jene, die beim normalen Einkauf unter der Woche keine Ruhe finden, am Sonntag aber plötzlich zu Höchstform auflaufen. Denn offenbar kauft es sich zwischen Marktständen, Frühlingsblumen und allgemeiner Feierlaune deutlich beschwingter. Man schlendert also erst gemütlich über die Mittelstraße, entdeckt hier ein dekoratives Windspiel, dort eine hübsche Pflanze, trinkt vielleicht noch einen Kaffee oder etwas Traubigeres und sagt dann diesen verhängnisvollen Satz: „Wir können ja nur mal ganz kurz in die Läden gucken.“
Besonders charmant ist an der ganzen Sache, dass hier wirklich alles zusammenkommt, was man sich für ein langes Frühlingswochenende wünschen kann: ein bisschen Markt, ein bisschen Genuss, ein bisschen Musik, ein bisschen Shopping – und am Ende sehr wahrscheinlich deutlich mehr Tüten, Pflanzen oder kulinarische Erinnerungen, als ursprünglich geplant waren. Das Beste daran: Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Man bezahlt also zunächst einmal nur mit Zeit, Aufmerksamkeit und der realistischen Gefahr, in einen Zustand milder Wochenendverliebtheit mit der Hildener Innenstadt zu geraten.
Hilden beweist damit einmal mehr, dass man den Frühling nicht einfach nur hinnehmen muss. Man kann ihn auch sehr ordentlich organisieren, mit Marktständen ausstatten, mit Weingläsern veredeln und mit offenen Geschäften abrunden. Wer an diesem Wochenende also nichts vorhat, hat streng genommen schon etwas vor. Und wer doch nichts kaufen wollte, sollte wenigstens genügend Selbstbeherrschung mitbringen – oder akzeptieren, dass der Mai in Hilden eben nicht nur gefeiert, sondern auch sehr charmant verkauft wird.
Sonntag, 19. April 2026
19.4.2026: Wenn der ADAC nach Hilden rollt und dein Auto plötzlich zum Wellness-Wochenende darf
Es gibt diese seltenen Momente im Leben eines Autos, in denen es nicht nur von A nach B geprügelt wird, sondern tatsächlich Aufmerksamkeit bekommt. Nicht bloß ein hastiger Blick aufs Armaturenbrett, begleitet von der optimistischen Einschätzung „wird schon noch gehen“, sondern echte, fürsorgliche Zuwendung. Genau so ein Moment steht Hilden bevor, denn vom 23. bis 28. April macht die Mobile Prüfstation des ADAC auf dem Parkplatz von Hardeck-Möbel an der Ellerstraße 100 Halt. Das ist quasi der Pop-up-Spa-Bereich für Fahrzeuge mit latentem Bremsenproblem, schüchterner Außenbeleuchtung und Stoßdämpfern, die innerlich vielleicht schon aufgegeben haben.
Das Schöne daran: Hier wird niemand wegen seiner Mitgliedskarte an der Schranke abgewiesen. Sowohl ADAC-Mitglieder als auch Nicht-Mitglieder dürfen vorbeikommen und wichtige Funktionen für die Verkehrssicherheit am eigenen Wagen checken lassen. Ein sehr demokratischer Ansatz, der sagt: Deine Bremsen sind uns wichtig, auch wenn du keinen gelben Schlüsselanhänger besitzt. Mitglieder dürfen gleich zwei Prüfungen kostenlos mitnehmen, Nicht-Mitglieder immerhin eine. Das ist schon mehr Zuwendung, als manche Zimmerpflanze in einem ganzen Jahr erfährt.
Geprüft werden unter anderem Bremsen, Stoßdämpfer – sofern die Außentemperatur mitspielt – und die Außenbeleuchtung. Mit anderen Worten: all die Dinge, bei denen man als Autofahrer gern denkt, dass sie bestimmt tadellos funktionieren, solange nichts laut klappert, blinkt oder raucht. Dabei ist genau das der Zauber solcher Aktionen: Sie holen die Wahrheit ans Licht, im besten Fall sogar im wörtlichen Sinne, wenn die Außenbeleuchtung geprüft wird und sich herausstellt, dass links vorne eher ein müdes Glimmen als echtes Licht stattfindet. Bei modernen Lichtsystemen wie Xenon, LED oder Laser können zusätzliche Kosten für nötige Vorprüfungen entstehen. Hightech ist eben toll, bis sie anfängt, Rechnungen zu schreiben.
Wer seinem Auto noch etwas mehr gönnen möchte, bekommt laut ADAC auch zusätzliche Angebote, etwa einen Sicherheitscheck, Urlaubscheck oder Gebrauchtwagencheck sowie die Wartung von Klimaanlagen mit Kältemittelfüllung R134a. Das klingt alles sehr vernünftig, aber auch ein bisschen so, als könnte man sein Auto dort mit den Worten abgeben: „Mach bitte einmal alles, was bei mir in den letzten drei Jahren unter ‚später‘ gelandet ist.“
Wichtig ist nur: Einfach spontan mit dem Wagen auftauchen und hoffen, dass schon jemand Zeit hat, klappt nicht. Vorher muss ein Termin vereinbart werden, und zwar telefonisch unter 0221/4727633 oder 0221/472791807. Das ist vermutlich auch besser so, denn nichts wäre trauriger, als wenn halb Hilden gleichzeitig mit nervös hustenden Kleinwagen und würdevoll alternden Kombis auf dem Parkplatz steht und darauf wartet, dass endlich jemand bestätigt, dass dieses seltsame Geräusch beim Bremsen vielleicht doch nicht „normal“ ist.
Die Zeiten sind dabei angenehm verteilt: Donnerstag, 23. April, von 13 bis 18 Uhr, Freitag, 24. April, von 10 bis 13 Uhr und von 14 bis 18 Uhr, Samstag, 25. April, von 9.30 bis 13 Uhr und von 14 bis 16 Uhr, Montag, 27. April, von 10 bis 13 Uhr und von 14 bis 18 Uhr sowie Dienstag, 28. April, von 10 bis 13 Uhr und von 14 bis 16 Uhr. Genug Gelegenheit also, dem eigenen Fahrzeug einmal die Bühne zu geben, die es sich nach all den Einkaufsfahrten, Baustellenumleitungen und heroischen Parkplatzmanövern vor dem Supermarkt vielleicht verdient hat.
Unterm Strich ist diese Aktion eine jener seltenen Veranstaltungen, bei denen man mit einem guten Gefühl hingeht und im Idealfall mit einem noch besseren wieder wegfährt. Vielleicht mit der beruhigenden Nachricht, dass alles in Ordnung ist. Vielleicht mit dem dezenten Hinweis, dass die Stoßdämpfer nicht mehr ganz frisch sind. Und vielleicht auch mit der Erkenntnis, dass Verkehrssicherheit deutlich angenehmer klingt, wenn sie kostenlos ist. Hilden bekommt also im April nicht nur eine mobile Prüfstation, sondern auch eine kleine Erinnerung daran, dass Autos zwar vieles aushalten, aber gelegentlich doch ganz gern mal von Profis angeschaut werden.
Freitag, 17. April 2026
17.4.2026: Hilden hebt ab – leider nur bei den Steuern
Es gibt Städte, die bauen Seilbahnen, pflanzen Palmen auf den Marktplatz oder leisten sich wenigstens einen Kreisverkehr mit ambitionierter Beleuchtung. Und dann gibt es Hilden. Hilden hat beschlossen, in schwierigen Zeiten dort kreativ zu werden, wo es richtig wehtut: beim Blick auf den Steuerbescheid. Der Stadtrat hat nach einer langen Sitzung nämlich das getan, was Kommunalpolitik am besten kann, wenn das Konto klingt wie eine leere Keksdose: Er hat an Hebesätzen geschraubt, als gäbe es dafür Bonuspunkte im Verwaltungsolymp.
Besonders unterhaltsam war dabei das Drama um die Grundsteuer. Wer dachte, Zahlen seien emotionslos, hat offenbar noch nie einer Ratssitzung zugehört, in der 650, 750, 760, 800 oder 860 Prozentpunkte in den Ring geworfen werden wie Kandidaten bei einer Casting-Show namens „Germany’s Next Top Hebesatz“. Am Ende kehrt Hilden nun zurück zum einheitlichen Satz bei der Grundsteuer B, und zwar mit stattlichen 800. Das klingt nicht wie eine Steuer, das klingt wie der Endgegner in einem sehr trockenen Videospiel: „Sie betreten Level 800 – Angriff des Hebesatzes.“ Davor hatte die Stadt noch differenzierte Sätze für Wohn- und Nichtwohngrundstücke, was zwar kompliziert war, aber immerhin das Gefühl vermittelte, dass Bürokratie noch Ehrgeiz besitzt. Nun also wieder Einheit – wahrscheinlich auch, weil man sich auf irgendetwas einigen musste, bevor die Sitzung in eine mehrteilige Netflix-Doku umbenannt wird.
Die Diskussion selbst hatte alles, was große Unterhaltung braucht: harte Fronten, Sitzungspause, überraschende Wendungen und die Erkenntnis, dass in der Kommunalpolitik schon ein Vorschlag von 750 Punkten als beinahe rebellisch gilt. Die CDU wollte lieber weiter splitten, die SPD sah sich bestätigt, die Bürgeraktion und Piraten wollten es neutraler, die Grünen kamen nach der Pause mit einem neuen Kompromiss zurück, die FDP warnte, und am Ende einigte man sich auf 800. Das ist im Grunde wie ein Familienurlaub mit acht Leuten, bei dem am Ende alle nach Holland fahren, obwohl keiner ursprünglich nach Holland wollte.
Auch bei der Gewerbesteuer zeigte Hilden, dass man Zahlen nicht einfach nur erhöht, sondern sie zuvor gründlich politisch massiert. Die Verwaltung wollte von 400 auf 450. Die CDU sagte 430. Die Grünen nickten, die SPD ebenso, die FDP stemmte sich mit flammender Rede dagegen, und die Linke dachte sich vermutlich: Wenn schon, denn schon, und schlug 480 vor. Durchgesetzt hat sich schließlich die 430. Das hat den Charme eines Kompromisses, bei dem alle sagen können, sie hätten Schlimmeres verhindert, obwohl das Loch im Haushalt trotzdem weiter freundlich zurückwinkt. Denn der Haken ist natürlich: Im Haushaltsentwurf war schon mit 450 gerechnet worden. Jetzt fehlen laut Kämmerer zwei Millionen Euro pro Jahr. Mit anderen Worten: Hilden hat sich für die etwas kleinere Schmerztablette entschieden und stellt nun fest, dass das Fieber leider noch da ist.
Und genau da wird die ganze Sache erst richtig kommunalpoetisch. Der Haushalt für 2026 wurde zwar mehrheitlich beschlossen, weist aber trotzdem ein Defizit von mehr als 26 Millionen Euro aus. Das ist die Art von Zahl, bei der man als normaler Mensch kurz innehält und überlegt, ob man vielleicht doch wieder anfangen sollte, Pfandflaschen nach Farben zu sortieren. Gleichzeitig klingt in den Reden alles sehr entschlossen, verantwortungsvoll und generationengerecht, was ja auch richtig ist – nur hat man bei solchen Formulierungen immer ein bisschen das Gefühl, der Haushalt sei kein Zahlenwerk, sondern ein störrischer Patient, der mit ernster Miene stabilisiert werden muss.
Man muss Hilden aber eines lassen: Die Stadt macht aus finanzieller Not wenigstens ein spannendes Schauspiel. Da wird beraten, pausiert, zurückgezogen, neu vorgeschlagen, wieder verworfen und am Ende doch beschlossen. Es ist ein bisschen wie Improvisationstheater im Bürgerhaus, nur mit mehr Prozentpunkten und weniger Applaus. Und während Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen nun ausrechnen dürfen, was das alles konkret für sie bedeutet, bleibt vor allem die Erkenntnis: Auch ohne Karneval versteht man es im Rheinland, aus ernsten Lagen eine Form von Unterhaltung zu machen. Leider ist es diesmal die Sorte Unterhaltung, bei der am Ende alle zahlen müssen.
Donnerstag, 16. April 2026
16.4.2026: Hilden tritt in die Pedale – und das offenbar mit göttlichem Beistand
In Hilden ist es wieder so weit: Das Stadtradeln steht vor der Tür, und plötzlich klingt die Stadt, als hätte jemand gleichzeitig eine Klimakonferenz, ein Sportfest und den Titelwettbewerb für die besten Vereinsnamen eröffnet. Schon jetzt haben sich 116 Menschen in 26 Teams angemeldet, was einerseits solide klingt und andererseits auch ein bisschen nach „Da geht noch was, Hilden!“ riecht. Die Stadt hofft jedenfalls auf mehr Beteiligung, schließlich sollen vom 17. Mai bis 6. Juni nicht nur Reifen rollen, sondern am besten auch gleich die guten Vorsätze der gesamten Bürgerschaft.
Besonders schön ist, dass in Hilden offenbar niemand einfach nur Rad fährt. Nein, hier wird mit Haltung gestrampelt. Mit dabei sind Schulen, Feuerwehr, Kirchen, DLRG, Unternehmen, Stadtverwaltung und sogar Teile des Stadtrats. Allein das klingt schon nach einer sehr deutschen Version der Tour de France, nur mit mehr Warnwesten, Excel-Tabellen und wahrscheinlich jemandem, der fragt, ob für die Strecke auch ein Protokoll geführt wird. Die stärkste Gruppe heißt bislang „Evangelisches Hilden radelt mit“, was sympathisch bodenständig ist. Andere Teams greifen sprachlich allerdings deutlich beherzter ins Lenkrad: „Kettenquäler“, „Kilometerfresser“ und mein persönlicher Favorit „Pedal Sakral“. Spätestens bei diesem Namen ist klar: In Hilden wird nicht einfach Rad gefahren, hier wird missioniert – notfalls auf zwei Rädern.
Das Prinzip hinter dem Stadtradeln ist schnell erklärt: weniger Auto, mehr Fahrrad, weniger CO2, mehr Wadenkrampf. Jeder geradelte Kilometer zählt, und am Ende wird zusammengerechnet, wie viel Klimaschaden man der Welt diesmal erspart hat. Bürgermeister Claus Pommer bringt das erwartungsgemäß staatsmännisch auf den Punkt und verweist auf Gesundheit, Teamgeist und eine lebenswerte Zukunft. Das klingt vernünftig, ist aber auch die höfliche Umschreibung dafür, dass man ruhig mal das Auto stehen lassen und herausfinden könnte, ob die Strecke zum Bäcker tatsächlich nicht ausschließlich mit vier Rädern zu bewältigen ist.
Im vergangenen Jahr kamen bereits rund 150.000 Kilometer zusammen. Das ist eine Zahl, bei der man kurz schluckt und sich fragt, ob Hilden heimlich schon eine eigene Radnation ist. Diesen Erfolg will man jetzt übertreffen. Der Ehrgeiz ist also da, und Ehrgeiz ist beim Stadtradeln bekanntlich eine gefährliche Sache. Erst fährt man ein bisschen fürs Klima, dann schaut man heimlich aufs Kilometerkonto des Nachbarteams, und plötzlich wird der spontane Umweg über Erkrath zur persönlichen Charakterfrage. Irgendwo wird mit Sicherheit schon jetzt jemand überlegen, ob man den Weg zum Briefkasten korrekt als Trainingsrunde dokumentieren kann.
Wer mitmachen will, kann sich online registrieren oder den Vorjahresaccount nutzen, was sehr komfortabel ist, weil man sich so direkt wieder in den freundlichen Wettbewerb um Ruhm, Ehre und vermutlich leicht verspannte Oberschenkel stürzen kann. Außerdem lädt der Bürgermeister zu einer Feierabendtour ein. Das klingt herrlich harmlos, ist aber erfahrungsgemäß genau die Art Veranstaltung, bei der man am Anfang noch plaudernd losfährt und sich zwanzig Minuten später fragt, warum alle plötzlich so sportlich gucken.
Unterm Strich bleibt: Hilden meint es ernst mit dem Radeln, aber zum Glück nicht humorlos. Wer Städte an ihrer Fantasie misst, ist bei Teamnamen wie „Pedal Sakral“ ohnehin in guten Händen. Jetzt fehlt eigentlich nur noch, dass sich bis zum Start noch ein paar weitere Teams anmelden. Vorschläge hätte ich genug: „Die Speichen des Zorns“, „Tour de Amtsschimmel“ oder „Gangschaltung ins Glück“. Hilden, übernehmen Sie.