Es gibt ja so Orte, die versprechen dir sofortige Entspannung: ein See, ein Schwimmbad, irgendwo plätschert es, irgendwo schreit ein Kind „Maaaamaaa, der ist gemein!“, und irgendwo sitzt jemand mit Pommes in der Sonne und hat das Leben verstanden. Und dann gibt es den Parkplatz davor. Der Parkplatz ist nämlich nicht Entspannung. Der Parkplatz ist das Bewerbungsgespräch fürs Naherholungsgebiet: „Guten Tag, was können Sie?“ – „Ich kann stehen.“ – „Sehr gut, das kostet dann aber auch.“
Am Unterbacher See war das früher so eine Art romantischer Kompromiss zwischen Mensch und Schranke: erste Stunde frei, ab der zweiten zwei Euro fürs Tagesticket. Das klang nach: „Komm, geh ruhig eine Runde, atme durch, du bist willkommen.“ Und irgendwo im Hintergrund stand schon der Satz in Stein gemeißelt, den man in Deutschland auf jedes Parkscheinautomaten-Display drucken könnte: Wenn man die Parkgebühr einmal hat, ist es eine wunderbare Sache, an der Preisschraube zu drehen. Tja. Preisschraube gedreht. Seit dem 1. Januar sind’s vier Euro ab der zweiten Stunde. Vier Euro! Das ist der Moment, in dem dein Spaziergang plötzlich nicht mehr nach Wald riecht, sondern nach Excel-Tabelle.
Natürlich gibt es dafür Gründe, und die sind sogar vernünftig: Investitionsstau, Pflege, Grün zurückschneiden, Schlaglöcher, Beschilderung – kurz: Dinge, die niemand sieht, wenn sie funktionieren, aber jeder fotografiert, wenn sie nicht funktionieren. „Das kostet Geld“, heißt es. Stimmt. Und trotzdem fühlt es sich für viele an, als würde man beim Eintritt in die Naherholung eine kleine Luxusschranke überwinden müssen. Besonders, wenn man fürs Rund-um-den-See-Programm mindestens 75 Minuten braucht und dann nach dem Zurückkommen feststellt: Du bist jetzt offiziell zu lange glücklich gewesen.
Die Reaktion? Deutschlandtypisch herrlich: Empörung, Unterschriften, Petition. „Faire Parkgebühren am Unterbacher See“ – das klingt so, als könnte man dem Parkplatz jetzt endlich mal beibringen, dass er nicht der eigentliche Hauptdarsteller ist. Fast 1200 Unterschriften, und irgendwo da draußen sitzt jemand, der wahrscheinlich nur mal kurz „eine Runde drehen“ wollte und jetzt in einer Bewegung gelandet ist. Naherholung als gesellschaftliches Großprojekt. Wenn das so weitergeht, gibt’s demnächst Diskussionsabende im Klappstuhlkreis: „Parkschein und Demokratie – wer parkt hier eigentlich wen?“
Und während am See die Parkgebühr wächst wie ein ambitionierter Liguster, schaut man sich natürlich um: Wie ist das denn bei uns in Hilden, Haan und Umgebung? Spoiler: Es gibt noch Oasen der Hoffnung. Das Hildorado zum Beispiel – du kannst da parken, und wenn du wirklich schwimmen gehst (also nicht nur aus Versehen die Rutsche fotografierst und wieder fährst), wird dein Ticket freigeschaltet und du kommst gratis raus. Das ist wie ein kleines Vertrauensmodell: „Beweise, dass du Wasser gesehen hast, dann lassen wir dich ziehen.“ Ich stelle mir das vor wie im Märchen: Wer wirklich gebadet hat, darf ohne Tribut das Land verlassen.
Auch das Waldbad Hilden ist so ein sympathischer Ort: Parkplätze kostenfrei, aber begrenzt. Das ist die klassische Freibad-Philosophie: Geld nehmen wir nicht, aber du musst kämpfen. Entweder gegen die Parkplatzknappheit oder gegen den inneren Schweinehund, der dir zuflüstert: „Fahr doch nochmal im Kreis, vielleicht tut sich was.“ Und das Bad sagt ganz lieb: Kommt am besten mit Fahrrad oder ÖPNV. Übersetzung: „Wenn ihr alle mit dem Auto kommt, wird’s hier ein Waldbad mit Waldparkplatz-Survival.“
In Haan wird’s dann urbaner: Hallenbad, komfortable Parkmöglichkeiten in der Tiefgarage – und Tiefgaragen sind ja die Orte, an denen deine Orientierung stirbt, aber wenigstens geregelt. Bis 20 Minuten 50 Cent, bis 40 Minuten 1 Euro, bis eine Stunde 1,50 – jede weitere Stunde wieder 1,50, Tageskarte 8 Euro. Acht Euro! Da überlegst du dir beim Bahnenziehen plötzlich ganz genau, ob du wirklich noch „zum Auslockern“ zehn Minuten im Whirlpool brauchst oder ob das nicht auch Zuhause im Badezimmer geht, mit dem Duschkopf auf Massagestrahl und einer sehr optimistischen Fantasie.
Ganz anders das Vabali Spa: Pauschal 1,50 Euro fürs Parken, egal wie lange du bleibst. Das ist die Wellness-Version von: „Leg dich hin, vergiss die Zeit, wir machen das schon.“ Ich finde das konsequent. Wer schon freiwillig Entspannung bucht, sollte nicht zusätzlich auf dem Parkplatz die Pulsuhr kalibrieren müssen.
Im Badehaus Benrath wird’s dann wieder sehr deutsch und sehr fair: Parken kostet nach Zeit, aber wenn du die Quittung vorlegst, bekommst du einen Teil beim Eintritt zurück – maximal 1 Euro. Das ist ein bisschen wie: „Wir nehmen’s dir ab, aber nicht komplett, du sollst ja auch was lernen.“ Erziehung durch Teilerstattung. Man geht als besserer Mensch raus. Oder zumindest als Mensch mit einem Beleg, den man nicht verlieren darf, weil sonst aus dem Badetag ein Rechenfehler wird.
Und dann gibt’s die Helden der Übersicht: Neanderbad kostenfrei. Heidebad Solingen – ausgewiesene Parkplätze gratis. Stadtbad Langenfeld – großer Parkplatz gratis, nur bei Sommerwetter manchmal voll. Mona Mare Monheim – kostenfrei. Das sind die Orte, an denen du beim Aussteigen kurz innehältst und denkst: „Moment… niemand will Geld von mir? Ist das… erlaubt?“ Und dann gehst du schnell rein, bevor es jemand merkt.
Unterm Strich zeigt sich: Parken rund ums Schwimmen ist inzwischen ein eigenes Freizeitprogramm. Mal gratis mit Freischaltung, mal gratis mit „viel Glück“, mal Tiefgarage mit Stundentarif und Tageskarte, mal Pauschal-Entspannung, mal See mit Preisschraube und Petition. Und irgendwie passt das: Wasser fließt, Preise steigen, und der Mensch sucht weiterhin verzweifelt nach dem Ort, an dem er einfach nur planschen kann, ohne dass sein Auto in der Zwischenzeit eine kleine Mieteinnahme wird.
Vielleicht ist das die moderne Definition von Naherholung: Du fährst hin, parkst, zahlst oder nicht, regst dich kurz auf oder freust dich kurz, und dann gehst du schwimmen, um wieder runterzukommen. Ein perfekter Kreislauf. Fast so rund wie eine Seerunde – nur eben mit Schranke.
Hildener Geschichten
Freitag, 20. Februar 2026
20.2.2026: Mit dem Auto ins Wasser: Wenn der Parkplatz mehr schluckt als du
Donnerstag, 19. Februar 2026
19.2.2026: Große Ostereiersuche im Stadtpark: Wenn der Osterhase Schichtdienst hat
Es gibt ja Städte, die machen zu Ostern ein bisschen Deko ans Rathaus, stellen drei Tulpen auf und nennen das dann „Frühlingszauber“. Und dann gibt es Hilden. Hilden sagt: „Wir machen das ordentlich.“ Am Ostermontag, dem **6. April**, wird im Stadtpark nämlich wieder die **große Ostereiersuche** veranstaltet – und zwar nicht irgendwie, sondern **zum dritten Mal**. Das klingt schon fast nach einer Tradition mit Zertifikat, Stempel und einem kleinen Verwaltungsakt, der irgendwo leise applaudiert.
Eingeladen sind **Kinder bis 6 Jahre** – also genau das Alter, in dem man Ostern noch für eine seriöse Angelegenheit hält und nicht für „Schokolade im Gebüsch, naja“. Und weil Hilden nicht kleckert, sondern nestet, stehen gleich zwei Promis bereit: **Bürgermeister Claus Pommer** höchstpersönlich und – Trommelwirbel – **der Osterhase**. Ich finde ja, das ist eine wunderbare Kombination: Der Bürgermeister für die feierliche Ansprache („Wir füllen den Park mit Kinderlachen!“) und der Hase fürs operative Geschäft („Ich hab da hinten noch ein Ei in die Hecke gedrückt, viel Glück!“).
Damit das Ganze nicht im klassischen „Alle gleichzeitig losrennen, Eltern filmen, Kind verschwindet im Rhododendron“-Modus endet, wird in **drei Zeitfenstern** gesucht. Der Osterhase arbeitet also quasi mit **Terminplan**:
* **11:00 – 12:00 Uhr**
* **12:30 – 13:30 Uhr**
* **14:00 – 15:00 Uhr**
Man sieht ihn schon förmlich mit Klemmbrett und Pausenbrot: „So, Kindergruppe 1 war sehr motiviert, Gruppe 2 hatte gute Nest-Dichte, Gruppe 3 bitte nicht alle gleichzeitig ins Gebüsch, danke.“ Und in jedem Zeitraum gibt’s nicht nur viele Eier und Nester, sondern auch **jeweils ein goldenes Ei**. Ein goldenes Ei! Das ist die Art von Objekt, bei dem Kinder sofort eine Mischung aus Schatzjäger, Detektiv und professionellem Gebüschscanner werden. Man kann praktisch zusehen, wie sich die Augen auf „Eiersuche: Expert Level“ umstellen.
Der Bürgermeister sagt, es sei eine tolle Gelegenheit, gemeinsam Zeit zu verbringen und den Park mit fröhlichem Kinderlachen zu füllen. Das ist wirklich schön – und zugleich die diplomatische Umschreibung für: „Es wird laut, es wird wuselig, und irgendwo wird jemand sehr überzeugt rufen: *ICH HAB WAS!!!*“
Wichtig ist allerdings: **Ohne Anmeldung läuft nichts.** Wirklich nichts. Nicht mal ein kleines Probeeierschauen. Die **Teilnehmendenzahl ist begrenzt**, und deshalb ist die **vorherige Anmeldung zwingend erforderlich**. Los geht’s **ab Montag, 16. Februar**, online über die Ostereiersuche-Seite der Stadt. Dort wählt man auch den gewünschten Zeitraum aus, und wenn ein Zeitraum voll ist, ist er voll – Hilden ist an der Stelle überraschend hasenharte Realität: **Keine Anmeldung, keine Teilnahme.** Wer spontan mit „Wir gucken mal“ kommt, guckt dann eben – aber eher den Stadtpark von außen an.
Unterstützt wird das Ganze von Sponsoren, die sich sehr passend lesen: **Selgros**, **Geflügelhof Engel** und der **Snackpoint im Stadtpark**. Ich mag diese Zusammenstellung sehr, weil sie klingt wie die perfekte Dreifaltigkeit für Familien-Events: Versorgung, gute Laune und irgendwo mindestens ein Snack, der in Sekunden verschwindet.
Unterm Strich: Hilden macht Ostern so, wie man es sich als Kind wünscht – mit echter Suche, echten Nestern, echter Aufregung und einem goldenen Ei, das vermutlich für exakt 3,7 Sekunden „unfassbar“ ist, bevor jemand ruft: „Mama! Foto!“. Und ganz ehrlich: Wenn ein Stadtpark an einem Ostermontag voller kleiner Osterhasen ist, dann ist das vielleicht die beste Art von Stadtmarketing, die es gibt.
Dienstag, 17. Februar 2026
17.2.2026: Itter Itter Helau – und wer hat bitte den Himmel auf „Duschgel“ gestellt?
Hilden hat es wieder getan. Rosenmontag, die City geschniegelt, gebügelt und in Kostüme geworfen – und dann macht das Wetter diesen klassischen Move: erst so tun, als sei es nur ein bisschen „rheinische Frische“, und ab 13.30 Uhr plötzlich auf „Dauerregen Deluxe“ umschalten. Man konnte förmlich hören, wie irgendwo ein Wolkenbeauftragter kichernd den Regler nach rechts schiebt. Und mitten drin zwei Jecken, die die einzig logische Frage stellen: „Hast du das schlechte Wetter bestellt?“ – „Nein, ich nicht, du?“ Am Ende ist klar: In Hilden wird nicht nur Kamelle gesucht, sondern auch der Verantwortliche. Fahndung läuft. Vermutlich versteckt er sich unter der Brücke zwischen Lindenplatz und Hagelkreuz, weil da eh alle standen, die trocken bleiben wollten – wie in einem sehr fröhlichen, sehr bunten Survivalkurs.
Denn wenn man in Hilden etwas kann, dann ist es „trotzdem“. Trotzdem Regen. Trotzdem Wind. Trotzdem Frisuren, die nach fünf Minuten aussehen wie „vorher/nachher“-Fotos aus einer Shampoowerbung, nur in umgekehrt. Trotzdem 10.000, 12.000, gefühlt 11.998 Menschen (plus zwei, die den Wetter-Account sperren wollten), die sich nicht abhalten lassen, den Zoch zu gucken. 50 Startnummern, 18 Festwagen – und ungefähr 18.000 Regenponchos, die plötzlich in allen Farben des Karnevals leuchten, als hätte jemand einen Einhorn-Schirmständer explodieren lassen.
Und dann, pünktlich um 14.11 Uhr – als hätte der Himmel kurz auf die Uhr geguckt und gesagt: „Okay, Tradition ist Tradition“ – setzt sich der Zug vom Lindenplatz aus in Bewegung Richtung Mittelstraße, Ziel Fritz-Gressard-Platz. Und was passiert kurz danach? Der Regen lässt nach. Natürlich. Das ist dieses meteorologische Prinzip: Wenn alle einmal komplett durch sind, darf’s kurz freundlich werden, damit die Kostüme zur Geltung kommen und man nicht nur „nasser Panda mit Hut“ erkennt, sondern wirklich Eisbär, Cowboy, Rentier, Batman-Harlekin und „Michael Jackson, aber mit Zombies vorne und hinten“ – ein Outfit, das man auch erstmal technisch stabil hinbekommen muss, während man im Regen Moonwalkt. „Moonwalk in the Rain“ ist übrigens ein Satz, den man nur in Hilden so selbstverständlich sagen kann, ohne dass jemand fragt, ob das eine neue Sportart ist.
Apropos stabil: Besonders stabil wirkten diesmal die kreativen Schutzmaßnahmen. Regenschirme, Wohneingänge, selbstgebaute Zelte – und Wagen mit Dach galten plötzlich als Luxus wie First Class im Jecken-Express. Doppelt nützlich waren Schirme sowieso: oben Regen, unten Kamelle. Und während die Musikgruppen trommeln, als wollten sie die Wolken wegmassieren, gibt’s Samba im Hildener Regenwetter – brasilianische Klänge, rheinische Nässe, perfekte Fusion: „Copacabana trifft Hagelkreuz“.
Inhaltlich war der Zug auch wieder sehr Hilden: städtische Musikschule dabei, DRK mit 125-jährigem Jubiläum (Respekt – die haben vermutlich schon Rosenmontage erlebt, da war Regen noch mit Kohle befeuert), Stadtwerke mit einem riesigen Sonnenwagen – was eine fantastische Form von passiv-aggressiver Wetter-Kommunikation ist: „Wenn du schon nicht scheinst, dann fahren wir dich halt spazieren.“ Dazu Gruppen aus Unterbach, ein Caterer-Wagen, der Frischgemüse thematisiert (nichts schreit Karneval so wie… Vitamine im Konfettiregen), und als krönender Abschluss: das Prinzenpaar Prinz Hildanus Peter III und Prinzessin Hildania Silvia I, strahlend gegen den Regen, als hätten sie eine eingebaute LED-Laune. Und weil Hilden es ernst meint mit dem „Alle sind jeck“: Kinderprinzenpaar (Lotta und Malte) und Inklusionsprinzenpaar (Anna und Jannik) mit eigenen Wagen. Das ist nicht nur schön – das ist Rosenmontag, wie er sein soll: laut, bunt, herzlich und ein bisschen verrückt.
Die wichtigste wissenschaftliche Erkenntnis des Tages kam allerdings aus der Kamelle-Forschung: Besonders beliebt waren Chips, Süßigkeiten und Popcorn. Popcorn! Das ist genial, weil man beim Fangen automatisch dieses Kino-Feeling hat: „Heute im Programm: Der Zoch – Teil 2026, mit starker Regen-Action und dramatischen Poncho-Momenten.“ Und laut CCH gingen pro Wagen etwa 700 bis 800 Kilo Wurfmasse raus. Das ist keine Menge, das ist ein logistisches Konzept. Da wird nicht geworfen, da wird verteilt – in Form von fliegenden Karamell-Riegeln und Doppel-Keksen, die jeden Diätplan kurz in den Winterschlaf schicken.
Ganz oben am Bürgerhaus stand Bürgermeister Claus Pommer und hatte die beste Aussicht – entmachtet an Altweiber, aber offensichtlich weiterhin balkonberechtigt. Das ist auch so ein rheinisches Ding: Man nimmt dir die Macht, aber nicht den Schlüssel zum besten Platz. Von dort regnete es nicht nur himmlisch, sondern auch amtlich: Kamelle runter, Moderation dazu – und zwischendurch stand der als Gottheit kostümierte Bürgermeister sogar in der Sonne. Ein Bild, das man sich einrahmen möchte: Krone, silberne Lockenpracht, Wetter macht kurz Frieden, und unten denken alle: „Okay, vielleicht hat er doch noch Einfluss.“
Spoiler: es währte nicht ewig. Gegen Ende waren wieder die im Vorteil, die aufs alltagsnahe Kostüm gesetzt hatten – Achim und Bine als regendichte Jungboomer in neongelben E-Bike-Jacken. Das ist nicht nur Kostüm, das ist ein Statement: „Wir sind bereit, wir sind sichtbar, und wir könnten notfalls auch noch schnell zum Baumarkt fahren.“ Achim mit Seppelhut, Bine mit vom Wind zerzaustem Haar und dem Satz, der den Tag perfekt zusammenfasst: „Die Scheibenwischer für die Brille hab ich auch vergessen.“ Da fühlte sich jeder Brillenträger kurz gesehen – und ein bisschen blind.
Und dann diese Szene, die man bitte jedes Jahr genau so wieder aufbauen sollte: die Currywurst-Truppe vor der Goldquelle. Seit 25 Jahren, immer Rosenmontag, immer dieselbe Stelle – früher Kohle, heute Gasgrill, sonst alles gleich. Das ist gelebte Tradition, ein Denkmal aus Senf und Standhaftigkeit. „Möchtest du ’ne Wurst?“ ist in dem Moment keine Frage, sondern ein rheinischer Friedensvertrag. Ein paar Schritte weiter ein selbstgezimmertes Piratenschiff, das Seifenblasen und Nebel ausstößt. Auf die Frage „Ist das seetauglich?“ kommt die einzig richtige Antwort: „Wenn man genug getrunken hat: Ja.“ Nautik nach rheinischer Methode.
Am Ende bleibt: Hilden kann Wetter. Nicht im Sinne von „es ist gut“, sondern im Sinne von „es ist da – und wir feiern trotzdem“. Der Rosenmontagszug 2026 war nass, laut, kreativ und voller Sonne im Herzen, wenn schon nicht am Himmel. Und irgendwo läuft immer noch die Suche nach der Person, die den Regen bestellt hat. Ich tippe ja auf jemanden, der heimlich „Schottland-Wetter“ im Kostümfundus gefunden hat und dachte: „Passt schon.“ Itter Itter Helau!
Montag, 16. Februar 2026
16.2.2026: Rosenmontag in Hilden: Regen? Egal. Hauptsache, die Chips fliegen!
Hilden ist seit Altweiber fest in Narrenhand – und wer glaubt, dass ein bisschen Wasser von oben daran irgendetwas ändert, hat offensichtlich noch nie gesehen, wie entschlossen ein Hildener Jeck Richtung Mittelstraße watschelt, wenn irgendwo „Kamelle!“ in der Luft liegt. Rosenmontag 2026 steht vor der Tür, und während die Wettervorhersage schon mal vorsorglich den Regenmantel aus dem Schrank zieht, ziehen die Hildener einfach den Glitzer drüber. Prioritäten müssen schließlich sitzen.
Los geht’s um 14.11 Uhr – weil Karneval ohne eine Uhrzeit, die klingt wie ein geheimer Freimaurer-Code, einfach nur ein Umzug wäre. Start ist am Lindenplatz, dann wird sich in bester Tradition über Richrather Straße, Südstraße, Kolpingstraße und Kirchhofstraße Richtung Mittelstraße geschlängelt, bis am Fritz-Gressard-Platz der jecke Akku leergefeiert ist. Dazwischen wartet das Bürgerhaus, wo Bürgermeister Claus Pommer vom Balkon aus den Laden zusammenhält: moderieren, begrüßen, Kamelle regnen lassen – quasi die Dreifaltigkeit des Rosenmontags. Und wichtig für alle, die am Ende gern noch etwas „für später“ in der Jackentasche finden: Ab dem Penny-Markt ist Kamelle-Wurfstopp. Nicht, weil plötzlich Vernunft einkehrt, sondern weil man einen reibungslosen Ablauf will. Karneval kann Ordnung, wenn er muss. Widerwillig, aber er kann.
Apropos Wurfmaterial: Dieses Jahr wird’s kulinarisch ambitioniert. Früher waren es Bonbons, heute sind es Chips, Popcorn, Karamellriegel und Doppelkekse – Hilden wirft quasi den Inhalt eines gut sortierten Kiosks in die Menge. Und weil man im Rheinland nichts halb macht, rechnet man pro Wagen mit ungefähr 700 bis 800 Kilo Wurfmasse. Das ist kein Umzug, das ist eine fliegende Snack-Offensive. Wer danach noch hungrig ist, hat entweder zu weit hinten gestanden oder hat aus Versehen konsequent „Nein danke“ gesagt.
Mitmachen wollen dieses Mal 50 Startnummern, darunter 18 Festwagen. Zuschauerzahlen? Im letzten Jahr sprach man von 18.000 bis 20.000 – perfektes Wetter hilft eben. Dieses Jahr hilft vermutlich: Trotz Regen kommen. Und wer jetzt denkt „Och nö, Regen…“, dem sei gesagt: Der Zugleiter Michael Kewersun hat bereits die meteorologische Geheimwaffe parat. Sein Plan, um das Wetter kurzfristig zu drehen, ist herrlich rheinisch-pragmatisch: brav die Teller aufessen. Das ist keine Wetterstrategie, das ist ein Lebensgefühl. Und falls es nicht klappt, hat man wenigstens aufgegessen.
Natürlich gibt’s auch Sicherheit – und zwar so, dass man merkt: Karneval ist Spaß, aber nicht kopflos. Ab 12 Uhr sind Fahrzeugbarrieren vorgesehen, die Stadt wird dann gesperrt, und „ein paar Hundert Leute“ sind im Einsatz: Feuerwehr, Ordnungsamt, Polizei, Rotes Kreuz – die komplette Truppe, damit wir alle sorgenlos schunkeln können. Details verrät man nicht, was im Karnevalskontext übrigens sehr gut passt: Ein bisschen Geheimnis muss sein. Sonst könnte man ja auch gleich eine PowerPoint draus machen.
Schön ist auch: Es gibt wieder einen VIP-Bereich für Menschen mit Behinderung – auf Höhe der Sparkasse in der Mittelstraße, ab 12.30 Uhr für rund 50 Personen plus Begleitung. Das ist echte Inklusion und genau die Sorte Karneval, bei der man merkt: Jecksein heißt auch, aneinander zu denken – und nicht nur an die nächste Tüte Popcorn, die einem gleich aus drei Metern Entfernung elegant ins Gesicht segelt.
Neuigkeiten? Die „üblichen Verdächtigen“ sind zwar wieder dabei (Karneval ohne Stammgäste wäre wie Kölsch ohne Glas), aber es gibt frische Gesichter: Eine Gruppe des Deutschen Roten Kreuzes ist anlässlich des 125. Geburtstags dabei, außerdem feiert eine Fußgruppe der MVZ Hildental von der Mittelstraße ihr Debüt. Und das Inklusionsprinzenpaar fährt dieses Jahr mit neu dekoriertem Wagen – inklusive „Familie Feuerstein“-Optik. Willkommen in Hilden, wo man nicht nur jeck ist, sondern im Zweifel auch ein bisschen steinzeitlich stylisch.
Und wo steht man am besten? Wenn du Luft zum Atmen willst: eher vorne, Richrather Straße oder Südstraße – da sind die Werfer allerdings oft noch im „Warm-up-Modus“, sprich: Die Kamelle fliegen, aber eher mit angezogener Handbremse. Der erste richtige Party-Hotspot ist das Hagelkreuz, dann wird’s kurz entspannter, bevor ab Polizeiwache Kirchhofstraße die Stimmung wieder anzieht und an der Gabelung ihren Höhepunkt erreicht – und zwar so nachhaltig, dass es bis zum Ende der Mittelstraße durchzieht. Wer es strategisch mag, macht das jecke „Doppelschauen“: erst Südstraße, dann flott über Schulstraße zur Mittelstraße und den Zug am Ende nochmal mitnehmen. Das ist wie ein Konzert mit Zugabe – nur dass die Zugabe Kekse wirft.
Einschränkungen gibt’s natürlich auch: Straßen- und Busverkehr werden am 16. Februar von 12 bis voraussichtlich 18 Uhr großräumig umgeleitet, Sperrbereich, Halteverbote, Abschleppen – die Klassiker. Wer nach 12 Uhr noch wegfahren will, stellt sein Auto besser vorher raus, sonst hat es am Ende ein Solo-Abenteuer mit dem Ordnungsamt.
Und weil Rosenmontag in Hilden nicht einfach „Ende“ kennt: After-Zoch-Party! Ab 15 Uhr Open Air am Alten Markt. Also: erst Kamelle fangen, dann weiterfeiern. Regen hin oder her – notfalls tanzt man sich eben trocken. In Hilden gilt schließlich die alte Karnevalsregel: Das Wetter kommt und geht. Der Zoch kommt auf jeden Fall.
Samstag, 14. Februar 2026
14.2.2026: Der Wolf, der auszog, um Hilden das Fürchten (und Facebook) zu lehren
Es war ein ganz normaler Sonntag im Februar. Die Menschen in Hilden, Baumberg und Düsseldorf-Süd taten das, was man sonntags eben so tut: spazieren gehen, Hunde ausführen, Brötchen holen, auf Facebook diskutieren. Und dann kam er. Lautlos. Buschig. Ungepflegt. Nein, nicht der Nachbar im Jogginganzug – ein Wolf.
Genauer gesagt: *vermutlich* ein Wolf. Vielleicht auch ein Wolfshund. Oder ein sehr ambitionierter Schäferhund mit Identitätskrise. Doch für Jamain Metzmacher aus Baumberg war die Sache klar: „Das ist doch kein Hund!“ Und wenn ein Mann mit Belgischem Schäferhund sagt, das ist kein Hund, dann ist das in etwa so belastbar wie ein TÜV-Stempel – nur mit mehr Fell.
Der Vierbeiner trabte am Hellerhofweg entlang, bog lässig in Richtung Paul-Löbe-Straße ab und verschwand offenbar Richtung Urdenbacher Kämpe. Ganz normaler Sonntagsspaziergang also – nur eben ohne Leine und mit leichtem Wildtier-Vibe. Metzmacher zückte sein Handy, machte ein Foto und tat, was man im 21. Jahrhundert bei Wolfsbegegnungen eben tut: Er informierte die Polizei und Facebook. In dieser Reihenfolge.
Die Polizei rückte aus, fand – Überraschung – keinen Wolf mehr und stellte fest: Es gibt keine belastbaren Hinweise. Außer natürlich das Foto. Und die Facebook-Kommentare. Und die weiteren Sichtungen. Aber belastbar ist ja bekanntlich nur, was eine DNA-Analyse von Kot, Haaren oder Speichel bestätigt. Willkommen im Jahr 2026, wo selbst ein Wolf erst einmal seine Proben einreichen muss.
Auch in Hilden-West soll das Tier gesichtet worden sein, ebenso in Düsseldorf-Reisholz – stilecht in der Morgendämmerung vor einer Tiefgarage. Man möchte fast meinen, der Wolf habe sich gedacht: „Wenn schon Großstadt, dann bitte mit urbanem Flair.“ Vielleicht hat er kurz überlegt, ein Parkticket zu ziehen.
Die Experten sind sich derweil relativ einig: Wenn es ein Wolf war, dann vermutlich ein junger Wanderwolf. Von den Eltern vor die Tür gesetzt, auf Partnersuche, auf der Suche nach einem eigenen Rudel – oder wenigstens nach einem ruhigen Waldstück ohne Hundekot-Reizüberflutung. Man fühlt ein bisschen mit ihm. Jung, orientierungslos, viel zu viel Input, überall Menschen mit Smartphones.
Die Schafhalter rund um die Urdenbacher Kämpe blieben bislang verschont. Keine gerissenen Tiere, keine nächtlichen Dramen. Elektro- und Drahtzäune scheinen gewirkt zu haben – oder der Wolf hatte einfach keinen Appetit auf rheinische Küche. Ein Experte merkte sogar an, Konflikte mit schlecht erzogenen Hunden seien hier deutlich häufiger. Das muss man sich mal vorstellen: Der Wolf kommt durch, benimmt sich, frisst nichts – und der Ruf des Problemtiers bleibt trotzdem.
Die Jäger sehen das naturgemäß etwas differenzierter. Der Wolf an sich sei nicht das Problem, heißt es, sondern das Bejagungsverbot. Zu viele Wölfe könnten die Artenvielfalt beeinträchtigen. In Hilden selbst dürfte allerdings eher die Parkplatzsituation die größere Bedrohung für die Biodiversität darstellen – aber das ist ein anderes Thema.
Am Ende bleibt vor allem eines: ein Sonntag, der es in sich hatte. Mehrere Anrufe bei der Polizei – ausgelöst durch einen einzigen Facebook-Post. Ein Tier, das wahrscheinlich einfach nur durchziehen wollte. Und eine Region, die für ein paar Stunden das Gefühl hatte, Teil einer Naturdokumentation zu sein – mit dem Titel: „Der Wolf im Ballungsraum – zwischen Tiefgarage und Paul-Löbe-Straße“.
Ob es wirklich ein Wolf war? Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Sicher ist nur: Wenn er wirklich auf Partnersuche war, hat er jetzt zumindest eins gefunden – maximale Aufmerksamkeit. Und irgendwo da draußen streift er nun weiter, leicht genervt vom rheinischen Trubel, auf der Suche nach einem Ort, an dem ihn niemand fotografiert.
Außer vielleicht wieder jemand mit einem sehr gut informierten Belgischen Schäferhund.
Freitag, 13. Februar 2026
13.2.2026: Fünf Kandidaten, ein Rathaus und ganz viel Wahlkampfgefühl
Hilden ist bewölkt, sieben Grad kalt und politisch so aufgeheizt wie die Kaffeemaschine im Rathaus kurz vor der Mittagspause. Es ist Kommunalwahlzeit, und wie es sich für eine ordentliche Itterstadt gehört, stehen gleich fünf Bewerber Schlange, um Bürgermeister zu werden. Fünf! Das ist kein Wahlkampf mehr, das ist schon fast ein Casting-Format – leider ohne Jury und mit deutlich weniger Glitzer.
Da wäre zunächst der Amtsinhaber, der Mann, der das Bürgermeisterbüro bereits kennt wie andere ihren eigenen Kühlschrank. Familienvater, Verwaltungsjurist, Wahlsieger ohne Stichwahl – ein bisschen der Typ „ruhige Hand am Steuer“, nur dass das Auto hier eine Stadt ist und die Straße voller Schlaglöcher. Er tritt nur als Bürgermeister an, nicht auf Listen, nicht in Bezirken – quasi der Solokünstler unter den Kandidaten.
Ganz anders der politische Frühstarter aus den Reihen der SPD: seit Jugendtagen engagiert, im Stadtrat längst heimisch und gefühlt in mehr Ausschüssen unterwegs als andere Menschen in Fitnessstudios. Wenn Engagement Kalorien verbrennen würde, wäre er längst Leistungssportler. Kochen und Reisen mag er auch – beides gute Voraussetzungen, denn im Rathaus braucht man Nerven wie ein Drei-Gänge-Menü und Fernweh nach Feierabend.
Der FDP-Kandidat bringt Unternehmergeist und jahrzehntelange politische Erfahrung mit, inklusive Bürgermeister-Stellvertreter-Vergangenheit und Listenplatz eins – sicher ist sicher. Mediengestalter, Druckerei-Geschäftsführer, Kreistagsfraktionschef: Wenn Multitasking eine olympische Disziplin wäre, hätte er zumindest gute Chancen auf die Qualifikation.
Dann meldet sich die Bürgeraktion zu Wort, mit einem Kandidaten, der politisch schon dabei war, als andere noch Wahlplakate mit Tapetenkleister für Zauberei hielten. 71 Jahre Lebenserfahrung, selbstständig, verheiratet und früher lange CDU – das ist kein Quereinsteiger, das ist ein politischer Langstreckenläufer mit Ortskenntnis.
Und schließlich der Pirat, der beweist, dass Politik auch mit Saxofon geht. Berliner Herkunft, Hildener Wahlheimat, Digitalisierung im Herzen und Musik im Gepäck. Wer sonst kann von sich sagen, Bürgermeister werden zu wollen und gleichzeitig eine Jazz-Session moderieren zu können? Wenn nichts anderes, dann bringt er zumindest neuen Sound in den Wahlkampf.
Unterm Strich heißt das: Hilden hat die Wahl. Fünf Kandidaten, fünf Lebensläufe, fünf Arten, den Chefsessel im Rathaus zu füllen. Bleibt nur die Frage, wer am Ende den Schlüssel bekommt – und wer danach erst mal tief durchatmet, wenn das Wetter immer noch bewölkt ist.
Donnerstag, 12. Februar 2026
12.2.2026: Wenn Kamelle Gold wert sind – Karneval in Hilden zwischen Schunkeln, Sparen und Süßwaren-Strategie
Karneval in Hilden war ja schon immer die fünfte Jahreszeit, aber 2026 fühlt sie sich ein bisschen wie die Zeit der großen Entbehrungen an – zumindest, wenn man unter einem Karnevalswagen steht und hofft, dass einem eine Tafel Schokolade ins offene Jeckenlächeln segelt. Früher, so hört man es an jeder zweiten Theke, sei mehr geflogen, höher, weiter, süßer. Heute gilt: gleiches Budget, weniger Wurfmaterial, dafür aber mit deutlich höherem emotionalem Wert. Kamelle sind quasi die neue Kryptowährung – selten, begehrt und manchmal Anlass für kleine Rangeleien am Straßenrand.
Trotzdem lässt sich Hilden die Laune nicht verderben. Rund 15 Wagen werfen immer noch mehrere Tonnen Süßigkeiten unters Volk, auch wenn jede einzelne Waffel inzwischen innerlich mit Applaus verabschiedet wird. Wer eine doppelte Portion erwischt, hat entweder sehr viel Glück oder sehr schnelle Hände. Und während auf den Wagen gerechnet, kalkuliert und vermutlich auch leise geweint wird, schunkelt unten das Volk, als wäre alles wie immer – denn Karneval ist schließlich Kopfsache.
Los geht der ganze Spaß traditionell an Altweiber mit dem Sturm auf das Bürgerhaus, bei dem sich Bürgermeister, Rathauspfeifen und die legendäre Waldkaserne heldenhaft, aber erfahrungsgemäß erfolglos, gegen die geballte Macht der drei Prinzenpaare stemmen. Spätestens wenn der Rathausschlüssel fällt, ist klar: Ab jetzt regieren Kostüme, Konfetti und der kollektive Ausnahmezustand. Danach verteilt sich die Jeckenschar strategisch klug – einige Richtung Waldkaserne, andere direkt zur Party in der Stadthalle Hilden, wo spätestens ab dem zweiten Lied niemand mehr weiß, wie spät es ist, aber alle wissen, dass es richtig ist.
Der Karnevalsfreitag zeigt dann Herz und Humor zugleich, wenn bei der Inklusionsparty wirklich alle gemeinsam feiern, tanzen und singen, während am Nelkensamstag die Innenstadt beweist, dass man auch vor der Sparkasse hervorragend schunkeln kann. Und wenn am Sonntag kurz durchgeatmet wird, bevor anderswo der Familienzug zieht, bleibt nur noch eine entscheidende Frage offen: Wie kommt man eigentlich nachts nach Hause? Die Antwort liefert zuverlässig die Rheinbahn, die mit Zusatzfahrten dafür sorgt, dass auch der letzte Jeck sicher – oder zumindest näherungsweise – wieder im eigenen Bett landet.
Am Ende bleibt festzuhalten: Auch wenn die Süßigkeiten teurer sind und die Kamelle gefühlt kleiner werden, der Karneval in Hilden ist unbezahlbar. Denn Lachen kostet nichts, Schunkeln verbrennt Kalorien und ein einziger gefangener Schokoriegel kann für einen kurzen Moment das Gefühl geben, den Rosenmontag gewonnen zu haben. Und darauf ein dreifach kräftiges: Helau!