Sonntag, 30. November 2025

30.11.2025: Hilden glüht – Drei Tage Weihnachtsmarkt, ein ganzes Jahr Liebe


Wenn der Hildener Weihnachtsmarkt die Tore öffnet, dann heißt es: Handschuhe an, Thermobecher raus und den Diätplan kurzzeitig in die Winterpause schicken. Denn für genau drei Tage verwandelt sich die Innenstadt in das, was man wohl liebevoll als die kuscheligste Großveranstaltung der Region bezeichnen darf – irgendwo zwischen Glühweinduft, Dudelsack und festlich beleuchteter Eiche.

Natürlich wären wir nicht in Hilden, wenn nicht auch der Weihnachtsmann persönlich – in Gestalt von Sven Lichan – den Weg in die City gefunden hätte. Unterstützt von Elf Petra Giesen, der vermutlich dienstältesten Zipfelmützenträgerin des Landes, wurde der Markt vom Bürgermeister Claus Pommer höchstselbst eröffnet. Und offenbar hat Claus auch noch ein Wörtchen mit Petrus gesprochen – denn pünktlich zur Eröffnung hat der Himmel brav seinen Dauerregen auf "niesel-neutral" gedrosselt. Ein Wunder? Nein. Ein Weihnachtswunder? Vielleicht.

Was diesen Markt so besonders macht, ist nicht etwa der hypermoderne LED-Sternenregen oder ein veganer Churro-Stand (Spoiler: beides gibt’s nicht), sondern die Menschen dahinter. Bürger für Bürger, Verein neben Verein, Würstchen neben Kakao – wer hier nichts Warmes im Herzen bekommt, dem ist vermutlich selbst mit einer doppelten Portion Glühwein nicht mehr zu helfen.

Auf der Bühne geben sich Geige, Piano und Blaskapelle die Noten in die Hand, und irgendwo zwischen jazzigen Saxofontönen und Adventssingen mit leichter Textunsicherheit („Wie ging das zweite Vers nochmal?“ – „Lalala…“), entsteht dieses unverkennbare Gefühl: Hilden, du kleines Weihnachtswunder, du bist vielleicht nicht groß, aber du hast Herz.

Highlight der Herzen ist natürlich das Winterdorf auf dem Alten Markt. Unter der beleuchteten Eiche – die sich dieses Jahr besonders herausgeputzt hat und vermutlich nachts heimlich Instagram-Fotos von sich schießt – tummeln sich Groß und Klein mit dampfenden Bechern in der Hand. Wer hier nicht mindestens einmal „Ach, ist das schön!“ sagt, bekommt beim Ausgang zur Strafe ein Sprühsahneherz auf die Mütze.

Und weil ein bisschen Konsum schließlich auch zur Weihnachtszeit gehört wie die Nadel zum Tannenbaum, lockt der verkaufsoffene Sonntag am 30. November zum Bummeln, Shoppen und „Oh, das ist ja nett, das nehm ich noch mit“. Alle Parkhäuser sind geöffnet, was die romantische Parkplatzsuche um den Block allerdings etwas entzaubert. Aber man kann nicht alles haben.

Drei Tage Weihnachtsmarkt – aber in Hilden reicht das für ein ganzes Jahr Gesprächsstoff. Wer nicht da war, hat was verpasst. Und wer da war, weiß: Mehr Weihnachten geht nicht. Außer vielleicht nächstes Jahr.

Donnerstag, 27. November 2025

27.11.2025: Mietspiegel-Märchen aus Hilden: Wie man mit Zahlen heizt, wenn die Heizung zu teuer ist

In einer Welt, in der Butter 4,50 € kostet, der Döner Luxusstatus erreicht hat und Strompreise klingen wie ein Lottojackpot, kommt nun eine weitere frohe Botschaft aus dem Herzen NRWs: **Die Mieten in Hilden werden weiter steigen.** Und zwar nicht aus Jux, sondern ganz offiziell, schwarz auf weiß – dokumentiert im brandneuen Mietspiegel, der so frisch ist, dass er vermutlich noch dampft.

Man erinnere sich: Der letzte Mietspiegel stammt aus dem sagenumwobenen Jahr 2021 – jenem magischen Jahr, in dem ein Neubau an der Beethovenstraße fertig wurde und man dachte, „jetzt haben wir genug gebaut“. Drei Jahre später, ein paar Bauzäune und etwa 3.000 Diskussionen auf Facebook weiter, ist klar: gebaut wird vielleicht, aber vor allem an den Mietpreisen.

Der Erste Beigeordnete Sönke Eichner – der Name klingt schon ein bisschen nach jemandem, der weiß, wie Excel-Tabellen funktionieren – präsentierte nun das Zahlenwerk des Vertrauensunternehmens *Neitzel Consultants GmbH*. Und siehe da: Es wurde nicht etwa gewürfelt, sondern gerechnet. So richtig mit Tabellen, Durchschnittswerten und wahrscheinlich auch mindestens einer PowerPoint-Präsentation mit leicht frustriertem Publikum im Sozialausschuss.

Doch das Wunder geschieht: Eigentümerverband *Haus & Grund Hilden* und der *Mieterbund Rheinisch-Bergisches Land* sind sich einmal **einig**. Das allein wäre schon eine Netflix-Serie wert. Man fragt sich fast: Was war in diesem Mietspiegel drin? Beruhigungstee? Oder einfach nur die Einsicht, dass ein Streit über den Mietspiegel in etwa so effektiv ist wie das Diskutieren mit einem Navi.

Natürlich bleibt die Frage: Was bedeutet das für die Bürgerinnen und Bürger der Itterstadt? Ganz einfach: Wer jetzt schon in der Badewanne schläft, um Heizkosten zu sparen, kann sich bald überlegen, ob er nicht gleich ein Zelt im Hildener Stadtpark aufschlägt – die Miete dort dürfte zumindest *noch* unter dem Mietspiegel liegen.

Fazit: Der neue Mietspiegel ist da, bringt Orientierung, Klarheit – und einen Vorgeschmack auf die Zukunft. Die ist zwar nicht rosig, aber hey, wer braucht schon rosig, wenn er statistisch korrekt wohnungslos sein kann?

Mittwoch, 26. November 2025

26.11.2025: Alle Jahre wieder – nur diesmal mit Wurzeln: Hilden pflanzt den Weihnachtsbaum ein

In Hilden weht der Wind der Nachhaltigkeit – und zwar direkt über die Beethovenstraße, wo man sich dachte: Warum jedes Jahr einen Weihnachtsbaum aufstellen, wenn man ihn auch einfach einpflanzen kann? Und voilà, da steht sie nun: eine fünf Meter hohe Nordmanntanne mit besten Zukunftsaussichten und Wurzelvertrag auf Lebenszeit.

Die Stadtverwaltung hat damit endgültig das Kriegsbeil mit der Natur begraben – zumindest was das alljährliche Absägen angeht. Stattdessen schickt sie eine stattliche Tanne in den urbanen Dauerurlaub. Gepflanzt wurde sie von der Firma Garten- und Landschaftsbau Meyer, die vermutlich nicht nur mit schwerem Gerät, sondern auch mit feierlicher Stimmung angerückt ist. Man weiß ja nie – vielleicht lief im Bagger schon „Oh Tannenbaum“ in Endlosschleife.

Die Grünfläche gegenüber der Beethovenstraße 32-40, bislang eher bekannt als „da, wo einmal im Jahr der Baum steht“, wird nun zur offiziellen Heimat dieses immergrünen Prachtstücks. Tagsüber Stadtbaum, nachts Weihnachtsstar – ein echtes Multitalent im öffentlichen Dienst. Und ganzjährig eine freundliche Erinnerung daran, dass man nicht immer alles absägen muss, was gut aussieht.

Man kann sich schon bildlich vorstellen, wie im nächsten Jahr der Adventszauber beginnt, während die Nordmanntanne ganz entspannt in der Erde steht und sich denkt: „Ich bin doch schon da, Leute. Spart euch das Spektakel.“ Keine Transportprobleme, keine nadelnden Altlasten, keine Last-Minute-Tannenbaumkrisen im Bauhausparkplatz-Gewühle.

Einziger Wermutstropfen: Wer nun denkt, er könne nach den Feiertagen den Baum mitnehmen – keine Chance. Dieser hier bleibt. Und das vermutlich länger als die meisten Mietverhältnisse in Hilden. Apropos: Vielleicht sollte man auch gleich noch ein paar kleine Nordmanntannen für bezahlbaren Wohnraum einpflanzen – wachsen zwar langsam, aber immerhin bleiben sie bezahlbar.

Hilden jedenfalls zeigt, wie’s geht: weniger Wegwerf-Feierlichkeit, mehr fest verwurzelte Symbolik. Und wenn der Baum in 50 Jahren immer noch steht, kann man sich rühmen: „Damals, 2025, da haben wir den gepflanzt – als Bäume noch keine Influencer waren.“

Montag, 24. November 2025

24.11.2025: Alles aussteigen bitte – Der ÖPNV-Survival-Guide für Fortgeschrittene"

Manche Menschen sammeln Briefmarken, andere wandern auf dem Jakobsweg – und dann gibt es noch die Pendler auf der S1 und S6. Diese haben sich für die deutlich radikalere Form der Selbstfindung entschieden: den täglichen Nahverkehr im Rheinland. Wer das Abenteuer sucht, muss nicht in die Wildnis – ein Ticket nach Hilden reicht völlig.

In diesen Novembertagen gleicht die Fahrt mit der S-Bahn einem russischen Roulette auf Schienen. „Alles aussteigen bitte, der Zug endet hier!“ – diese Ansage gehört inzwischen zu den Klassikern des Bahnverkehrs zwischen Dortmund und Solingen. Man kennt sie. Man fürchtet sie. Und man fragt sich regelmäßig, ob es sich hier nicht doch um eine gut getarnte Reality-Show handelt: *Survivor NRW – Wer schafft es bis zum Zielbahnhof?*

Die S1, dieser Koloss unter den S-Bahnen, spannt sich über 97 Kilometer, 39 Haltestellen, und eine emotionale Achterbahnfahrt, die ihresgleichen sucht. Pendler haben begonnen, in Facebook-Gruppen über alternative Routen zu philosophieren, als handele es sich um ein Strategiespiel. „Nimm den 783er!“ – „Der 782 dauert aber doppelt so lange!“ – „Lass das, ich war mal über eine Stunde unterwegs, nur um von Wersten nach Solingen zu kommen!“ Was früher die Deutsche Bahn-App war, ist heute ein Schwarm aus entnervten Hobby-Navigationsexperten mit WLAN-Empfang.

Dass die Bahn vor lauter Verspätung Züge in Hilden enden lässt, erklärt man sich in diesen Foren auch gleich selbst: „Hilden ist der Wendepunkt. Danach wird’s nur schlimmer. Also drehen sie lieber hier um, bevor der Zug emotional zusammenbricht.“ Dass es dabei ganz nebenbei die Statistik hübsch macht, ist nur ein kleiner Bonus im großen Drama.

Und während die S1 sich spontan verabschiedet, fühlt sich die S6 dazu berufen, einfach mal Langenfeld zum Endgegner zu machen. Wer eigentlich nach Köln wollte, fand sich plötzlich in Langenfeld wieder – dem Bermuda-Dreieck der Bahn. Eine Studentin fuhr statt zur Uni zurück nach Hause. Mit Laptop. Aus Trotz. Oder Verzweiflung. Wahrscheinlich beidem.

In der Gegenrichtung rauschte die S6 wiederum ohne Halt durch, als wollte sie sagen: „Ich hab keine Zeit für Kleinkram – ich muss nach Düsseldorf!“ Blöd nur, wenn man in Düsseldorf-Süd aussteigen wollte. Da half nur noch die Rückfahrt nach Leverkusen und ein Umstieg in den RE – eine Art intermodaler Hindernislauf durch den Nahverkehr, der einem Triathlon gleicht. Nur ohne Medaille. Dafür mit kaltem Regen und der feuchten Umarmung eines nassen Bahnsteigs.

Dass ein Teil der Schuld nicht einmal bei der Bahn lag – weil sich Unbefugte in Essen auf die Gleise wagten – ist da fast schon ironisch. Offenbar haben auch Chaos-Touristen ihren Weg in dieses Drama gefunden. Vielleicht wollten sie einfach mal live miterleben, was es heißt, in NRW mit der Bahn zu fahren.

Aber hey – ab Montag soll der Kölner Hauptbahnhof wieder voll verfügbar sein. Man darf also hoffen. Oder besser: sich langsam emotional darauf vorbereiten, dass Hoffnung im Rheinland oft eine sehr theoretische Angelegenheit bleibt.

Bis dahin: warme Kleidung, ein gutes Buch und die Telefonnummer vom nächsten Taxiunternehmen – das große Bahn-Game läuft, und es gibt nur eine Regel: *Erwarte das Unerwartete.*

Samstag, 22. November 2025

22.11.2025: Grüner wird’s nicht – Hilden entschärft den Vabali-Knoten

Hilden. Ein Ort, wo Wellness auf Verkehrsstress trifft und Fahrräder öfter fliegen als Reifen rollen: die Kreuzung Westring/Schalbruch, liebevoll „Vabali-Kreuzung“ genannt, weil sie in Sichtweite des gleichnamigen Spas liegt, wird jetzt endlich entschärft. Und das wurde auch Zeit. Denn was bisher wie ein Slalom zwischen Wellnessbesuchern, Radfahrern, geparkten SUVs und der Hoffnung auf eine grüne Ampel aussah, soll nun zu einer verkehrlichen Wohlfühloase werden – ganz im Sinne des benachbarten Dampfbads.

Drei Unfälle mit leicht verletzten Radfahrern im Jahr 2023 – da kann man fast von einer sportlichen Disziplin sprechen, wären da nicht Helmpflicht und Versicherung. Die Stadt Hilden hat nun erkannt, dass Radfahren keine Extremsportart sein sollte, zumindest nicht an dieser Kreuzung. Der zuständige Beigeordnete Peter Stuhlträger (ja, der Name ist echt) stellte die Pläne im Ausschuss für technische Infrastruktur vor. Die Idee: Radfahrer sollen künftig markierte Spuren bekommen und dank einer speziellen Ampelschaltung einen kleinen „Vorsprung“ vor dem motorisierten Verkehr erhalten. Ob das ein Frühstart mit offizieller Genehmigung oder nur ein psychologischer Sicherheitsboost ist, bleibt offen – Hauptsache, es hilft.

Auch Fußgänger dürfen sich freuen: Die Querung südlich der Kreuzung wird näher an selbige herangerückt – offenbar in der Hoffnung, dass dann auch wirklich jemand drüber geht, anstatt sich wie bisher durch parkende Autos und spontane Verkehrsschilder durchzuschlagen. Eine Bedarfsampel wird’s auch geben – endlich mal eine Ampel, die sich nicht benimmt wie ein pubertierender Teenager („Mach ich vielleicht… irgendwann.“).

Aber die wahren Stars dieser Geschichte sind nicht Radler oder Fußgänger – sondern die Autos. Besser gesagt: ihre Parkplätze. Denn im Zuge der Maßnahme wird auch gleich die Parkfläche für das Vabali Spa und das Erholungsgebiet Elbsee erweitert. Warum? Weil Menschen offenbar glauben, dass „Wellness“ damit beginnt, ihren SUV in die letzte verfügbare Hecke zu quetschen. Die Stadt reagiert und schafft neuen Raum – also Parkraum, nicht Denkraum.

Kurz gesagt: In Hilden wird umgebaut. Weniger Unfälle, mehr Ordnung, und vielleicht ein kleines bisschen weniger Adrenalin auf dem Weg zur Massage. Bleibt nur zu hoffen, dass die Umsetzung nicht länger dauert als ein Aufenthalt im Ruhebereich des Vabali – und man sich hinterher nicht wieder denkt: „War das jetzt Erholung oder Verkehrserziehung?“

Freitag, 21. November 2025

28.11.2025: Türchen, Törtchen und Tohuwabohu – Hilden macht wieder den Advent lebendig

Na also, es geht doch noch ohne Glühwein im Thermobecher auf dem Sofa! Der „Lebendige Adventskalender“ ist zurück in Hilden, und das nicht etwa als halbgares Online-Event mit pixeligen Rentieren und Zoom-Wichteln, sondern richtig, mit Menschen, Läden, Überraschungen – kurz: mit Leben in der Bude. Und zwar mitten in der Innenstadt. Ja, genau da, wo man sich sonst über zu wenig Parkplätze und zu viele Baustellen beschwert.

Hinter jedem der 24 Türchen (die in Wahrheit natürlich keine echten Türen sind, sonst wären es ja Häuser, und das wäre dann ein Wohnbauprojekt) verbirgt sich ein „besonderer Moment“. Das klingt fast schon philosophisch – wer weiß, vielleicht öffnet sich an einem Tag ein Schaufenster mit Live-Harfenmusik, am nächsten ein Café mit Zimtschnecken-Inferno, und irgendwo steht garantiert jemand mit einem selbstgebastelten Rentierkostüm und verteilt Mandarinen. Weihnachten auf Hildener Art eben.

Mit dabei: Einzelhändler, Gastronomen, Dienstleister – oder wie man sie früher nannte: Leute mit Läden. Die geben sich richtig Mühe, um uns mit kleinen Aktionen zu verzaubern. Man munkelt, dass manche davon sogar kostenfrei sind. Ein Wunder in diesen Zeiten, in denen man schon fürs freundliche Grüßen fast PayPal-QR-Codes erwartet.

Bürgermeister Claus Pommer zeigt sich begeistert – was man ihm nachsieht, denn schließlich ist es ja seine Stadt, die da adventlich aufgepimpt wird. Laut ihm ist der Kalender ein Beweis dafür, wie „Gemeinschaft in Hilden gelebt wird“. Und wer sind wir, ihm da zu widersprechen? Die Stadt leuchtet, die Leute lächeln (zumindest im 20-Sekunden-Fenster zwischen Eile und Parkplatzsuche), und das alles ohne künstliches Kaminfeuer vom Bildschirm.

Ab dem 1. Dezember wird jeden Tag ein neues „Türchen“ verkündet – online, versteht sich. Wer also nicht zufällig durch die Stadt streift wie ein neugieriger Weihnachtself, kann auf Instagram oder der Stadt-Website nachsehen, wo sich das nächste Highlight verbirgt. So wird das Smartphone zum Adventskalender – aber wenigstens mit echten Menschen und weniger Schokolade.

Bleibt nur die Frage: Was passiert eigentlich am 24. Dezember? Gibt’s da ein XXL-Türchen? Eine Gospelband auf dem Marktplatz? Ein Flashmob mit Rentiergeweih? Oder einfach nur einen Glühweinstand mit besonders langem Gedränge? Egal – Hauptsache lebendig. Und Hilden. Und Advent. In dieser Reihenfolge.

21.11.2025: Winterdorf-Idylle mit Karussell-Zauber und Reibekuchen-Diplomatie

In Hilden liegt Magie in der Luft – und nein, es ist nicht nur der Duft von Glühwein und frittiertem Teig, der durch die Straßen wabert. Auf dem Alten Markt tut sich was: Das Winterdorf nimmt Formen an! Wer bisher dachte, das Wort „Winterdorf“ sei eine charmante Umschreibung für zugefrorene Fußgängerzonen und zugige Buswartehäuschen, der hat sich gewaltig geschnitten. In Hilden bedeutet es: Lichterglanz, Weihnachtshäuschen und ein Karussell, das Kinderaugen größer werden lässt als die Portion Sahne auf dem Kakao.

Offizieller Start ist am Donnerstag, den 20. November – und das Wetter spielt angeblich auch mit. „Es soll richtig kalt werden“, sagen die Wetterfrösche. Endlich mal eine gute Nachricht aus der Klimawelt! Denn was wäre ein Winterdorf bei 18 Grad und Sonnenschein? Richtig – ein trauriger Novembermarkt mit Glühwein, der lauwarm weint. Also: Schal raus, Mütze auf, Weihnachtsstimmung an!

Veranstaltet wird das Ganze in diesem Jahr erstmals von der Plenkers & Mey GbR – eine Premiere also, bei der sicher auch das ein oder andere Häuschen leicht schief steht, aber hey, das gehört zur Authentizität! Schließlich sollen nicht nur die Lebkuchenherzen handgemacht wirken. Die Schirmherrschaft übernimmt das Stadtmarketing Hilden, das damit beweist: Wer keine Palmen aufstellen kann, muss eben mit Tannengrün zaubern.

Und es wird großzügig geöffnet: Montag bis Freitag von 11 bis 20 Uhr, samstags bis 21 Uhr, sonntags ab 11:30 Uhr – nur am Totensonntag bleibt das Winterdorf geschlossen. Ein bisschen Besinnung muss schließlich auch sein, zwischen Reibekuchenrausch und Kinderkarussellkarusselldrehwurm.

Doch damit nicht genug! Am 28. November kommt auch noch der Weihnachtsmarkt dazu – bis zum 30. darf dann geschlendert, geschlemmt und vermutlich auch ein bisschen gejammert werden, weil man doch „nur gucken wollte“ und nun fünf Holzengel und eine Portion gebrannte Mandeln später auf dem Heimweg ist.

Und als Extra-Zuckerstange obendrauf gibt's am 30. November sogar einen verkaufsoffenen Sonntag. Das ist die Zeit, in der sich Einzelhändler zwischen Maronen und Marketingstrategien fragen, ob sie den ganzen Glitzer eigentlich noch sehen können – aber lächeln, weil: Weihnachten.

Also, liebe Hildener, raus aus der warmen Bude und rein ins Winterwunderland! Wer weiß – vielleicht ist der Zauber gar nicht so weit weg, wie man denkt. Manchmal steht er einfach auf dem Alten Markt, dreht sich im Kreis und riecht verdächtig nach Zimt.