Donnerstag, 5. Februar 2026

5.2.2026: Staudamm statt Stauwasser: Hilden macht den Hoxbach dicht(er)

Man kennt das ja: Der Himmel öffnet die Schleusen, der Regen prasselt wie Karnevalskonfetti vom Himmel – und irgendwo in Hilden denkt sich der Hoxbach: „Och nö, nicht schon wieder alles auf einmal.“ Doch damit soll bald Schluss sein! Die Stadt Hilden greift zur Schaufel – im Dienste des Hochwasserschutzes und mit einem Plan, der so trocken ist wie das, was künftig *nicht mehr* durch die Kanalisation rauschen soll.

Südlich des Menzelsees und westlich des Nordfriedhofs wird das Regenrückhaltebecken ordentlich aufgepumpt – ganz ohne Muckibude, dafür mit Baggern und viel Motivation. Warum? Weil das Regenwasser aus dem Bereich Schalbruch bislang ungedrosselt – man könnte sagen: im Vollsprint – in den Hoxbach rauscht. Und wie jeder weiß: Wer ohne Bremse durch die Kurve geht, landet schnell im Graben. Oder eben: im Hochwasser.

Also wird nun das Becken erweitert. Mehr Platz für Regen, mehr Ruhe für den Bach – und ein kleiner Beitrag zum Weltfrieden, zumindest in Gummistiefel-Höhe. Bevor aber das große Buddeln beginnt, muss erst mal aufgeräumt werden. Das Tiefbau- und Grünflächenamt legt los mit dem Entfernen von Zäunen, Büschen und leider auch einigen Bäumen. Für letztere gibt’s später Ersatzpflanzungen, versprochen. Sträucher inklusive – es soll ja niemand sagen, in Hilden würde man nur abholzen und nie zurücklieben.

Die Bauarbeiten starten dann in der zweiten Hälfte 2026. Bis dahin wird’s gelegentlich ungemütlich auf den Wegen drumherum – Baustellenromantik inklusive. Und wer sich fragt, warum es doch länger dauert als gedacht: Mutter Natur macht den Bauzeitenplan. Witterungsbedingte Verzögerungen sind quasi eingeplant. Oder wie der Rheinländer sagt: „Et kütt wie et regnet.“

Am Ende steht ein Rückhaltebecken, das nicht nur Wasser sammelt, sondern auch Lob. Und der Hoxbach? Der fließt künftig entspannt dahin – gedrosselt, gefiltert, gepflegt. Ein echter Wellnessurlaub, für einen Bach, der schon viel zu lange auf der Überholspur war.

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