Freitag, 4. September 2026

4.9.2026: Im September wird der Weg nach Düsseldorf zum kleinen Abenteuer

Wer aus Hilden regelmäßig nach Düsseldorf fährt, kennt das Spiel inzwischen: Man schaut morgens nicht mehr nur auf die Uhr, sondern vorsichtshalber auch noch auf die Verkehrsmeldungen. Im September lohnt sich dieser zusätzliche Blick ganz besonders. Rund um das Werstener Kreuz wird gebaut – und das betrifft uns Hildener gleich doppelt. Sowohl die Busse der Rheinbahn als auch Autofahrer müssen sich zeitweise neue Wege suchen.

Grund sind Gleisbauarbeiten der Rheinbahn im Bereich des Werstener Kreuzes. Vom 7. September um 4 Uhr bis zum 21. September um 4 Uhr wird dort gearbeitet. Für Hilden besonders wichtig: Die Buslinien 782 und 785 sind betroffen. Wer regelmäßig mit einer dieser Linien Richtung Düsseldorf fährt, sollte also etwas mehr Zeit einplanen.

Stadtauswärts fahren die Busse ab der Haltestelle „Uni-Kliniken“ eine Umleitung. Die Haltestelle „Werstener Dorfstraße“ entfällt während der Bauarbeiten. In Richtung Düsseldorf beginnt die Umleitung bereits ab der Autobahnabfahrt Wersten. Auch der Schnellbus SB50 nach Haan ist von den Änderungen betroffen.

Nun könnte man natürlich sagen: Dann fahre ich eben mit dem Auto.

Ganz so einfach ist es leider nicht.

Denn die Arbeiten haben auch erhebliche Auswirkungen auf den Straßenverkehr rund um das Werstener Kreuz und die A46. Mehrere Fahrbeziehungen sind zeitweise nicht möglich. Wer vom Südpark über die Werstener Straße kommt, kann beispielsweise nur in Richtung Wuppertal auf die A46 fahren. Die Zufahrt zum Werstener Kreuz ist gesperrt. Auch an anderen Stellen sind Auf- und Abfahrten beziehungsweise Abbiegeverbindungen nicht nutzbar.

Das klingt schon beim Lesen kompliziert und dürfte sich im Berufsverkehr noch ein wenig komplizierter anfühlen. Für uns Hildener bedeutet das vor allem: Wer normalerweise über die A46 nach Düsseldorf fährt, sollte vor der Abfahrt prüfen, welche Route gerade sinnvoll ist. Die offiziellen Umleitungen werden ausgeschildert, aber vermutlich werden auch die beliebten Schleichwege in diesen zwei Wochen deutlich stärker belastet sein.

Und weil eine Baustelle allein offenbar noch nicht reicht, gibt es im September noch eine kleine Zugabe. Vom 12. bis zum 14. September wird zusätzlich der Werstener Tunnel auf der A46 in beiden Fahrtrichtungen wegen Wartungsarbeiten gesperrt. Spätestens an diesem Wochenende dürfte der Satz „Ich fahre mal eben nach Düsseldorf“ etwas optimistisch klingen.

Überhaupt entwickelt sich der Verkehr rund um Hilden derzeit zu einer Art strategischem Brettspiel. A3, A46, A59, Bahnstrecken, Brücken und diverse Baustellen – irgendwo wird eigentlich immer gebaut. Natürlich müssen Straßen, Schienen und Brücken irgendwann saniert werden. Trotzdem ist die Gleichzeitigkeit für Pendler zunehmend eine Herausforderung.

Gerade die Verbindung zwischen Hilden und Düsseldorf ist für viele Menschen tägliche Routine. Arbeit, Universität, Arzttermine, Einkaufen, Veranstaltungen oder einfach ein Abend in der Düsseldorfer Innenstadt – die Strecke gehört zum Alltag. Und deshalb sind solche vermeintlich Düsseldorfer Baustellen eben auch Hildener Geschichten.

Immerhin ist diesmal ziemlich genau bekannt, wann der Spuk vorbei sein soll. Am 21. September um 4 Uhr sollen die Umleitungen der Rheinbahn enden.

Bis dahin gilt für alle Hildener mit Ziel Düsseldorf: ein bisschen früher losfahren, Verkehrsmeldungen anschauen und nicht unbedingt darauf vertrauen, dass der Weg, den man seit zwanzig Jahren fährt, an diesem Morgen auch tatsächlich funktioniert.

Und vielleicht ist das ja inzwischen die wichtigste Verkehrsregel rund um Hilden:

Wenn das Navi plötzlich sagt „Route wird neu berechnet“, hat es wahrscheinlich recht.

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