Es gibt Nachrichten, die klingen erst einmal harmlos, entwickeln sich aber bei genauerem Hinsehen zu einem ausgewachsenen Abenteuer – vor allem, wenn man zufällig ein Auto besitzt und am Wochenende irgendwohin wollte. Im Autobahnkreuz Hilden nämlich hat eine Entwässerungsrinne beschlossen, dass jetzt Schluss mit lustig ist. Und wenn eine Entwässerungsrinne ruft, dann kommt die Autobahn GmbH Rheinland – kurzfristig, entschlossen und mit Sperrung.
Von Freitagabend bis Montagmorgen wird aus einer eigentlich simplen Überfahrt von der A46 auf die A3 ein nostalgisches Erlebnis: Man lernt Umleitungen kennen, die man vorher nur vom Hörensagen kannte, und folgt einem „roten Punkt“, der plötzlich mehr Autorität besitzt als jedes Navigationssystem. Währenddessen wird die A3 Richtung Frankfurt auf Diät gesetzt – eine Spur statt drei, entschleunigt, meditativ, beinahe spirituell.
Der eigentliche Star dieser Geschichte bleibt jedoch die Entwässerungsrinne. Unscheinbar, meist übersehen, jetzt aber der heimliche Verkehrsdiktator des Wochenendes. Sie sorgt dafür, dass Autofahrer innehalten, tief durchatmen und sich fragen, ob man nicht doch lieber schon am Freitagmittag losgefahren wäre – oder gleich zu Hause geblieben ist.
So zeigt sich wieder einmal: In Nordrhein-Westfalen braucht es keine Großereignisse, um den Verkehr in Wallung zu bringen. Manchmal reicht eine Rinne. Eine einzige. Und ganz Hilden denkt kollektiv: „Hätte sie das nicht auch nächste Woche machen können?“
Sonntag, 8. Februar 2026
8.2.2026: Wenn die Autobahn niest: Das große Drama um eine kleine Entwässerungsrinne
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