Hilden steht Kopf – die närrische Session 2025/26 ist im vollen Gange und mittendrin: ein Prinzenpaar, das nicht nur Kamelle wirft, sondern Herzen gewinnt. Seine Tollität Prinz Hildanus Peter III. und ihre Lieblichkeit Prinzessin Hildania Silvia I. haben sich in ihren Samt-Ornaten nicht etwa in eine royale Komfortzone zurückgezogen – nein, sie regieren mit Pritsche, Tanz und sozialem Gewissen. Quasi Karneval mit Tiefgang, nur ohne Bedenkenträgerei.
Dabei hätten sich die beiden – eigenen Aussagen zufolge – auch einfach ein Auto kaufen können. Haben sie aber nicht. Stattdessen stecken sie Zeit, Energie und vermutlich einen Kleinwagenwert in ihre Amtszeit. Manch ein Außenseiter mag sich nun fragen: „Warum?“ Die Antwort ist simpel: Weil Karneval in Hilden mehr ist als Schunkeln und Schunkelmusik. Es ist gelebte Heimatliebe. Und manchmal auch ein kleiner Kraftakt.
Denn mit einer auf 80 Termine komprimierten Session bleibt kaum Zeit für Konfetti-Pausen. Das Paar tanzt sich durch Seniorenheime, Geburtstagsfeiern und Bühnenauftritte – mit einem eigens entwickelten Gemeinschaftstanz, der sogar von den Enkeln nachgetanzt wird. Silvia I. malt während Interviews Sonnenstrahlen auf Tische und verbreitet mehr Wärme als ein Heizlüfter in der Schützenhalle. Es ist, als wären die beiden nicht nur das Gesicht, sondern auch das Herz des Hildener Karnevals.
Prinz Peter, von Beruf Metallsägenverkäufer (ja, das gibt’s wirklich), hält eine Pritsche mit Stadtwappen und Sägeband in der Hand – vermutlich die erste symbolträchtige Karnevalswaffe mit Maschinenbau-Charme. Und Silvia? Die frischgebackene Rentnerin nutzt die Zeit nach dem Berufsleben nicht etwa für Kreuzfahrten oder Couch, sondern für Inklusion, Nachbarschaftshilfe und eine Extraportion Frohsinn. Während andere in ihrem Alter überlegen, ob sie die Kaffeemaschine auf „mittel“ oder „stark“ stellen, plant sie Instagram-Wettbewerbe und Gemeinschaftsaktionen.
Die Prinzenburg? Natürlich nicht irgendeine Besenkammer im Vereinsheim, sondern das Restaurant „Bella Storia im Fachwerk“, stilvoll, zentral, charmant. Von hier aus strahlt das Prinzenpaar in alle Richtungen – metaphorisch und organisatorisch. Damit auch der Nachwuchs bei der Stange bleibt, gibt’s Social-Media-Aktionen mit dem ultimativen Preis: einmal Prinzenwagen fahren an Rosenmontag. Mehr Hildener Adel geht nicht.
Und wer jetzt denkt: „Das ist doch alles nur bunte Show“, der war noch nie bei der Nachbarschaftshilfe-Tütchenpackaktion oder hat gesehen, wie die Kniebachschiffer dank des Engagements des Paares ihr Tanzcorps reaktivieren. Das ist kein Karneval für die Galerie – das ist gelebte Gemeinschaft im Glitzerkostüm.
Kurz gesagt: Hilden hat nicht nur ein Prinzenpaar. Es hat zwei Idealisten mit Faible für Stadtfarben, Gemeinschaftstanz und gute Laune. Wer braucht da noch ein Auto?
Samstag, 10. Januar 2026
10.1.2026: Hildanus & Hildania: Ein Prinzenpaar mit Herz, Pritsche und Instagram
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