Sonntag, 4. Januar 2026

4.1.2026: Jetzt wird umKartenführerschein getauscht!

Der Führerschein – einst ein Symbol der Freiheit, der erste große Schritt in Richtung Erwachsenenleben. Damals noch frisch laminiert oder mühsam beim Amt abgestempelt, je nach Jahrgang. Doch 2026 ist Schluss mit der Nostalgie: Jetzt heißt es „Tschüss, Kartenführerschein von 1999 bis 2001“, dein Ablaufdatum ist gekommen. Wer denkt, die grauen oder rosafarbenen Lappen seien schon lange Geschichte, liegt richtig – aber der Plastiknachfolger von damals ist nun selbst ein Fall fürs Archiv. Willkommen im Zeitalter des digital erfassten Plastik-Gegenplastiks.

Am 19. Januar 2026 ist Stichtag. Wer dann noch stolz den alten Kartenführerschein von vor 2013 zückt, hat ein kleines Problem – nämlich ein potenzielles Bußgeld. Und das tut dann weh, nicht wegen des Geldes, sondern wegen der Behördenlauferei, die einen erwartet, wenn man zu spät dran ist. Also besser: rechtzeitig den Weg zum Amt oder ins Internet wagen – die Auswahl ist groß, der Aufwand... na ja.

Im Kreis Mettmann gibt’s gleich mehrere Möglichkeiten, sich den neuen Schein zu sichern. Online geht’s natürlich auch – inklusive Rückumschlag-Romantik und der Gelegenheit, mal wieder ein biometrisches Foto zu machen, auf dem man aussieht wie jemand, der definitiv keinen Spaß am Autofahren hat. Wer es lieber analog mag, kann zur Führerscheinstelle oder ins Bürgerbüro, solange es nicht in Velbert oder Ratingen liegt – dort gelten offenbar Sonderregeln, vermutlich aus Gründen, die selbst Kafka nicht verstanden hätte.

Und wie immer bei bürokratischen Großprojekten gilt: Bring alles mit, was du hast – Ausweis, Passbild, Führerschein, gute Nerven. Acht Wochen Bearbeitungszeit sind angesetzt, also bleibt genug Zeit, um zu überlegen, ob man überhaupt noch Auto fahren will, oder ob das Leben als Buspassagier nicht auch seinen Reiz hat.

Kostenpunkt? 26,50 Euro plus Versand – ein echtes Schnäppchen, wenn man bedenkt, dass man damit in die große EU-weite Datenbank der Fahrerlaubnisse aufgenommen wird. Da ist man dann offiziell vermerkt – nicht nur als Mensch mit Führerschein, sondern als jemand, der rechtzeitig sein Leben sortiert bekommt. Also fast ein Ritterschlag, wenn man so will.

Der Führerscheinumtausch ist damit kein rein technischer Akt. Es ist ein Generationenwechsel. Ein Abschied vom leicht vergilbten Plastikrechteck, das einen durch die wilde Fahranfangszeit begleitet hat – inklusive Kratzer, Kaffee-Flecken und diverser Erinnerungen an Blitzerfotos. Und jetzt: ein neuer, moderner, steriler Ausweis. Weniger charmant, aber fälschungssicher. Und genau das will Europa. Wer sind wir, das in Frage zu stellen?

Also: Wer zwischen 1999 und 2001 den Führerschein gemacht hat – jetzt ist der Moment. Einmal Bürokratie bitte, zum Mitnehmen.

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