Freitag, 9. Oktober 2026

9.10.2026: Zwei Buslinien auf Abwegen – oder: Hilden verlegt jetzt auch die Haltestellen

In Hilden reicht es offenbar nicht mehr, dass Autofahrer wegen der Baustellen neue Wege suchen müssen. Ab Montag, 12. Oktober, dürfen auch die Fahrgäste der Rheinbahn ihre Ortskenntnisse auffrischen. Weil die Gerresheimer Straße zwischen Stockhausstraße und Schalbruch eine neue Fahrbahndecke bekommt, werden die Buslinien 781 und 782 umgeleitet. Bis zum 29. Oktober wird damit nicht nur der Straßenverkehr neu sortiert, sondern gleich ein Teil des öffentlichen Nahverkehrs.

Das ist die logische Fortsetzung unserer Hildener Baustellensaison. Erst wird eine Straße zur Einbahnstraße, anschließend vollständig gesperrt, und jetzt erfahren wir, dass auch die Busse nicht einfach dort weiterfahren können, wo sie immer gefahren sind. Immerhin hat die Rheinbahn rechtzeitig mitgeteilt, welche Umwege geplant sind. Wer allerdings die verschiedenen Fahrtrichtungen, Haltestellen und Zeiträume auf Anhieb versteht, dürfte auch mit komplizierteren Verkehrsführungen wenig Schwierigkeiten haben.

Die Linie 781 fährt Richtung Erika-Siedlung über den Schalbruch statt auf ihrem gewohnten Weg. Bei der Linie 782 geht es Richtung Solingen über Richard-Wagner-Straße und Hochdahler Straße. Besonders wichtig: Die Haltestelle Johann-Sebastian-Bach-Straße entfällt in dieser Fahrtrichtung, während die Richard-Wagner-Straße je nach Linie und Richtung an andere Haltepositionen verlegt wird. Ab dem 26. Oktober kommen wegen der vollständigen Straßensperrung zusätzliche Umleitungen in den Gegenrichtungen hinzu.

Man merkt: Die Hildener Komponisten haben es in diesen Wochen nicht leicht. Mozartstraße, Richard-Wagner-Straße, Beethovenstraße und Johann-Sebastian-Bach-Straße – ausgerechnet in unserem musikalisch benannten Straßennetz wird kräftig umdirigiert. Nur dass diesmal nicht der Dirigent den Takt vorgibt, sondern die Straßenbaustelle.

Für regelmäßige Fahrgäste ist das allerdings weniger unterhaltsam, als es auf dem Papier klingt. Wer morgens zur Arbeit, zur Schule oder zu einem Termin muss, möchte vor allem wissen, ob der Bus an der gewohnten Stelle hält. Besonders ärgerlich sind solche Änderungen für Menschen, die nicht gut zu Fuß sind oder auf eine bestimmte Haltestelle angewiesen sind. Eine Ersatzhaltestelle ein paar Meter weiter mag für manche belanglos sein, für andere kann sie den täglichen Weg deutlich komplizierter machen.

Hinzu kommt, dass die zusätzlichen Umleitungen erst am 26. Oktober beginnen. Fahrgäste müssen sich also möglicherweise zweimal umstellen: zunächst auf die erste Baustellenregelung und zwei Wochen später auf die nächste. Die Rheinbahn nennt als Zeitraum insgesamt Montag, 12. Oktober, 4 Uhr, bis Donnerstag, 29. Oktober, 4 Uhr.

Natürlich muss eine Straße irgendwann saniert werden, und Busse können nicht durch frisch eingebauten Asphalt fahren. Entscheidend ist deshalb, dass die Ersatzhaltestellen gut erkennbar sind, die Fahrgastinformationen stimmen und die Anschlüsse trotz der Umwege möglichst funktionieren. Gerade bei einer Baustelle, deren Ablauf in mehreren Phasen geplant ist, kommt es auf solche praktischen Details an.

Immerhin ist die Einschränkung überschaubar. Wenn alles nach Plan läuft, können die Busse Ende Oktober wieder ihre gewohnten Strecken bedienen. Bis dahin empfiehlt sich vor jeder Fahrt ein genauer Blick auf die Haltestelle und die aktuellen Fahrgastinformationen.

Denn in Hilden muss man derzeit nicht nur wissen, wann der Bus kommt. Man sollte vorsichtshalber auch prüfen, wo er überhaupt noch hält.

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