Es gibt ja Städte, die machen zu Ostern ein bisschen Deko ans Rathaus, stellen drei Tulpen auf und nennen das dann „Frühlingszauber“. Und dann gibt es Hilden. Hilden sagt: „Wir machen das ordentlich.“ Am Ostermontag, dem **6. April**, wird im Stadtpark nämlich wieder die **große Ostereiersuche** veranstaltet – und zwar nicht irgendwie, sondern **zum dritten Mal**. Das klingt schon fast nach einer Tradition mit Zertifikat, Stempel und einem kleinen Verwaltungsakt, der irgendwo leise applaudiert.
Eingeladen sind **Kinder bis 6 Jahre** – also genau das Alter, in dem man Ostern noch für eine seriöse Angelegenheit hält und nicht für „Schokolade im Gebüsch, naja“. Und weil Hilden nicht kleckert, sondern nestet, stehen gleich zwei Promis bereit: **Bürgermeister Claus Pommer** höchstpersönlich und – Trommelwirbel – **der Osterhase**. Ich finde ja, das ist eine wunderbare Kombination: Der Bürgermeister für die feierliche Ansprache („Wir füllen den Park mit Kinderlachen!“) und der Hase fürs operative Geschäft („Ich hab da hinten noch ein Ei in die Hecke gedrückt, viel Glück!“).
Damit das Ganze nicht im klassischen „Alle gleichzeitig losrennen, Eltern filmen, Kind verschwindet im Rhododendron“-Modus endet, wird in **drei Zeitfenstern** gesucht. Der Osterhase arbeitet also quasi mit **Terminplan**:
* **11:00 – 12:00 Uhr**
* **12:30 – 13:30 Uhr**
* **14:00 – 15:00 Uhr**
Man sieht ihn schon förmlich mit Klemmbrett und Pausenbrot: „So, Kindergruppe 1 war sehr motiviert, Gruppe 2 hatte gute Nest-Dichte, Gruppe 3 bitte nicht alle gleichzeitig ins Gebüsch, danke.“ Und in jedem Zeitraum gibt’s nicht nur viele Eier und Nester, sondern auch **jeweils ein goldenes Ei**. Ein goldenes Ei! Das ist die Art von Objekt, bei dem Kinder sofort eine Mischung aus Schatzjäger, Detektiv und professionellem Gebüschscanner werden. Man kann praktisch zusehen, wie sich die Augen auf „Eiersuche: Expert Level“ umstellen.
Der Bürgermeister sagt, es sei eine tolle Gelegenheit, gemeinsam Zeit zu verbringen und den Park mit fröhlichem Kinderlachen zu füllen. Das ist wirklich schön – und zugleich die diplomatische Umschreibung für: „Es wird laut, es wird wuselig, und irgendwo wird jemand sehr überzeugt rufen: *ICH HAB WAS!!!*“
Wichtig ist allerdings: **Ohne Anmeldung läuft nichts.** Wirklich nichts. Nicht mal ein kleines Probeeierschauen. Die **Teilnehmendenzahl ist begrenzt**, und deshalb ist die **vorherige Anmeldung zwingend erforderlich**. Los geht’s **ab Montag, 16. Februar**, online über die Ostereiersuche-Seite der Stadt. Dort wählt man auch den gewünschten Zeitraum aus, und wenn ein Zeitraum voll ist, ist er voll – Hilden ist an der Stelle überraschend hasenharte Realität: **Keine Anmeldung, keine Teilnahme.** Wer spontan mit „Wir gucken mal“ kommt, guckt dann eben – aber eher den Stadtpark von außen an.
Unterstützt wird das Ganze von Sponsoren, die sich sehr passend lesen: **Selgros**, **Geflügelhof Engel** und der **Snackpoint im Stadtpark**. Ich mag diese Zusammenstellung sehr, weil sie klingt wie die perfekte Dreifaltigkeit für Familien-Events: Versorgung, gute Laune und irgendwo mindestens ein Snack, der in Sekunden verschwindet.
Unterm Strich: Hilden macht Ostern so, wie man es sich als Kind wünscht – mit echter Suche, echten Nestern, echter Aufregung und einem goldenen Ei, das vermutlich für exakt 3,7 Sekunden „unfassbar“ ist, bevor jemand ruft: „Mama! Foto!“. Und ganz ehrlich: Wenn ein Stadtpark an einem Ostermontag voller kleiner Osterhasen ist, dann ist das vielleicht die beste Art von Stadtmarketing, die es gibt.
Donnerstag, 19. Februar 2026
19.2.2026: Große Ostereiersuche im Stadtpark: Wenn der Osterhase Schichtdienst hat
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen