Es ist wieder soweit: Die A46 und die A3, jene treuen Begleiter unseres motorisierten Alltags, bekommen ihre wohlverdiente Beauty-Kur. Leider bedeutet das für uns keine Wellness-Auszeit, sondern ein Wochenende voller Umleitungen, Stau-Frust und einer unfreiwilligen Sightseeing-Tour über die Anschlussstelle Erkrath. Danke, Autobahn GmbH!
Von Freitagabend bis Montagmorgen wird das Autobahnkreuz Hilden zur Sperrzone für zwei besonders beliebte Fahrverbindungen. Wer also dachte, er könne von der A3 aus Oberhausen locker flockig Richtung Wuppertal auf die A46 wechseln, wird enttäuscht. Ebenso ist die Verbindung von der A46 aus Wuppertal auf die A3 Richtung Frankfurt Geschichte – zumindest für dieses Wochenende. Aber keine Sorge, der berühmte „rote Punkt“ zeigt uns den Weg über Erkrath. Das klingt fast so, als könnte man sich darauf verlassen. Fast.
Der Grund für das Chaos? Die Autobahn GmbH Rheinland arbeitet an den letzten Feinschliffen der Fahrzeugrückhaltesysteme. Also diesen schicken Metallbarrieren, die auf den ersten Blick nach Autobahnschmuck aussehen, aber tatsächlich verhindern, dass wir mit unseren Autos wie in einem Actionfilm über die Böschung fliegen. Ein edles Ziel, für das man ein wenig Geduld aufbringen sollte.
Doch es gibt Licht am Ende des Tunnels – oder besser gesagt am Ende des Kreuzungsbauwerks. Denn die Arbeiten markieren das Ende eines Projekts, das in den letzten Jahren für so manche Staus, Flüche und unerwartete Bekanntschaften mit dem Radioprogramm gesorgt hat. Der Ersatzneubau ist fertig! Zumindest dieses Kapitel.
Natürlich wäre es kein echtes Autobahnprojekt ohne den kleinen Cliffhanger. Im Frühjahr geht’s weiter, dann wird noch ein Stückchen Fahrbahn Richtung Anschlussstelle Opladen erneuert. Aber hey, was sind schon 500 Meter im Vergleich zu einer weiteren Runde auf der emotionalen Achterbahn, die wir „Straßenbau“ nennen?
Bis dahin bleibt nur eines zu sagen: Viel Spaß mit den Umleitungen, nehmt es mit Humor und vergesst nicht, ein Selfie mit dem „roten Punkt“ zu machen. Denn wie oft hat man schon die Gelegenheit, Erkrath bei Nacht zu sehen?
Freitag, 15. November 2024
15.11.2024: Ein Wochenende voller Umleitungen: Der Tanz der Verkehrshütchen im Autobahnkreuz Hilden
Dienstag, 12. November 2024
12.11.2024: Überraschung zur Sessionseröffnung: Hildens Hoppedine mit unerwartetem Rollentausch
Die diesjährige Karnevalssession in Hilden hat mit einer überraschenden Wendung begonnen! Die „Hoppedine“ – eine zentrale Figur im Hildener Karneval – erwachte am Montagabend nicht wie gewohnt im Freien, sondern im warmen Inneren der Stadthalle. Dabei ließ sie das Narrenvolk etwas später als üblich mit einem humorvollen Reim aufhorchen und begrüßte die versammelten Gardisten und Karnevalisten. Ihr fröhlicher Ruf „Let’s get ready for Konfetti“ machte deutlich: Die närrische Zeit kann endlich starten!
Eine echte Überraschung für alle war jedoch der Rollentausch: Statt der angekündigten Mareike Schlebusch stand Stephanie „Fanni“ Pook als Hoppedine auf der Bühne. Da Schlebusch als Hofdame des Prinzenpaares verpflichtet ist, wurde Pook kurzfristig zur Hoppedine ernannt – eine Entscheidung, die bis zum großen Moment geheim blieb und damit der Veranstaltung eine humorvolle Note verlieh. Selbst die lokale Presse wurde im Dunkeln gelassen und stellte noch zuvor Schlebusch als die Hoppedine der aktuellen Session vor.
Der unerwartete Wechsel entpuppte sich als erster „Streich“ der neuen Hoppedine, der die diesjährige Karnevalssession umso spannender eröffnete. Mit dem traditionellen „Itter Itter Helau“ geht es in Hilden jetzt weiter, und schon am kommenden Samstag wird die Feier mit der Kürung der Tollitäten fortgesetzt. Die Hildener Karnevalisten dürfen sich also auf eine ausgelassene und überraschende Session freuen!
Samstag, 9. November 2024
9.11.2024: Hilden wappnet sich für das Wahl-Karussell: Ein Wahlkampf zwischen Portokosten und Ehrenamts-Notstand
Hilden, aufgepasst! Nach dem Ampel-Aus in Berlin heißt es für die Stadt nun: Alle Zeichen stehen auf „vorgezogene Bundestagswahl“. Während sich die Politiker in der Hauptstadt neu sortieren, muss Hilden unter Hochdruck eine Wahlmaschine aufbauen, die im ersten Quartal 2025 wie geschmiert laufen soll. Ursprünglich hatte man sich hier im beschaulichen Hilden auf eine Wahl-Doppelschicht im September 2025 eingerichtet, wo Bundestagswahl und eine eventuelle Bürgermeisterstichwahl hätten gemeinsam über die Bühne gehen können. Nun also drei Wahltermine – wie das Dreifache an Tortenstücken, nur ohne das Sahnehäubchen.
Mona Wolke-Ertel, die Frau des Augenblicks und Dezernentin, spricht von der „größten Herausforderung“ und beschreibt mit ruhiger Stimme, was andere in eine Schockstarre versetzen könnte: Wahlhelfer rekrutieren, Wahllokale herrichten, Wählerverzeichnisse erstellen und das alles unter den wachsamen Augen des Grundgesetzes, das eine Wahlabwicklung binnen 60 Tagen fordert. Aber mal ehrlich, die engagierte Hildener Verwaltung ist hartgesotten – zuletzt hatte sie die Europawahl gewuppt und das Wahlamt temporär mit Mitarbeitern aus den verschiedensten städtischen Ecken besetzt. Doch das bevorstehende Superwahljahr wird einen Personalkraftakt erfordern, und Wolke-Ertel lässt keinen Zweifel daran, dass die nächsten Monate aus so mancher Abteilung einen wahren Unterstützungs-Marathon herauskitzeln werden. „So etwas lässt sich nur mit viel Teamgeist stemmen“, bemerkt sie.
Apropos Teamgeist: Gesucht werden rund 300 Freiwillige, die als Wahlhelfer die Stellung halten – inklusive Erfrischungsgeld, versteht sich. Die Aufwandsentschädigung klingt verlockend, und Wolke-Ertel gibt dem Aufruf ihre persönliche Note, die irgendwie wie ein „letzter Aufruf“ über den Bahnsteig hallt: „Melden Sie sich gerne unter wahlamt@hilden.de!“
Die Finanzierung dieser demokratischen Mammutaufgabe? Mit einem Budget von rund 70.000 Euro kalkuliert die Stadt, wobei sich die Portokosten und das Erfrischungsgeld als die größten Posten herausstellen. Wie man die Wahl umweltfreundlich gestaltet? Das bleibt offen, doch in Hilden ist man bereit, mit einem Stapel Wahlbriefe und einem scharfen Blick für Ehrenamtler in den Kampf zu ziehen.
Fazit: Die bevorstehende Bundestagswahl mag Hilden organisatorisch an seine Grenzen bringen, doch Mona Wolke-Ertel und ihr Team stehen bereits in den Startlöchern, um das Wahljahr 2025 zu einem unvergesslichen Ereignis zu machen. Wer also einmal in die Welt der Wahlvorstände eintauchen möchte, sollte die Gelegenheit nutzen – Demokratie wartet nicht, und Hilden schon gar nicht.
Freitag, 8. November 2024
8.11.2024: Europaplatz Hilden – Ein Ort der (fragwürdigen) europäischen Werte oder doch nur ein teures Spielgerät?
Hilden hat einen neuen „Europaplatz“ – und die Meinungen dazu gehen weit auseinander. Für die einen ein Zeichen für die Zusammengehörigkeit der europäischen Werte, für andere einfach eine dekorative Hundewiese mit Parkbank und Blumenkübel, die scheinbar direkt aus einem Baumarkt-Sonderverkauf stammen könnten. Die Rheinische Post berichtete kürzlich über das vernichtende Urteil einer Leserin, die den Europaplatz eher als „gammeligen“ Schandfleck statt als europäisches Statement sieht.
„Im Holterhöfchen stehen seit Juni dieses Jahres drei riesige Blumenkübel. Ich persönlich finde sie sehr schäbig“, lautet das nüchterne Urteil einer Hildenerin. Ein europäisches Flair soll der Platz durch eine EU-Fahne und eine Bank bekommen haben, doch der gewünschte Charme bleibt für viele Betrachter wohl aus. Stattdessen fühlen sich manche an ein etwas teureres Kinderparadies erinnert. Denn offenbar nutzen die Kids in der Nähe die massiven Blumenkübel gerne als Sprunggeräte. Ein bisschen wie in einem Abenteuerpark, nur halt günstiger – zumindest für die Kids.
13.500 Euro hat die Stadt für das Projekt ausgegeben, und das bei einem Haushalt, der unter Defiziten ächzt. Die Stadtverwaltung gibt zu bedenken, dass die „plakativen Elemente“ nicht nur dem Straßenschild mehr Nachdruck verleihen, sondern auch später wiederverwendet werden könnten. Die Blumenkübel, in den Farben der Europaflagge, wurden liebevoll mit blauem Männertreu und gelben Mädchenaugen bepflanzt. „Die Blumen sind viel zu klein für diese riesigen Töpfe und schauen kaum über den Rand“, beschwert sich die RP-Leserin. Und wenn Unkraut wuchert, wirkt das Ganze weniger wie ein Ort der Zusammengehörigkeit, sondern mehr wie ein unbeachtetes Areal.
Die Stadt erklärt, dass es ein politischer Beschluss war, den Europaplatz zu schaffen, vor allem in einer Zeit, in der die europäische Solidarität sichtbarer gemacht werden soll. Doch für einige Hildener wirkt es eher wie eine symbolische Geste, die teuer zu stehen kommt – ohne den gewünschten Effekt.
Während die Bürger weiter darüber diskutieren, ob der Europaplatz nun sinnvoll oder Geldverschwendung ist, bleibt die eigentliche Frage bestehen: Wo will Hilden künftig sparen? Projekte wie diese werfen genau solche Fragen auf, und es ist vielleicht gar nicht schlecht, dass sich die Menschen vermehrt Gedanken über die Ausgabenpolitik ihrer Stadt machen. Ob aus dem Europaplatz jemals eine grüne Oase der Zusammengehörigkeit wird, bleibt abzuwarten. Aber eines ist klar: Solange es Menschen gibt, die sich an der Gestaltung und den Ausgaben ihrer Stadt reiben, lebt die Demokratie.
In diesem Sinne: Auf das Wohl unserer Blumenkübel und der europäische Werte!
Mittwoch, 6. November 2024
6.11.2024: Snack statt Schick: Automatenshops in Hilden – Die Stadt schaut zu, die Vermieter entscheiden
Automaten – die neuen „Angestellten“ der Innenstadt. Rund um die Uhr bereit, keine Pausen, keine Kaffeekasse. Klingt nach einem Traum für Betreiber, oder? Doch während einige es praktisch finden, sich jederzeit mit Chips, Getränken oder gar einem Überraschungspaket aus Retouren zu versorgen, runzeln andere die Stirn. Besonders die Fraktion der Grünen in Hilden sieht die Automatenflut eher als Fluch denn als Segen: „Verödung des Stadtbilds und Jobkiller!“ lautet das ernüchternde Urteil.
Der Gedanke ist simpel: Automatenshops, die unbemannt ihren Dienst tun, tragen weder zur lebendigen Begegnung in der Innenstadt bei noch sorgen sie für den Charme, den man sich für eine „flanierfreundliche“ Innenstadt wünschen würde. Doch ob man es mag oder nicht – die Stadt hat momentan keine Handhabe, dem Automatenboom Einhalt zu gebieten. Baurecht, Denkmalrecht, Gewerberecht? Fehlanzeige! So lange die Automaten in einem Ladenlokal stehen und nicht im Außenbereich platziert werden, haben die Stadt und ihre Verwaltung leider wenig Einfluss darauf, ob ein Verkaufsautomat oder doch ein netter kleiner Buchladen einzieht.
Einzig die Vermieter könnten da noch das Ruder rumreißen. Tatsächlich gibt es Anzeichen, dass einige Immobilienbesitzer skeptischer werden. „Es läuft nicht so wie gedacht,“ berichtet eine Maklerin über einen Automatenbetreiber, der mit dem Umsatz seine Miete nicht mehr stemmen kann und deshalb den Rückzug plant. Vielleicht ein Hinweis, dass Automaten in der Innenstadt nicht immer der Schlüssel zum Erfolg sind? Und tatsächlich: Manche Vermieter wollen gar keine Automatenbetreiber mehr in ihren Läden haben. Sie sehen die Geschäfte lieber gefüllt mit Personal, das echten Kundenkontakt bietet, anstatt auf Knopfdruck Schokoriegel zu verteilen.
Auf der anderen Seite gibt es natürlich Fans der Automatenshops. Rund um die Uhr Verfügbarkeit, keine Warteschlange, keine Diskussionen. Praktisch für Nachtschwärmer, die in der Innenstadt eben doch noch etwas Süßes oder etwas für den kleinen Hunger brauchen. Innovativ, meinen manche, sogar zukunftsweisend für den Einzelhandel, der sich ohnehin neu erfinden muss.
Die Entscheidung, ob Automaten das neue Stadtbild prägen oder ob man vielleicht doch den Kaffee beim netten Barista um die Ecke holt, liegt am Ende in den Händen der Vermieter. Die Stadt Hilden jedenfalls muss hier erstmal zuschauen – und vielleicht den einen oder anderen Snack aus dem Automaten ziehen.
Montag, 4. November 2024
4.11.2024: Hildener Kneipentour 2023: Die größte Live-Musik-Party im Kreis Mettmann startet wieder!
Wenn die Hildener Kneipentour ansteht, dann weiß jeder: Es wird laut, es wird spät, und es wird großartig! Am 9. November 2024 verwandelt sich Hilden wieder in das Mekka der Live-Musik, bei dem man für einen Abend den Luxus genießt, quasi in einer musikalischen Parallelwelt zu leben. Stell dir vor, du schlenderst mit einem Getränk in der Hand von einer Kneipe zur nächsten. Eben noch ein kerniger Blues aus dem Ponystall, dann ein rockiger Klassiker bei BARock – und ehe du dich versiehst, singst du zu italienischen Evergreens im Feingusti lauthals „Volare“ mit. Ach, was wäre ein Abend ohne die internationalen Hymnen!
Das Konzept ist dabei so simpel wie genial: Mit einem einzigen Bändchen hast du Zutritt zu 15 Locations und 15 Bands. Ein Abend, an dem man sich wirklich mal wieder wie ein VIP fühlen darf – Zugang zu allem, egal, wie oft man die Location wechselt. Schließlich will man nichts verpassen! Vielleicht wolltest du nur kurz in den Jazz-Club hineinschnuppern und findest dich eine Stunde später noch immer nickend und Fuß-wippend bei „Last Minute“ wieder. Oder du bist eigentlich Rocker, merkst aber plötzlich, dass du erstaunlich textsicher bei Schlager-Hits bist. Das Beste daran: Keiner beurteilt dich! Hier kann jeder einfach genießen, wonach ihm gerade ist – ohne musikalische Vorurteile.
Michael Pape, das Mastermind hinter der Kneipentour und gleichzeitig Musiker bei der Band FRAMIC, ist bei dieser Ausgabe wieder mittendrin. Er weiß: Gute Musik braucht eine Bühne, und die besten Momente entstehen, wenn Lokales gefeiert wird. Auch wenn sich jedes Jahr über 100 Künstler bewerben, legt er Wert darauf, den Künstlern aus Hilden und Umgebung eine Plattform zu bieten. Denn was nützt es, wenn wir nur Stars von weit her holen? Das Herz schlägt in der Region. Bürgermeister Claus Pommer sieht es ähnlich und lobt die Veranstaltung als das verbindende Element für Jung und Alt. Denn hier sind sie alle dabei – die Rock-Omas, die Jazz-Väter und die Schlager-Freunde. Eine Stadt, eine Nacht, viele Generationen vereint im Groove.
Was viele nicht wissen: Die Hildener Kneipentour hat sich seit ihrem Start 2010 zur größten Livemusik-Party im Kreis Mettmann gemausert. Nicht schlecht für eine kleine Stadtparty, die mal als Experiment begann. Und wer nun auf den Geschmack gekommen ist, muss sich sputen – die 2.500 Tickets gehen weg wie warme Semmeln. Wer im Vorverkauf noch zuschlägt, zahlt 11 Euro, an der Abendkasse gibt’s die Bändchen für 13 Euro. Das ist der Preis für einen Abend, der ganz sicher in Erinnerung bleibt – oder zumindest teilweise, je nach Menge der konsumierten Getränke und erlebten Genres.
Freitag, 1. November 2024
1.11.2024: Hilden und das Mobilitätskonzept: Wenn Plan B der neue Plan A ist
Warum Tempo 30 nicht kommt, dafür aber Kreisverkehre, Wunschlisten und ein Plan, der irgendwie trotzdem noch gut klingt
Nach drei Jahren intensiver Tüftelei und einem Bericht, der das Gewicht einer durchschnittlichen Pfannkuchen-Kochplatte hat, steht Hildens Mobilitätskonzept jetzt im politischen Gegenwind. Der Grund? Die CDU fand die Idee eines stadtweiten Tempo-30-Limits anscheinend so bahnbrechend, dass sie sie kurzerhand von der Straße schickte. Doch bevor alle denken, dass die Zeit und das Geld nun vergebens waren – das Planungsbüro stadtVerkehr hat noch einiges mehr auf Lager!
Die „Rote Liste“ – kein Naturschutz, dafür volles Programm für Park-Kontrollen
Das Team von stadtVerkehr hat das Mobilitätskonzept nicht nur auf Tempo 30 ausgelegt, sondern auch einen bunten Strauß an Maßnahmen zusammengestellt, die nun als „Rote Liste“ in die Geschichtsbücher eingehen könnten. Darunter:
- Gehwegpark-Kontrollen: Da kann sich der geneigte Fußgänger auf weniger Slalomläufe freuen.
- Neues LKW-Leitsystem: Auch SEVAS, das kluge Navi für dicke Brummis, wird einem Update unterzogen.
- Mehr Haltestellen und Licht für den ÖPNV: Damit abends auf den Bus warten nicht nur sicherer, sondern auch heller wird.
- Querungsmöglichkeiten für Fußgänger: Weil keine Straße der Stadt unüberquerbar bleiben soll.
Und das ist nur ein Auszug! Wir haben hier so viele Vorschläge, dass man daraus fast eine eigene Stadt aufbauen könnte – mit dem charmanten Namen „Hilden 2.0“ vielleicht.
Kreisverkehre für jedermann – nur nicht überall
Neben Maßnahmen für Radfahrer und Fußgänger schlugen die Planer auch vor, ausgewählte Kreuzungen in echte „Kreisler“ zu verwandeln. Besonders die Knotenpunkte an der Oststraße und Richrather Straße sollen mit flüssigem Kreisverkehr glänzen. Aber halt! Einige Kreuzungen, so die Experten, sind nicht „kreisverkehrsbereit“ – wegen technischer und verkehrsrechtlicher Bedenken.
Und was bedeutet das für die Autofahrer? Mehr Kreisel an strategischen Stellen und weniger Stau – zumindest in der Theorie.
Beim Thema Öffentlicher Nahverkehr ist das Planungsbüro direkt ins Wunschkonzert eingestiegen. Auf der Liste stehen:
Eine Verbindung der Linie 741 mit dem Gewerbegebiet Giesenheide (damit Pendeln nicht mehr zum Freizeitvergnügen wird).
Mehr Schnell- und Metrobusse, die nicht nur den Kreis Mettmann durchkreuzen, sondern auch bis Düsseldorf düsen.
Der Traum von einer S-Bahn-Verbindung bis nach Köln über Solingen und Leverkusen.
Klingt gut, oder? Leider kann Hilden das alles nicht allein umsetzen, da sie hier auf die Kooperation mit diversen Behörden und Nachbarn angewiesen sind – also mal abwarten, wie lange die Realisierung wirklich dauert. Aber immerhin: Es wäre ein Schritt nach vorne!
Der Ostring, das ewige Planspiel
Im Bereich Autoverkehr gibt es Planspiele, um die Richrather Straße und die Walder Straße zu entlasten – und zwar mit einer Verlängerung des Ostrings Richtung Hildener Süden. Problem: Hier müsste die Stadt mit der Nachbarkommune Solingen zusammenarbeiten. Und das ist nicht mal das größte Hindernis. Da die Natur in der Nähe wohl einiges zu sagen hätte, bedeutet das für Hilden eine „massive Flächenversiegelung“ – und das ist eher so die „Natur-Todesstrafe“ unter den Stadtentwicklungsvorhaben.
Und jetzt?
Laut Verwaltung bietet das vorliegende Mobilitätskonzept „eine strategische Planungsgrundlage zur Stärkung der künftigen Verkehrs- und Mobilitätsentwicklung.“ Was heißt das in normalem Deutsch? Es geht weiter, nur etwas langsamer und mit mehr Prüfung, politischer Abwägung und vielleicht einem neuen Vergabeverfahren. Ein erneuter Überarbeitungsprozess würde nämlich bedeuten, dass alle Beteiligten – der Stadtrat, die Bürgerschaft und Verbände – wieder am Tisch sitzen müssten, um gemeinsam neue Pläne zu machen. Ergebnis: Ein realistischer Mix aus Maßnahmen und Zielen, der vielleicht nicht jeden Verkehrsblock löst, aber das Stadtklima ein bisschen aufatmen lässt.
Ob Hilden nun jemals das Tempo-30-Paradies wird, das ein paar im Stadtrat anfangs skizziert hatten? Eher unwahrscheinlich. Aber immerhin gibt es genug Ideen, damit niemand sagen kann, die letzten drei Jahre seien umsonst gewesen.