Samstag, 29. März 2025

29.3.2025: „Wuff, wuff – ich bin unschuldig!“: Wenn Facebook-Fotos zur Steuerfalle werden

In Hilden bellt es gewaltig – allerdings nur in der Verwaltung, nicht beim betroffenen Bürger. Denn Marianus Krall, Antiquitätenhändler, Hundeliebhaber (aber nur auf Distanz!) und neuerdings politisches Talent, sollte ganze 1.400 Euro Hundesteuer zahlen – für Hunde, die er gar nicht hat. Was wie ein schräger Sketch aus einer Satiresendung klingt, war drei Jahre lang bittere Realität.

Begonnen hat alles mit einem harmlosen Brief von der Stadt. Inhalt: Bitte zahlen Sie Hundesteuer – rückwirkend für vier Jahre. Begründung: Zwei Hunde. Beweismaterial: Facebook-Fotos. Was Krall damals noch für ein simples Missverständnis hielt, wurde schnell zu einer handfesten Farce. Denn statt eines klärenden Gesprächs folgten weitere Briefe, ein sogenannter Schätzbescheid (der klingt schon wie ein Satirepreis) und schließlich ein Gerichtstermin. Alles wegen zwei Vierbeinern, die ihm weder gehorchen noch gehören.

Der Auslöser für dieses bürokratische Trauerspiel? Eine städtische Mitarbeiterin, die sich offensichtlich zum selbsternannten Sherlock-Hund erklärt hatte und in Kralls Facebook-Profil auf Fotos stieß, auf denen Hunde zu sehen waren. Ihre logische Schlussfolgerung: Hunde auf Facebook = Hunde im Haushalt = Steuerpflicht. Dass es sich um die Hunde der Tochter handelte? Kleines Detail. Dass Krall sogar eine Excel-Liste mit Hundebesitzern zur Aufklärung einreichte? Bürokratisch, leider zu kreativ.

Nach jahrelanger Hundesteuer-Odyssee stand nun endlich das Urteil an – und es wurde so skurril wie der Fall selbst. Blitzlichtgewitter, Kamerateams, Publikum wie bei einem Tatort-Dreh, und am Ende: Ein Vergleich. Krall zahlt keinen Cent Hundesteuer. Die Stadt übernimmt 78 Euro Gerichtskosten. Die Anwaltskosten? Werden geteilt. Und damit ist der Fall erledigt – zumindest steuerlich. Politisch fängt er gerade erst an.

Denn Marianus Krall hat Blut geleckt – oder besser gesagt: Amtsluft. Jetzt will er Bürgermeister von Hilden werden. Nicht etwa aus Rache, sondern weil er es einfach besser machen will. Und vermutlich auch, um künftig sicherzustellen, dass in Hilden nicht mehr nach Profilbild, sondern nach gesundem Menschenverstand regiert wird.

Bleibt nur zu hoffen, dass seine Wahlplakate keine Katze zeigen. Nicht, dass die Stadt ihn noch für die Katzensteuer veranschlagt.

Donnerstag, 27. März 2025

27.3.2025: Hilden kriegt die Bahn: Visionen auf Gleis 7¾

Ach Hilden, du Perle zwischen Düsseldorf und dem Bergischen Land – bislang eher das Aschenputtel im Nahverkehrsmärchen. Aber jetzt heißt es: Einsteigen bitte, Türen schließen selbstständig – denn in der Ferne tutet das verheißungsvolle Pfeifen der Zukunft! Zwar ist noch nicht ganz klar, ob es sich um eine echte Lokomotive oder nur um heiße Luft handelt, aber eines steht fest: Hilden soll (irgendwann mal, vielleicht, mit etwas Glück) zur echten Bahnmetropole aufsteigen. Kein Scherz – der neue VRR-Nahverkehrsplan liest sich wie ein Wunschzettel an die Bahnfee.

Gleich vier neue Linien sollen künftig durch Hilden rauschen: S7, S7X, S47 und – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt – die S47X. Da fragt man sich schon, ob die X-Versionen besonders schnell sind oder einfach mit Bluetooth und Sitzheizung kommen. Ursprünglich war sogar eine S17 geplant, die Hilden mit Köln Messe/Deutz verbinden sollte. Das wäre der ganz große Glamour gewesen – quasi der rote Teppich der Pendlerwelt. Aber wie so oft wurde der Plan in Opladen geparkt, denn warum direkt nach Köln fahren, wenn man auch umsteigen darf?

Doch zurück zum Wesentlichen: Hilden steht im Zentrum einer grandiosen Taktverdichtung. Statt bisherigem Züge-raten-und-warten soll ab 2035 (oder 2040 – Details, Details) im 10-Minuten-Takt ein wahrer S-Bahn-Showdown stattfinden. Sechs Verbindungen pro Stunde und Richtung – das klingt fast nach Großstadt! Wenn man nicht aufpasst, könnte Hilden versehentlich cool werden.

Natürlich sind da noch ein paar Kleinigkeiten zu klären – Finanzierung, Fachkräftemangel, Streckenplanung, Realitätsabgleich – aber hey, Visionen darf man haben. Und das Hildener Rathaus ist schon ganz aus dem Häuschen und nickt zustimmend. Denn auch wenn Köln als direkter Zielbahnhof gestrichen wurde, ist man sich sicher: Mehr Bahn ist immer besser. Notfalls fährt man halt zweimal umsteigen, dafür aber in einer frisch getakteten, zukunftssicheren, klimafreundlichen Komfort-S-Bahn. Oder zumindest in einer, die irgendwann mal fahren soll.

Bis dahin bleibt Hilden also weiter gespannt am Bahnsteig der Hoffnung stehen – und freut sich auf den Tag, an dem die X-Versionen nicht nur in PowerPoint-Präsentationen durchrutschen, sondern tatsächlich am Gleis einrollen. Und wer weiß – vielleicht bekommt die S17 ja doch noch ihre zweite Chance. Im ÖPNV ist schließlich alles möglich. Sogar Pünktlichkeit.

Montag, 24. März 2025

24.3.2025: Hilden will’s wissen – jetzt gibt’s Heimat auf Rezept!

Halten Sie Ihre Tränen zurück, liebe Hildenerinnen und Hildener, denn Ihre Stadt ist auf dem besten Weg, einen „Heimat-Preis“ zu bekommen! Nein, kein Gutscheinheft für die nächste Kirmes, sondern 5000 Euro pure Anerkennung – quasi ein goldenes Bienchen fürs Herzblut.

Die Verwaltung hat einen Plan: Wenn der Stadtrat zustimmt, soll ein Förderantrag beim Land NRW gestellt werden. Der Zweck? Heimat. Und nicht einfach so, sondern in Preisform. Klingt erstmal wie ein schwurbeliges Werbeversprechen – "Jetzt neu: Heimat mit bis zu 5000 Euro Geschmack!" – ist aber tatsächlich ein seriöser Vorstoß. Ehrenamtliche, Karnevalisten, Heimatpfleger und andere Lokalpatrioten sollen dafür gefeiert werden, dass sie unsere Stadt nicht nur mit Schunkelmusik und Weckmännern am Laufen halten.

Und wer bekommt das Ding? Die Antwort: fast jeder, der sich nicht zu schade ist, in Hilden was auf die Beine zu stellen – kulturell, bildungstechnisch oder inklusiv. Ob das der Männergesangsverein ist, der sich alle zwei Wochen im Schützenheim zum Bratwurstkonzert trifft, oder die integrative Theatergruppe, die Romeo und Julia auf Platt aufführt – alles ist möglich, solange es irgendwie nach Heimat riecht. Also nach Grillwürstchen, frisch gestrichenen Vereinsheimen und vielleicht einem Hauch von 4711.

Die Stadt will damit übrigens nicht nur Fördermittel abgreifen, sondern auch den bisherigen „Förderpreis Integration“ ablösen. Jetzt also: Integration 2.0 mit Lokalkolorit. Es ist wie Facebook, nur mit mehr Vereinsmeier und weniger Fake News.

Und ganz ehrlich: Wer braucht schon einen Oscar, wenn er den Heimatpreis in Hilden gewinnen kann? Endlich ein Preis, bei dem nicht Schönheit, sondern Schützenfest zählt. Wir sagen: Hilden, hol dir den Pokal! Und wehe, es gibt keine feierliche Preisverleihung mit Blaskapelle und Bockwurst. Dann war das alles für die Katz – oder besser gesagt: für die Stadttaube.

Sonntag, 23. März 2025

23.3.2025: Wenn das Finanzamt ruft – und Elster schon mit den Flügeln schlägt

Ah, der Frühling ist da! Die Krokusse blühen, die Sonne kämpft sich zaghaft durch die Wolken – und in Hilden beginnt etwas, das noch viel mehr Emotionen weckt als der erste Eisbecher des Jahres: die Bearbeitung der Steuererklärungen für 2024! Jawohl, das Finanzamt Hilden hat offiziell seine Rechner hochgefahren, Kaffee aufgesetzt und die Excel-Tabellen entstaubt. Jetzt wird bilanziert, was das Zeug hält!

Für viele Menschen ist die Steuererklärung ja ungefähr so beliebt wie Zahnarztbesuche oder Überraschungsbesuche von Verwandten mit Übernachtungswunsch. Doch keine Panik – das Finanzamt Hilden hat sich richtig ins Zeug gelegt und gibt Tipps, wie man das Ganze „schnell und effizient“ über die Bühne bringt. Und wenn ein Finanzamt das sagt, muss es ja stimmen, oder?

Dank Elster – nicht dem schwarzgefiederten Kleptomanen aus der Natur, sondern der digitalen Plattform – wird alles einfacher. Vorausgefüllte Daten, automatische Prüfungen und Steuerbescheide per Mausklick. Fast romantisch, wie viel Vertrauen man da plötzlich in einen digitalen Vogel setzt. Jennifer Böhm vom Amt schwärmt jedenfalls, als hätte sie gerade einen besonders schönen Steuerbescheid unter dem Kopfkissen gefunden.

Und es gibt sogar gute Nachrichten: Der Grundfreibetrag steigt, der Kinderfreibetrag auch, und wer sich ehrenamtlich engagiert, bekommt nun mehr steuerfreie Liebe vom Staat. Wenn das mal kein Grund ist, dem Finanzamt ein Blümchen zu schicken – oder wenigstens keine wütende E-Mail.

Doch bei all der digitalen Euphorie bleibt eine Konstante: das Warten. Der Steuerbescheid braucht im Schnitt 56,6 Tage. So präzise, dass man fast denkt, irgendwo sitzt ein besonders genauer Beamter mit Stoppuhr. Und falls die Steuererklärung doch mal ein bisschen holpert: Kein Problem! Elster erkennt Eingabefehler. Quasi wie ein digitaler Steuerengel, der liebevoll sagt: „Nee du, da fehlt ein Punkt.“

Also, liebe Hildenerinnen und Hildener: Ran an die Tastatur, rein in Elster, und raus mit der Steuer! Und wer weiß – vielleicht bringt sie ja dieses Jahr sogar Geld zurück. Oder zumindest ein gutes Gefühl. Und wenn nicht: Man kann sich immer noch mit dem Gedanken trösten, dass der Radweg nicht direkt auf die Terrasse einer Eisdiele führt. Noch nicht.

Samstag, 22. März 2025

22.3.2025: Hilden kriegt Pfeffer – Miss Pepper eröffnet!

Hilden, haltet die Servietten bereit! Am 28. März geht’s los: Das brandneue Miss Pepper American Diner an der Giesenheide öffnet seine Türen. Endlich – nach einer langen Reise voller Baupläne, Behördenwahnsinn und vermutlich jeder Menge „Läuft das hier nach Vorschrift?“-Gespräche – wird in Hilden nun stilecht gegrillt, gebraten und geshaked.

Die Betreiber, das Ehepaar Granz, haben sich nicht lumpen lassen. Direkt neben der Aral-Tankstelle (praktisch für einen schnellen Benzin-Burger-Stopp) soll das Diner das volle USA-Feeling bringen: Steaks, Burger, Milkshakes – und hoffentlich auch Kellner, die charmant Kaugummi kauen und auf Rollschuhen servieren. Man wird ja wohl noch träumen dürfen!

Wer es nicht abwarten kann, darf sich am 27. März schon mal beim Pre-Opening Appetit holen. Für alle anderen heißt es: Am 28. März in die elastische Jeans schlüpfen und los geht’s!

Hilden hat jetzt also einen echten American Diner. Bleibt nur eine Frage offen: Wie lange dauert es, bis der erste sich an einem XXL-Burger übernimmt? Wir sind gespannt.

Freitag, 21. März 2025

21.3.2025: Hilden erweitert den Wochenmarkt: Käse und Knöpfe gegen die Langeweile!

Es tut sich was in Hilden! Der Wochenmarkt auf dem Nové-Město-Platz bekommt frischen Wind – und zwar in Form von Käse und Kurzwaren. Ja, Sie haben richtig gelesen: Neben knackigem Gemüse und saftigen Äpfeln gibt es nun auch Reißverschlüsse und Gouda. Ein echter Gamechanger für alle, die beim Wocheneinkauf gerne zwischen Emmentaler und Elastikband jonglieren.

Die Stadtverwaltung hat offenbar die Wünsche der Hildener ernst genommen. Bei einer Umfrage im Herbst wurde deutlich: Das Angebot auf dem Markt muss vielfältiger werden. Und was könnte abwechslungsreicher sein als eine perfekte Mischung aus kulinarischem Hochgenuss und Nähbedarf?

Nun dürfen wir also mittwochs in die Welt des Käsespezialitätenhimmels eintauchen. Das traditionsreiche Unternehmen Wionczek bringt über 280 Käsesorten mit – eine echte Herausforderung für alle Käseliebhaber mit Entscheidungsproblemen. Wer beim Probieren von Trüffelbrie zu gereiftem Bergkäse wechselt, sollte aufpassen, nicht den Überblick zu verlieren.

Doch damit nicht genug! Samstags betritt der „Kurzwarenkorb“ die Bühne, betrieben von Marcus und Claudia Romagno. Hier gibt es Knöpfe, Nähgarn und Reißverschlüsse – für den Notfall, wenn die Lieblingsjeans plötzlich am Marktstand nachgibt oder die Einkaufstasche doch nicht so strapazierfähig war wie gedacht.

Citymanagerin Tanja de Vries ist begeistert: „Wir freuen uns immer, wenn wir das Angebot mit qualitativ hochwertigen Waren erweitern können.“ Qualität ist ja bekanntlich alles – und die Möglichkeit, ein Stück Manchego zusammen mit einem Satz Sicherheitsnadeln zu kaufen, hebt den Marktbesuch definitiv auf ein neues Level.

Damit niemand den Überblick verliert, wurde auch die Internetpräsenz der Wochenmärkte überarbeitet. Dort kann man sich vorab informieren, ob man lieber den Nordmarkt am Freitag oder den Hauptmarkt am Mittwoch und Samstag besucht. Und wer weiß – vielleicht kommt bald noch ein Stand mit handgefertigten Holzlöffeln oder exklusiven Gummistiefeln dazu?

Eines steht fest: Der Hildener Wochenmarkt ist auf dem besten Weg, nicht nur die Anlaufstelle für frische Lebensmittel zu sein, sondern auch für all jene, die beim Einkaufen ein bisschen Abenteuer suchen. Käse und Kurzwaren – eine Kombination, die vielleicht seltsam klingt, aber in Hilden längst zum Stadtgespräch geworden ist!

Mittwoch, 19. März 2025

19.3.2025: Hilden macht die Lichter aus – und alle tappen im Dunkeln

Am 22. März um 20:30 Uhr ist es wieder so weit: Hilden zieht den Stecker! Nein, nicht beim WLAN (keine Panik!), sondern bei der Beleuchtung von Reformationskirche und Bürgerhaus. Warum? Weil es Earth Hour ist! Und das bedeutet: Eine Stunde lang Dunkelheit für das Klima.

Jedes Jahr ruft der WWF dazu auf, und Hilden sagt seit 19 Jahren brav „Ja, klar, machen wir mit!“ Und während andernorts der Big Ben, das Brandenburger Tor oder die Christusstatue in Rio für eine Stunde ins Dunkle tauchen, setzt Hilden mit seiner verdunkelten Kirche ein klares Zeichen. Ein Zeichen, das vermutlich hauptsächlich von Eulen und nachtaktiven Spaziergängern wahrgenommen wird – aber hey, Symbolik ist alles!

Bürgermeister Claus Pommer gibt sich kämpferisch und appelliert an alle: „Die Earth Hour ist eine Gelegenheit, innezuhalten und sich der Bedeutung des Klimaschutzes bewusst zu werden.“ Übersetzt heißt das so viel wie: „Macht mal alle kurz das Licht aus und fühlt euch gut dabei!“ Und seien wir ehrlich – wann sonst gibt es eine legitime Ausrede, einfach mal im Dunkeln zu sitzen und nichts zu tun?

Und wer weiß? Vielleicht inspiriert das ja den einen oder anderen, sich auch nach der Earth Hour ein bisschen bewusster mit dem Thema Klima auseinanderzusetzen. Oder zumindest mit der Frage, wo zur Hölle die Taschenlampe geblieben ist.

In diesem Sinne: Licht aus, Kopf an!