Mittwoch, 19. März 2025

19.3.2025: Hilden macht die Lichter aus – und alle tappen im Dunkeln

Am 22. März um 20:30 Uhr ist es wieder so weit: Hilden zieht den Stecker! Nein, nicht beim WLAN (keine Panik!), sondern bei der Beleuchtung von Reformationskirche und Bürgerhaus. Warum? Weil es Earth Hour ist! Und das bedeutet: Eine Stunde lang Dunkelheit für das Klima.

Jedes Jahr ruft der WWF dazu auf, und Hilden sagt seit 19 Jahren brav „Ja, klar, machen wir mit!“ Und während andernorts der Big Ben, das Brandenburger Tor oder die Christusstatue in Rio für eine Stunde ins Dunkle tauchen, setzt Hilden mit seiner verdunkelten Kirche ein klares Zeichen. Ein Zeichen, das vermutlich hauptsächlich von Eulen und nachtaktiven Spaziergängern wahrgenommen wird – aber hey, Symbolik ist alles!

Bürgermeister Claus Pommer gibt sich kämpferisch und appelliert an alle: „Die Earth Hour ist eine Gelegenheit, innezuhalten und sich der Bedeutung des Klimaschutzes bewusst zu werden.“ Übersetzt heißt das so viel wie: „Macht mal alle kurz das Licht aus und fühlt euch gut dabei!“ Und seien wir ehrlich – wann sonst gibt es eine legitime Ausrede, einfach mal im Dunkeln zu sitzen und nichts zu tun?

Und wer weiß? Vielleicht inspiriert das ja den einen oder anderen, sich auch nach der Earth Hour ein bisschen bewusster mit dem Thema Klima auseinanderzusetzen. Oder zumindest mit der Frage, wo zur Hölle die Taschenlampe geblieben ist.

In diesem Sinne: Licht aus, Kopf an! 

Samstag, 15. März 2025

15.3.2025: Die vermisste Sirene von Hilden – Ein Krimi in 14 Akten

Hilden, eine Stadt mit 14 geplanten Sirenen, doch nur 12 geben auch wirklich laut. Was nach dem neuen Bestseller eines skandinavischen Krimiautors klingt, ist in Wirklichkeit der Stand der Dinge beim jüngsten Warntag. Wer jetzt denkt, dass es sich hier um einen einmaligen Vorfall handelt, der irrt. Denn das Sirenen-Dilemma zieht sich bereits über anderthalb Jahre hin – ein echter Dauerbrenner im Katastrophenschutz.

Doch werfen wir einen genaueren Blick auf das Drama um die stumme Sirene Nummer 14. Bereits im September 2023 hieß es, ein Standort sei gefunden. Schnell ging es aber nicht weiter. Vermutlich stand das Projekt auf einer behördlichen To-do-Liste direkt unter „Flughafen Berlin-Brandenburg fertigstellen“ und „BERG-Papierkram sortieren“.

Immerhin: Zwölf Sirenen funktionierten beim Probealarm einwandfrei. Eine 13. allerdings wurde aufgrund ihrer launischen Persönlichkeit – sprich: unkontrollierter Ausbrüche – im Dezember 2024 deaktiviert. Eine echte Diva unter den Sirenen also. Und Nummer 14? Die wartet geduldig im Hildener Westen, wo sie eines Tages auf einem Mast erstrahlen soll. Der Aufbau dieses Mastes dauert anscheinend länger als der Bau der Pyramiden.

Und nun? Die Feuerwehr in Hilden zuckt mit den Schultern und verweist auf den Kreis Mettmann. Dieser wiederum erklärt, dass das Ganze in der Hand eines Unternehmens und eines externen Projektsteuerers liege. Die wurden jetzt „nachdrücklich aufgefordert“, das Ganze endlich zu beenden. Man darf gespannt sein. 2025 soll es angeblich so weit sein. Vielleicht. Eventuell. Hoffentlich.

Bis dahin bleibt Hilden in einem akustischen Niemandsland, wo in zwei Ecken der Stadt der Katastrophenalarm nur durch die intuitive Vorahnung der Bewohner erkannt werden kann. Doch keine Sorge – sollte sich eine größere Katastrophe anbahnen, kann man sich in Hilden wohl darauf verlassen, dass irgendjemand in der Nachbarschaft noch eine Vuvuzela aus der WM 2010 im Keller hat.

Mittwoch, 12. März 2025

12.3.2025: Sirenen, die niemand hören will – außer am Warntag

Es gibt Geräusche, die niemand gerne hört. Der Zahnarztbohrer, der Wecker am Montagmorgen oder das leise „Wir müssen reden“ vor einem klärenden Gespräch. Aber es gibt ein Geräusch, das alles übertrifft – das Sirenengeheul am Warntag.

Am 13. März ist es wieder so weit: NRW testet seine Warnsysteme. Für manche bedeutet das einen kurzen Adrenalinschub („Habe ich die Apokalypse verpasst?“), für andere schlicht einen ungewollten Konzertmoment mit unfreiwilligen Zugaben. Die Stadt Hilden und ihr Nachbar Haan sind natürlich auch dabei – schließlich soll niemand im Ernstfall unvorbereitet sein.

In Zeiten von Push-Nachrichten, Twitter-Alerts und „Katwarn“-Apps könnte man fast vergessen, dass Sirenen überhaupt noch existieren. Doch die Behörden sind sich sicher: Der auf- und abschwellende Heulton hat eine Wachmacher-Funktion, die selbst das tiefste Sonntags-Nickerchen beendet. Besonders praktisch für diejenigen, die das Handy grundsätzlich auf „Nicht stören“ stehen haben.

Doch bevor die Sirenen ihren Testlauf starten, gibt’s erstmal ein kleines Update zur Infrastruktur: Nicht alle geplanten 70 neuen Anlagen sind bereits einsatzbereit – ein klassischer Fall von „Wir arbeiten dran“. Das beauftragte Unternehmen wurde vom Kreis Mettmann wohl mit einer Mischung aus Geduld und Nachdruck erinnert, dass das Ganze bitte irgendwann auch funktionieren sollte. Laut Plan sollen dieses Jahr alle Sirenen fertig sein. Ob das klappt? Die Bürger von Hilden und Haan sind gespannt.

Punkt 11 Uhr startet der Probealarm mit einem einminütigen Dauerton. Dieser bedeutet „Entwarnung“. Praktischerweise bevor das eigentliche Warnsignal kommt – eine nette Geste, quasi als sanfte Einstimmung auf das bevorstehende Konzert.

Nach fünf Minuten Ruhe (Zeit genug für eine schnelle Google-Suche „Warum heulen die Sirenen?!“) folgt um 11:06 Uhr der eigentliche Warnton: Ein auf- und abschwellender Heulton, der suggeriert, dass jetzt wirklich irgendwas im Busch ist. Doch keine Panik – es ist nur eine Übung! Nach weiteren fünf Minuten Pause gibt’s dann um 11:12 Uhr erneut einen langen Dauerton als Entwarnung. Also alles gut, durchatmen, weiterarbeiten.

Im realen Notfall sollten alle Bewohner geschlossene Räume aufsuchen, Fenster und Türen dicht machen und das Radio einschalten – ja, das gute alte Radio. Wer jetzt denkt „Hab ich gar nicht mehr“, sollte vielleicht doch mal nach der App eines lokalen Senders schauen. Besonders Radio Neandertal und WDR 2 sind die Go-To-Quellen für alle wichtigen Infos.

Wichtig: Die Notrufnummern 110 und 112 sind bitte nicht für Anfragen wie „Was war das für ein Lärm?“ oder „War das wirklich nur ein Test?“ gedacht. Diese sind ausschließlich für echte Notfälle reserviert – das gilt auch am Warntag!

Der Warntag ist nicht nur eine Gelegenheit für Hilden und Haan, ihre Warnsysteme zu checken, sondern auch eine kleine Gedächtnisstütze für uns alle. Denn wenn’s mal wirklich ernst wird, ist es gut zu wissen, was zu tun ist. Bis dahin bleibt nur eins: tief durchatmen, den Probealarm überstehen und sich freuen, dass es nur ein Test war.

Und nächstes Jahr? Da gibt’s die gleiche Show wieder – mit hoffentlich funktionierenden Sirenen in jeder Ecke.

Sonntag, 9. März 2025

9.3.2025: Hilden – Das neue Mekka für Sparfüchse an der Zapfsäule

Wer hätte das gedacht? Hilden, dieses charmante Städtchen am Rande von Düsseldorf, ist nicht nur für seine beschaulichen Straßen und netten Cafés bekannt – nein, es ist jetzt auch offiziell die Hauptstadt des günstigen Sprits! Während sich Autofahrer in Konstanz und Dormagen beim Tanken vermutlich die Tränen aus den Augen wischen, können die Hildener ganz entspannt grinsend an der Zapfsäule stehen und sich mit jedem getankten Liter ein bisschen reicher fühlen.

Denn laut einer aktuellen Preisauswertung der Spritpreisvergleichsapp „mehr-tanken“ war Hilden im Februar eine wahre Oase für alle, die nicht bereit sind, ihre komplette Monatsmiete in den Tank zu stecken. Während sich andere Städte mit Preisen von über 1,95 Euro pro Liter abmühten, tankte man in Hilden für gerade einmal 1,744 Euro. Klingt nicht nach viel? Rechnen wir mal kurz: Bei einer 50-Liter-Tankfüllung spart man im Vergleich zu Konstanz über 10 Euro. Und das ist in diesen Zeiten ein kleiner Sieg des kleinen Mannes über die böse Preisspirale!
 

Die große Frage: Warum ist Sprit in Hilden so günstig? Tja, das bleibt ein kleines Rätsel. Gibt es in Hilden eine geheime Ölquelle? Hat jemand den Tankstellenbetreibern heimlich günstigen Sprit untergejubelt? Oder sind die Hildener einfach so sympathisch, dass selbst der Ölmarkt Mitleid zeigt? Man weiß es nicht. Fakt ist: Hilden hat es irgendwie geschafft, günstiger als die meisten anderen Städte zu sein – und das ist eine echte Sensation!

Angesichts der sprunghaften Spritpreise in Deutschland könnte Hilden bald zum Mekka des Tanktourismus werden. Die ersten Reisebusse mit durstigen PKW aus Trier, Dormagen und Konstanz stehen vermutlich schon an der Stadtgrenze bereit. „Endlich mal wieder ein Städtetrip mit echtem Mehrwert“, könnte das Motto lauten, während sich die Touristen mit Benzinkanistern und nostalgischen Erinnerungen an günstigere Zeiten eindecken.

Natürlich stellt sich nun die Frage: Wenn es in Hilden klappt, warum nicht auch anderswo? Vielleicht sollte das Bundeskartellamt eine offizielle „Hilden-Strategie“ ausrufen und Tankstellen in ganz Deutschland verpflichten, sich ein Beispiel an der niederrheinischen Preispolitik zu nehmen. Oder man richtet eine „Tank-Flatrate“ ein, die sich am Hildener Preisniveau orientiert. Bis dahin bleibt nur zu hoffen, dass die Stadt diesen Spitzenplatz noch eine Weile halten kann – bevor die Preise wieder in schwindelerregende Höhen klettern.

Also, liebe Autofahrer: Beim nächsten Roadtrip einfach mal einen kleinen Abstecher nach Hilden machen. Es lohnt sich – nicht nur für den Tank, sondern auch fürs Portemonnaie.

Freitag, 7. März 2025

7.3.2025: Hilden näht sich glücklich: Der Stoffmarkt ist zurück!

Liebe Freunde des gepflegten Garn-Gesprächs und der stofflichen Versuchung, es ist wieder soweit! Der Deutsch-Holländische Stoffmarkt macht erneut Halt auf dem Nové-Město-Platz in Hilden und verspricht ein Paradies für alle, die mit Nadel und Faden mehr anfangen können als nur Knöpfe anzunähen.

Nach dem erfolgreichen Debüt im vergangenen Spätsommer haben sich die Veranstalter gedacht: Warum warten, wenn es doch so schön war? Und so verwandelt sich der Platz am 7. März wieder in eine bunte Oase voller Stoffballen, Schnittmuster und Kurzwaren. Endlich kann man wieder hemmungslos über Farben, Muster und Materialqualitäten fachsimpeln, ohne dass ein gelangweilter Blick aus dem Freundeskreis die Euphorie ausbremst.

„Stoffe muss man fühlen!“ – sagt der Veranstalter Marko Krstic. Und er hat recht! Wer hat nicht schon einmal online einen superschicken Stoff bestellt, nur um dann ein Paket mit einer merkwürdig kratzigen oder durchsichtigen Enttäuschung in den Händen zu halten? Nicht hier! In Hilden wird gefühlt, gestreichelt und geprüft, bis der perfekte Stoff gefunden ist – und das alles mit der fachkundigen Beratung der Händler, die einem gleich noch erzählen, woher die Ware kommt und warum sie genau die richtige Wahl für das nächste große Nähprojekt ist.

Aber damit nicht genug! Der Markt bietet nicht nur alles, was das Schneiderherz begehrt, sondern setzt auch auf Gemeinschaftsgefühl. Die Mitmachaktion „Wimpelketten“ geht in die nächste Runde! Bunte, selbstgenähte Wimpel sollen im Sommer die Fußgängerzone schmücken – eine Art textiles Straßenkunstwerk made in Hilden. Die Stoffreste für die Aktion gibt es direkt am Stand von „GarnGlück“, wo nicht nur Material, sondern auch Schnittmuster und ein Infoflyer zur Verfügung stehen. Wer also heimlich davon träumt, sein Talent an die frische Luft zu bringen, kann hier anonym (oder mit Stolz) einen Beitrag zum kreativen Stadtbild leisten.

Bis zum 30. April können die Wimpel noch abgegeben werden, dann wird alles zu einer riesigen, farbenfrohen Girlande vernäht. Ob wilde Muster-Mixe, dezente Pastelltöne oder fröhliche Kinderstoffe – alles ist willkommen. Und mal ehrlich: Wann hatte man zuletzt die Gelegenheit, mit einem kleinen Stoffdreieck einen ganzen Sommer lang für gute Laune zu sorgen?

Also, ran an die Stoffe, Scheren gezückt und auf zum Stoffmarkt in Hilden! Wer noch nichts näht, kann ja immerhin mal fühlen – vielleicht kommt die Inspiration ja beim Streicheln des perfekten Stoffs.

Sonntag, 2. März 2025

2.3.2025: Hilden setzt auf Tempo – aber nicht zu viel

Man kennt das ja: Ein lang diskutiertes Thema wird endlich beschlossen, und trotzdem bleibt am Ende die Frage, ob man wirklich etwas geändert hat oder ob alles so bleibt, wie es ist – nur mit mehr Papierkram. So geschehen in Hilden, wo der Stadtrat nach einer hitzigen Debatte das neue Mobilitätskonzept verabschiedet hat. Die große Frage dabei: Wird die Stadt jetzt zur Tempo-30-Oase oder bleibt doch noch Platz für flottere Fortbewegung?

Die SPD zeigte sich nach der Abstimmung erleichtert: „Haben wir’s tatsächlich geschafft?“ fragte eine Ratsfrau euphorisch. Nun ja – die Antwort ist ein entschiedenes „Jein“. Denn während Tempo 30 grundsätzlich „erwünscht“ bleibt, kann es natürlich nicht überall umgesetzt werden. Ein bisschen wie der Wunsch, sich gesünder zu ernähren, aber dann doch nicht auf die Pommes am Wochenende verzichten zu wollen.

Besonders spannend war die Diskussion um die flächendeckende Einführung von Tempo 30. Befürworter sahen darin die Chance, Lärm und Emissionen zu reduzieren, den Verkehr sicherer zu machen und Hilden ein wenig grüner zu gestalten. Kritiker – darunter der Kreis Mettmann und die Rheinbahn – hielten das Ganze jedoch für wenig praktikabel. Verständlich, schließlich würde ein langsam dahinschleichender Bus nicht gerade zur Attraktivität des ÖPNV beitragen.

Doch die Hildener Politik ist bekannt für ihren Pragmatismus: Anstatt alles über einen Kamm zu scheren, wurde der „Kernvorschlag“ so lange zurechtgestutzt, bis er mehrheitsfähig war. Statt „Tempo 30 überall“ heißt es jetzt: „Tempo 30, aber nur da, wo’s wirklich geht.“ Klingt ein bisschen nach dem guten alten „Wir schauen uns das mal im Einzelfall an“, was in der Politik oft bedeutet: Es passiert erst mal nichts, aber alle sind zufrieden.

Mit der Verabschiedung des Mobilitätskonzepts ist die Arbeit natürlich noch lange nicht erledigt. Jetzt folgt der Feinschliff: Jede Straße wird einzeln geprüft, Änderungsvorschläge wandern durch den Stadtentwicklungsausschuss, und bis 2026 soll ein Stufenkonzept erarbeitet werden. Und wer weiß? Vielleicht gibt’s dann 2030 die große Feier, weil der letzte Kreisverkehr endlich sein offizielles Tempolimit bekommen hat.

Bis dahin bleibt alles beim Alten – nur mit einer klaren Vision: weniger Autos, mehr umweltfreundliche Mobilität und Tempo 30, wo es Sinn macht. Oder, um es auf Hildener Art zu sagen: Schritt für Schritt – aber bitte nicht zu schnell.

Samstag, 1. März 2025

1.3.2025: Hilden Helau – und weg ist das Bier!

Manchmal schreibt das Leben die besten Krimis – oder in diesem Fall eine Karnevalskomödie. Die Geschichte beginnt in Hilden, einer Stadt, in der der Karneval noch richtig gefeiert wird. Altweiber steht vor der Tür, die Kostüme liegen bereit, die Jecken scharren mit den Hufen, und natürlich ist das Wichtigste am Start: Bier. Viel Bier. 104 Fässer Bier, um genau zu sein. Doch dann – Skandal! Diebe schlagen in der Nacht zu und lassen den Gerstensaft verschwinden. Die Karnevalspolizei, also die normale Polizei (aber in Gedanken mit Pappnase), ermittelt.

Wir sprechen hier nicht von ein paar Flaschen für den Eigenbedarf. Nein, die Diebe hatten Durst. Sehr großen Durst. Oder sie planen die größte Privatparty der Region. 104 Fässer Kölsch und neun Fässer Alt wurden aus zwei Kühlwagen entwendet. Dabei zeigt sich, dass die Täter auch noch Feinschmecker sind: Kölsch? Ja, bitte. Alt? Nur neun Fässer? Ach, lassen wir eins stehen, damit es nicht so auffällt. Eine unfassbare Tat, die nicht nur den Veranstaltungsservice Ott, sondern auch den rheinischen Frohsinn auf eine harte Probe stellt.

Georg Ott, der Mann mit dem größten Schockmoment des Morgens, bleibt rheinisch gelassen: „Da hatte ich schon den Kaffee auf.“ Verständlich, wenn man merkt, dass das geplante Flüssiggold für die Jecken einfach verschwunden ist. Doch er gibt nicht auf – schließlich ist er ein Mann, der in Hilden am Rosenmontag geboren wurde! Biernachschub wurde besorgt, Altweiber wurde gerettet. Helau statt Heulau!

Wie transportiert man eigentlich 104 Fässer Bier unauffällig durch die Gegend? Die Polizei geht von mindestens einem Transporter aus. Wir gehen davon aus, dass irgendwo ein Karnevalswagen umfunktioniert wurde. Oder es waren sehr viele Diebe mit sehr vielen Bollerwagen. Vielleicht eine geheime Elite-Einheit von Bierliebhabern? Eine Kölsch-Kommando-Gruppe? Die große Verschwörung der Altbier-Fans, um Kölsch endgültig aus dem Rheinland zu vertreiben? Fragen über Fragen!
Und jetzt?

Die Polizei sucht Zeugen. Wer hat in der Nacht auf Altweiber auffällig fröhliche Menschen mit sehr schweren Taschen gesehen? Wer wurde in den frühen Morgenstunden dabei beobachtet, wie er ein Fässchen nach dem anderen in den Keller rollte? Vielleicht ist irgendwo in der Region ein Swimmingpool, der plötzlich nach Brauhaus riecht? Hinweise bitte an die Polizei Hilden.

Denn wenn es eine Stadt gibt, die sich den Spaß nicht verderben lässt, dann ist es Hilden. Bier hin oder her, Karneval wird gefeiert – mit oder ohne geklaute Fässer. Und wer weiß? Vielleicht taucht ja irgendwo in einer Garage ein kleines Kölsch-Lager auf. In diesem Sinne: Hilden Helau – und passt auf eure Getränke auf!