Stellen Sie sich vor, Sie stehen im Supermarkt und überlegen, ob Sie das Bio-Gemüse oder doch lieber die Tiefkühlpizza nehmen – und plötzlich kommt der Bürgermeister vorbei und fragt: „Und? Was meinen Sie, sollen wir für die Stadt auch eher auf Nachhaltigkeit oder auf Tiefkühlkost setzen?“ Genau so fühlt sich der Bürgerdialog zum Haushaltsplan 2026 in Hilden an – nur mit etwas mehr Kämmerer und etwas weniger Gemüse.
Am 29. Januar wird es also ernst – oder zumindest haushaltsmäßig interessant. Im vierten Stock des Bürgerhauses trifft sich die Crème de la Crème der Hildener Verwaltung, um über das große Ganze zu sprechen: Geld. Genauer gesagt, wofür man es 2026 ausgeben will – und woher man es überhaupt nehmen könnte. Denn wie wir alle wissen: Geld wächst nicht auf den Bäumen, sondern auf der Mittelstraße, manchmal auch in Fördertopfgewächshäusern.
Kämmerer Martin Wiedersprecher (kein Künstlername!) hat schon im Dezember den Haushaltsplanentwurf vorgestellt – jetzt sollen die Bürger*innen ran. Denn wer, wenn nicht Sie, weiß am besten, ob wir mehr Parkbänke, bessere WLAN-Spots oder doch einen städtischen Streichelzoo mit Stadtratshamstern brauchen? Bürgermeister Claus Pommer nickt zustimmend und sagt sinngemäß: „Wir hören zu!“ – und das ganz ohne Ironie. Die Beteiligung ist also nicht nur willkommen, sondern erwünscht. So wie Kuchen im Büro. Oder Regen nach dem Autowaschen.
Wer nun denkt, „Haushaltsplan klingt wie ein PDF mit 300 Seiten Langeweile“, der irrt – ein bisschen. Denn es geht ja um Ihre Stadt, Ihre Steuern und Ihre Vorschläge. Sie können live im Bürgersaal mitdiskutieren oder ganz bequem per E-Mail Ihre Meinung sagen. Sogar online anmelden darf man sich – fast wie bei einem exklusiven Event, nur ohne Dresscode, aber mit Excel-Tabellen.
Für alle, die schon mal vorfühlen wollen: Der Entwurf liegt jetzt schon auf [www.hilden.de/haushalt](http://www.hilden.de/haushalt) bereit. Und wer weiß – vielleicht entdecken Sie beim Durchscrollen den Posten „geheime Rutschbahn vom Rathauskeller ins Eiscafé“. Man wird ja wohl noch träumen dürfen.
Also, liebe Hildener*innen: Jetzt ist der Moment, in dem man nicht nur meckert, sondern mitredet. Oder zumindest mitliest. Und wer weiß – vielleicht fließt Ihre Idee bald in die großen Entscheidungen ein. Zum Beispiel: mehr WLAN. Oder weniger Rutschbahn.
Dienstag, 13. Januar 2026
13.1.2026: Haushaltsheld*innen aufgepasst! Hilden bittet zur Kassenkontrolle
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen