Gerade noch die Gasrechnung mit einem Lächeln geöffnet, weil: Hurra, sie ist dieses Jahr nicht in astronomischen Höhen explodiert – und zack, da kommt aus dem Rathaus der Steuerhammer geschwungen wie ein Vorschlaghammer im Porzellanladen. Am 4. Februar entscheidet der Stadtrat in Hilden nämlich über eine saftige Erhöhung der Grundsteuer B. Spoiler: Die Entscheidung dürfte ungefähr so erfrischend werden wie ein Regenschauer bei der eigenen Grillparty.
Was ist passiert? Die Stadt Hilden hat sich 2024 mutig an eine Splittung der Steuersätze für Wohn- und Nichtwohngrundstücke gewagt. Ein bisschen wie beim Frühstück: Croissant hier, Rührei da – Hauptsache alles getrennt. Leider hat sich herausgestellt, dass dieses steuerliche Menü juristisch so haltbar ist wie ein Joghurt im Sommerurlaub: Mehrere Gerichte haben die Idee kassiert, und auch in Hilden stapeln sich jetzt die Klagen. Ergebnis: Die Verwaltung will zurückrudern. Und zwar kräftig.
Bisher zahlten Wohnimmobilien einen eher entspannten Satz von 650 Punkten. Gewerbe dagegen musste mit 1.300 Punkten tief in die Tasche greifen. Doch nun ist Schluss mit dem Steuer-Klassenunterschied. Zur Debatte stehen einheitliche Sätze von 800 oder 860 Punkten. Klingt erstmal nicht dramatisch – ist es aber. Denn während das Gewerbe künftig aufatmen kann (und sich vielleicht ein extra Brötchen beim Bäcker gönnt), dürfen Wohnungs- und Hausbesitzer tiefer in die Tasche greifen. Und Mieter dürfen sich freuen: Das Ganze wird natürlich liebevoll über die Nebenkosten weitergereicht. Inklusive Schleifchen.
Für die einen bedeutet das: 100 Euro mehr im Jahr für die Zweizimmerwohnung. Für die anderen: 130 Euro für die Drei-Zimmer-Variante. Und wer im Einfamilienhaus wohnt, darf sich jetzt ein bisschen wie ein VIP fühlen – mit Extra-Aufschlag natürlich. Vielleicht gibt’s demnächst auch Sammelpunkte dafür: „Zahlen Sie jetzt Ihre Grundsteuer und sichern Sie sich ein Gratis-Taschentuch zum Weinen!“
Aber keine Sorge: Schuld hat – wie immer – niemand. Die Stadt Hilden verweist auf das Land NRW, das die Möglichkeit zur Aufsplittung überhaupt erst angeboten hat. Wie beim Kind, das sagt: „Der Hund hat meine Hausaufgaben gefressen“ – nur mit mehr Paragrafen.
Und so rollt sie weiter, die Steuerwelle durch die beschaulichen Straßen von Hilden. Vielleicht wird’s ja irgendwann wieder günstiger – zum Beispiel, wenn Strom und Gas wieder teurer werden. Dann fühlt sich die neue Grundsteuer auch nicht mehr ganz so schlimm an. Alles eine Frage der Perspektive.
Bis dahin: Festhalten, durchatmen, Kontoauszug ignorieren – und nicht vergessen, rechtzeitig die Nebenkostenabrechnung wegzuschieben, bevor sie depressiv macht. Hilden – eine Stadt zum (ver)lieben. Vor allem, wenn man Immobilien besitzt.
Mittwoch, 28. Januar 2026
28.1.2026: Hilden hebt ab – oder: Wie die Grundsteuer dem Immobilienbesitzer das Konto leert, aber das Herz erwärmt (mit leichtem Sarkasmus)
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