Es gibt Orte, da tobt das Leben – und dann gibt es den Radweg „Am Schwarzen Weiher“ zwischen Langenfeld und Hilden. Eine Route, die bisher vor allem durch ihre charmante Mischung aus romantischem Schotter, überraschenden Schlaglöchern und einer Prise Nervenkitzel beim Ausweichen besticht. Doch damit ist bald Schluss: Die Schlaglöcher haben ausgehüpft, es wird asphaltiert!
Ja, richtig gelesen. Das 800 Meter lange Teilstück, das sich bisher anfühlte wie eine Teststrecke für Geländefahrräder oder die heimliche Lieblingsroute jedes Orthopäden, wird endlich saniert. Und zwar nicht irgendwie – sondern gleich mit vier Metern Breite in einem Guss. Die STRABAG kommt mit schwerem Gerät, und wer in dieser Zeit dort lang will, muss Umwege in Kauf nehmen: Über Wolfhagener Straße, Kaiserstraße und Hildener Straße – ein Radfahrertraum aus Asphalt, Abgas und Ampeln.
Doch bevor man in die Versuchung gerät, sich über Umleitungen zu beschweren, ein kurzer Blick auf die wahren Helden dieses Projekts: die Kreuzkröten und Zauneidechsen. Die dürfen nämlich bleiben. Extra Markierungen sollen sie darauf hinweisen, dass sie bitte nicht quer über den heißen Asphalt spazieren – oder womöglich Roller fahren. Artenschutz wird hier nämlich großgeschrieben, und so wird der Radweg zur ersten Kröten-kompatiblen Schnellstraße der Region. Verkehrsberuhigt für Reptilien, versteht sich.
Wer jetzt denkt: „Na super, endlich Schluss mit dem Zickzack-Fahren um Pfützen und Krater“, sollte sich den Kalender schnappen – Baubeginn ist in der ersten Februarwoche. Vorausgesetzt, das Wetter spielt mit. Es ist schließlich Winter, da geht vieles – aber nichts planmäßig.
Also: Noch einmal tief durchatmen, vielleicht ein letztes Mal die Zähne zusammenbeißen beim nächsten Schlagloch, und sich innerlich verabschieden vom Abenteuer „Radweg wie Schweizer Käse“. Bald wird alles besser. Glatter. Und kreuzkrötensicher.
Freitag, 30. Januar 2026
30.1.2026: Schlaglöcher, Asphalt und Amphibien: Ein Drama am Schwarzen Weiher
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