Montag, 26. Januar 2026

26.1.2026: Jeckinnen an Deck – Wenn Hilden zur galaktischen Karnevalszentrale wird

Was passiert, wenn sich rund 1000 Damen in die Hildener Stadthalle beamen und dabei so viel Glitzer, Popcorn und galaktische Kostümideen mitbringen, dass selbst die Enterprise neidisch würde? Richtig: Es ist wieder Zeit für „Jeck om Deck“ – die legendäre Damensitzung der KG Kniebachschiffer, die jedes Jahr aufs Neue beweist, dass Karneval in Hilden keine Frage des Alters, sondern der Attitüde ist.

Sitzungspräsidentin Stephanie Pook steuerte das narrische Narrenschiff mit souveräner Hand – kein Wunder, als Ex-Hoppedine kennt sie die jecke See wie ihre eigene Handtasche. Während an Deck die Altstadtfunken aus Köln einmarschierten, kam unter Deck (also im Saal) niemand zu kurz: Es wurde geschunkelt, gesungen und so wild gefeiert, dass selbst der Techniker vermutlich die Sicherungen rhythmisch mitschwingen ließ.

Männer waren auf der Bühne gnädigerweise noch erlaubt – allerdings nur als Showeinlage oder in Nebenrollen wie Technik, Gastro oder Security. Man(n) weiß ja, wo die Grenzen liegen. Die „Gentlemen“ der Fauth Dance Company durften tanzen, Klaus und Willi durften witzeln, die Höhner durften Herzen brechen (und Gisela suchen, eine Dame mit vermutlich sehr stabilem Geburtsjahrgang).

Das wahre Highlight aber: die Kostüme der Jeckinnen. Zwischen Shrek und Sonnenblume, Cowgirl und Popcornkopf zeigte sich einmal mehr, dass Karneval auch eine heimliche Modenschau ist – nur eben mit mehr Federn, weniger Regeln und deutlich mehr blinkendem Bling-Bling. Eine sechsköpfige Weltraumcrew um „Avatar-Birgit“ zeigte: Kreativität kennt keine Schwerkraft. Und wenn doch, wurde sie einfach mit einem rot-gelb blinkenden Ring neutralisiert – Magic, sagt Lulu. Mehr verrät sie nicht. Wahrscheinlich Top Secret. NASA-Stufe.

Auch politisch wurde’s kurz, als Bernd Stelter sich in „Kanzler von Deutschland“ verwandelte – und dabei feststellte, dass er unter den Top-30-Streamingstars kaum noch jemanden kennt. Außer Taylor Swift. Die kennt er neunmal. Da fühlt man sich dann schon fast ein bisschen wie bei der Damensitzung: Bunt, laut, ein bisschen nostalgisch – aber mit ganz viel Herz und Humor.

Fazit: Wer noch nie bei „Jeck om Deck“ war, hat definitiv was verpasst. Hier wird gelacht, getanzt, gesungen – und wenn’s sein muss, auch mal spontan die Raum-Zeit-Kontinuität aufgehoben. Hauptsache, das Bier fließt, das Kostüm glitzert und der Kapellmeister hört auf Kommando. Alaaf, Hilden – das war wieder galaktisch gut!

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